Patentrezepte

Kochenvon Anna Neustein 1. Juni 2008

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Auf einem deutschen Fernsehsender läuft zurzeit das „Fast-Food-Duell“: Profiköche fordern Burger- oder Pizza-Lieferservice heraus, behaupten, sie könnten in derselben Zeit wie diese das gewünschte Gericht liefern – frisch gekocht und besser, versteht sich.

Genau das Gleiche hat sich Gordon Ramsay auch mit seinem neuen Buch vorgenommen: „Schnelle Sterneküche“ heißt es, und was draufsteht, ist auch drin. „Ich will beweisen, dass jeder schneller eine gute Mahlzeit zubereiten kann, als eine Pizza kommen zu lassen.“ Dem gebürtigen Schotten Ramsay, der in Großbritannien längst ein Star und Vorbild für Gar-nicht-mehr-so-Jungköche wie Jamie Oliver ist, gelingt das Kunststück bei vielen seiner Rezepte. Der Koch schaut nicht nur aus wie einer, der zupacken kann – in seiner Jugend war er Fußballer bei den Glasgow Rangers –, er tut es auch. In seiner eigenen Fernsehsendung „In Teufels Küche mit Gordon Ramsay“ bringt er Restaurants innerhalb einer Woche auf Vordermann, samt Kleinholz, wenn es sein muss.

Der Werdegang des Kochs liest sich schier unglaublich: Mit 26 Jahren eröffnete er das „Aubergine“ in London, wo er innerhalb von nur drei Jahren zwei der begehrten Michelin-Sterne erhielt. 1998 folgte der dritte Michelin-Stern.

Einem solchen Koch nimmt man Tipps gerne ab. Ramsays Empfehlungen für einen klug bestückten Vorratsschrank, seine Tricks für mehr Geschmack – Stichwort Currysalz – oder seinen Rat, nur mit guten Messern zu arbeiten, sollte man auf jeden Fall beherzigen. Gordon Ramsay redet nicht lang um den heißen Brei herum, was sich auch im Schriftbild des Buches niederschlägt: wenige, dafür eindringliche Worte in großen Lettern mit plakativer Farbigkeit. Manche seiner Rezepte sind so bestechend raffiniert und dennoch so unglaublich einfach, dass man sich fragt, warum man nicht selbst darauf gekommen ist: Für die Anchovis-Sticks, die mit einem pochierten Ei serviert werden, muss man lediglich Toastbrot entrinden und dünn auswalken, mit Olivencreme und Anchovis jeweils zwei Scheiben zusammenkleben, in Streifen schneiden und in Butter braten. Das dauert fünf Minuten und kommt so unverschämt luxuriös daher, dass der Titel des Buches gleich noch plausibler wird.

Weitere Rezepte: Speck-Erbsen-Omelett mit Ziegenkäse, Tandoori-Heilbutt mit Gurke, Melonensuppe mit Krabbenfleisch, duftender Orangensalat oder gebackener Ricotta mit Pfirsichen.

Fazit: Ein äußerst brauchbares Handwerks-Kochbuch mit simplen und sicher gelingenden Gerichten von einem, der es wirklich kann

Rezepte (im PDF Format):
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Gordon Ramsay:
Schnelle Sterneküche

Dorling Kindersley, 256 Seiten
24,95 Euro


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