Wellnesshotels: Qualität sinkt, Preise steigen

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Österreich, 15. Oktober 2010 | Tourismus/Wirtschaft

Wellnesshotels: Qualität sinkt, Preise steigen

Wellnesshotels: Qualität sinkt, Preise steigen

Die zweithöchste Preissteigerung innerhalb von 12 Jahren registriert der kritische Wellnesshotelführer RELAX Guide für die Spa-Hotellerie: Sie lag in den vergangenen 12 Monaten bei 5,1 Prozent – um 2,9 Prozentpunkte über dem Verbraucherpreisindex und damit fast beim Zweieinhalbfachen der Inflationsrate.

Christian Werner, Spa-Experte und Herausgeber des RELAX Guide: „Wir beobachten den Markt im Rahmen einer Gesamterhebung der Listenpreise aller Wellnesshotels seit 1999, gegenwärtig sind das 989 Häuser mit insgesamt 121.600 Betten. Dabei verzeichneten wir jährliche Erhöhungen, die zwischen 0,4 und 3,5 Prozent lagen. Eine Ausnahme zeigte sich nur im Jahr der Einführung des Euro, damals ist es zu einem gewaltigen Preisanstieg gekommen. 9,5 Prozent!“

Der durchschnittliche Zimmerpreis („Ab-Preis“ pro Person im DZ inklusive Halbpension, günstigste Kategorie, günstigste Saison) in der Sparte „Alle Hotels mit Wellnessangebot“ liegt zurzeit bei 81,22 Euro – teuerstes Bundesland ist Vorarlberg (98,31 Euro), gefolgt vom Burgenland mit 84,67 Euro und von Tirol (82,35 Euro), im Mittelfeld liegen Niederösterreich (78,53 Euro), Oberösterreich (78,74 Euro), Salzburg (78,85 Euro) und Kärnten (79,76 Euro), preisliches Schlusslicht ist die Steiermark (73,85 Euro)

Der durchschnittliche Zimmerpreis für Hotels, die mit dem Qualitätsgütesiegel der Lilie ausgezeichnet wurden, liegt zurzeit bei 98,33 Euro – teuerstes Bundesland in dieser Liga ist Vorarlberg (110,42 Euro), gefolgt vom Burgenland mit 105,53 Euro und von Tirol (103,42 Euro). Im Mittelfeld liegen Salzburg (99,07 Euro), Kärnten (95,34 Euro), Oberösterreich (92,95 Euro) und die Steiermark (91,14 Euro), preisliches Schlusslicht ist Niederösterreich (82,63 Euro). Häuser mit vier Lilien können übrigens die höchsten Preise realisieren: mit durchschnittlichen Ab-Preisen von 141,33 Euro, und das bei hoher Auslastung.

Gleichzeitig zum stärksten Preisanstieg seit der Einführung des Euro registriert der RELAX Guide ein Absinken der Qualität in der Mehrzahl der Wellnesshotels. Dazu gehören beispielsweise die Verkürzung von Sauna- und Pool-Öffnungszeiten, der verstärkte Einsatz von fabrikmäßig vorgefertigten Speisen („Convenience Food“), mangelhaft durchgeführte Gesichts- und Körperbehandlungen sowie die Vernachlässigung der Pool-Wasserhygiene. Experte Christian Werner: „Das ist sozusagen der neue Branchendurchschnitt, soll aber nicht heißen, dass es nicht auch viele Hotels gibt, die weiterhin auf Qualität setzen und die von uns daher auch mit Lilien ausgezeichnet werden können. Doch vor allem in Häusern mit Auslastungsproblemen wird so gespart, dass man als Gast darunter leidet.“

Der RELAX Guide erscheint nun bereits zum zwölften Mal. Und wieder hat er alle Hotels in Österreich, die mit Wellness und Gesundheit werben, unter die Lupe genommen. Nur 294 der insgesamt 989 Häuser wurden mit Lilien, dem renommierten Qualitätsgütesiegel der Branche, ausgezeichnet. Neu in der Ausgabe 2011 sind 43 Hotels, ein Ranking der 60 Besten in den Sparten „Küche“, „Wellness mit Kindern“ und „Poolwasserhygiene“ sowie ein großer Sonderteil „Aurvedakuren in Europa“.

Covers, Herausgeber-Fotos, Lilien, weitere Pressetexte: auf www.relax-guide.com/presse

Kontakt für JournalistInnen-Rückfragen:
Eva Maria Moser, RELAX Guide Verlag, Fon: +43-(0)1-4032565-20, moser@relax-guide.com

Rezensionsexemplare

Unter Angabe von Medium, Ressort, Adresse und Telefon anfordern: redaktion@relax-guide.com

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