Einfach berührend: Ein mit Liebe zu Natur, Mensch und Heimat geführtes Kleinhotel, es liegt solitär auf 1.500 m Seehöhe am Waldrand, der Ausblick ist herrlich, er geht auf die Seiser Alm, auf Schlern und Rosengarten. Im Inneren zeigt sich wohltuende Ursprünglichkeit, lehmverputzte Wände, große Glasflächen und viel helles Massivholz schaffen ein heimeliges Wohlgefühl, über dem Eingang zu einer uralten Bauernstube mit drei Tischen hängt ein „Demutsbrett“ – ein Weckruf zur Dankbarkeit gegenüber der Schöpfung.
Zimmer (DZ von 16 bis 90 m2) kann man aus 10 Varianten wählen, sie zeigen sich in schlichter Schönheit, alle haben wunderbar gemütliche Vollholzinterieurs, feine Holzböden, hochwertige Matratzen aus Südtiroler Schafwolle, einen Trinkbrunnen mit Quellwasser sowie zumeist Balkon mit tollem Ausblick (und Rauchverbot), die „Top Suite“ glänzt zudem mit einer eigenen Sauna.
Der indoor nicht allzu große Wellnessbereich steht exklusiv den Gästen des Hauses zur Verfügung, er bietet unter anderem ein ganzjährig beheiztes Solefreibecken von 12 m Länge, schöne Ruhezonen innen und außen (und sogar im Wald) sowie fünf Saunen, auch solche nach alter bäuerlicher Tradition, nämlich ein Brotbad mit 40 Grad Strahlungswärme und gutem Duft – hier wird das Sauerteigbrot des Hauses selbstgemacht – sowie ein Brechlbad (Dampf mit ätherischen Ölen aus Tannenzweigen). Gute Massagen, kleines Aktivprogramm, es beinhaltet einmal pro Woche Waldbaden und eine begleitete Kneippanwendung, zu gewissen Terminen werden auch Yoga-Retreats veranstaltet.
Fabelhafte Restaurantterrasse mit Bilderbuchpanorama für alle Mahlzeiten, reichhaltiges Frühstücksbuffet bis 12 Uhr, sehr, sehr gute Küche bei liebevoller Tischkultur. Gastgeberin Barbara kocht selbst, so manches kommt aus dem eigenen Garten oder gar aus dem Wald – Wildkräuter, Pilze, Beeren und Wurzeln, aber auch Fichtennadeln und Baumsprossen –, eine Nachmittagsjause ist im Preis inkludiert. Herzerfrischend gut gelaunte Gastgeber, die tüchtig und mit viel Hingabe mitanpacken. Fazit: Ein so entspannendes wie inspirierendes Kleinod, aber nichts für Schnösel und klandestine Herrenfahrer. Wanderwege ohne Zahl, im Winter sind es 10 Gehminuten zur Talstation Rittner Horn. Die Anreise ist nur Do, Sa und So möglich. Eher ungeeignet für Kinder. 24 Liegen, 60 Betten.