Wieder im Indischen Ozean

RELAX Magazin von Redaktion RELAX Magazin 9. April 2019

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Malediven - Foto: Kanuhura – A Sun Resort Maldives

Die Malediven sind traumhaft, und sie kommen immer näher – gute Flugverbindungen machen es möglich. Fünf Jahre nach unserem ersten Ausflug in den Indischen Ozean haben wir uns erneut umgesehen: drei ganz unterschiedliche Resorts im Test.


Kanuhura Sun Resort – Luxus mit viel Charme


Malediven - Foto: Kanuhura – A Sun Resort Maldives

So etwas Nettes! Schon beim Landeanflug mit unserem Wasserflugzeug war das „Welcome to Kanuhura“-Transparent zu erkennen, und der darauf folgende Empfang geriet zum herzlichsten, den wir jemals im Indischen Ozean erlebt hatten. Der Direktor und eine große Zahl von Mitarbeitern standen da, es gab feines Fingerfood, erfrischenden Ingwersaft und nette Gespräche, all das zur Musik traditioneller Trommler.

Wir sind im Kanuhura. In einem Luxusresort, das einst als One & Only weltberühmt wurde und seit einem Jahrzehnt von Sun Resorts aus Mauritius betrieben wird. Es ist ein Resort mit fünfeinhalb Sternen, das vor allem bei Spaniern, Italienern, Deutschen und Österreichern hohe Beliebtheit genießt, was ein außerordentlich hoher Stammgästeanteil zeigt.

Das Kanuhura wurde vor knapp zwei Jahren komplett renoviert, neu ist unter anderem auch das Konzept des Gypset: die Kombination von Gipsy und Jetset. Julia Chaplin, die Enkelin des Filmstars, hat diesen Stil kreiert, er vereint ein zeitlos elegantes Ambiente mit zwanglosem Lebensstil – Barfußgehen etwa ist im ganzen Resort möglich.


Malediven - Foto: Kanuhura – A Sun Resort Maldives

Ankommen und wohlfühlen


Die Resort-Insel ist rund 1,4 km lang und 350 m breit, sie verfügt insgesamt über 80 Zimmer, die als Beach Villas (Mindestgröße 59 m²) – auch mit eigenem Pool – oder als mehr als doppelt so große Overwater Villas buchbar sind. Das Gypset lässt sich übrigens auch in den Interieurs wiederfinden, es regieren edle Hölzer und heimische Dekoelemente in harmonischen Farben – und die Absenz schwülstiger Trendigkeit.

Ankommen und wohlfühlen: Nach dem so überaus herzlichen Empfang wurden wir von unserem Butler mit einem Cart in unsere Beach Villa gebracht, auch hier erwarteten uns wiederum kleine Überraschungen. Darunter beispielsweise ein von künstlerischer Hand gemaltes Türschild mit unserem Namen, die mit Palmenblättern liebevoll dekorierten Betten, ein Brief, mit dem sich der Kinderclub vorstellte, sowie tropische Früchte und Köstlichkeiten aus der Patisserie.

Und dann der eigene Pool vor der Terrasse mit Morgensonne, der feine, weiße Sand am Strand und das glasklare, türkis schimmernde Meer – einfach traumhaft! Jeden Tag gab es ein breites Aktivitätenprogramm, Yoga zum Sonnenaufgang machte zumeist den Anfang. Abends dann etwa traditionelle Live-Musik oder Kino unter freiem Himmel. Gegessen haben wir immer vorzüglich. Was nicht verwundert, ist doch Michele Mingozzi, der Herdvirtuose aus Ferrara, der auch schon im Laucala Island Resort (Fidschi) von „Mr Red Bull“ die Gäste begeisterte, Küchenchef des Kanuhura.

Schon das Frühstück bietet eine schier beispiellose Fülle: Früchte, Sashimi, Maki, Steaks, asiatische Suppen, Croissants, europäische Brotsorten und und und – die gesamte Aufzählung würde hier wohl mehr als eine ganze Seite füllen! Auch abends im Hauptrestaurant ist die Auswahl unglaublich vielfältig – und die Qualität bestechend. Sieben weitere Restaurants stehen im Kanuhura zur Verfügung, das Spektrum reicht von italienischer Küche über Asia-Fusion, Vegetarisch bis hin zu etwas ganz Besonderem, dem Mini-Grillrestaurant Drift nämlich. Dieses befindet sich auf einer ganz kleinen Insel, auf die man sich mit dem Boot bringen lässt, so man nicht selbst schwimmen mag – eine gute Viertelstunde muss man dafür schon einrechnen. Jedenfalls sitzt man dann dort so gemütlich wie urig, umgeben von einem romantischen Quäntchen Robinson-Feeling.

Noch ein schönes Erlebnis: das Kids Fishing. Hier durfte unser Neunjähriger selber Fische fangen. Der Fang war reichlich, der Sohn unendlich stolz, und abends hatten wir frischen Red Snapper gegrillt auf dem Teller.

Am Vorabend der Abreise fanden wir unsere Betten nochmals liebevoll geschmückt vor. Und beim Abschied gab es eine kleine Feier wie bei der Ankunft, auch Clency Romeo, der rührige, aus Mauritius stammende Direktor, war – wie immer – dabei. Auf dem Transparent stand nun jedoch „Thank you, see you again.“

Mehr: www.kanuhura.com


Kandima Maldives – die XXL-Lifestyle-Insel


Malediven - Foto: Kandima Maldives

Ein Resort, wie es nicht viele auf den Malediven gibt. Denn die meisten der rund 250 Hotelanlagen in diesem aus knapp 1.200 Inseln bestehenden Archipel haben ausländische Eigentümer und werden von ausländischen Ketten betrieben, das Kandima hingegen ist sozusagen durch und durch maledivisch. Das zeigt sich unter anderem daran, dass Einheimische auch unter den leitenden Angestellten zu finden sind. Und noch etwas ist ganz anders: Die Insel ist üppig bewachsen und groß, zwar nur rund 200 m breit, dafür aber fast 3,5 km lang, ausgedehntes Spazieren am blütenweißen Strand ist daher möglich – anderswo hingegen kaum.

Das Kandima ist ein Viersternhotel mit erschwinglichen Preisen, es wurde vor knapp zwei Jahren eröffnet und verfügt über 272 Zimmer (700 Betten), die Gästeschar ist breit gefächert, neben Deutschen und Österreichern finden sich hier auch Russen und Chinesen zahlreich ein.

Von Malé aus reisten wir mit einem einstündigen regionalen Linienflug an, welchem eine 20-minütige Fahrt mit dem Schnellboot folgte. Müde und einigermaßen durchgerüttelt kamen wir an, erst nach kalten Tüchern und einem Erfrischungsgetränk in der Lobby begann unsere Wahrnehmung wieder zu funktionieren: Der Raum ist so riesig wie hoch, hat begrünte Wände, einen Boden aus Sand und – wie das gesamte Resort – außerordentlich farbenfrohe Interieurs mit jugendlicher Anmutung, die durch reichlich Hintergrundmusik in den öffentlichen Räumen nochmals unterstrichen wird – für uns aber etwas zu laut.

Zur Auswahl stehen Beach Villas – zum Teil mit eigenem kleinen Pool –, weiters Overwater Villas mit Sonnendeck und teilweise mit Whirlpool oder Plunge Pool sowie 40 m² große Sky- und Beach-Studios, von denen jeweils vier in einem Gebäude zusammengefasst sind. Wir entschieden uns für eine Beach Villa mit Pool in einem eigenen Gärtlein, und das war die beste Wahl – vor allem für unsere Kids, die da fast den ganzen Tag zubrachten, wenn sie sich nicht gerade in dem liebevoll betreuten Kinderclub aufhielten.


Malediven - Foto: Kandima Maldives

Längster Außenpool der Malediven


Das Kandima steht auch für umfangreiche Wassersportmöglichkeiten, Surfen, Parasailing und vieles mehr ist zu haben, mehrere Riffe zum Tauchen befinden sich mit dem Schnellboot in fünf- bis 30-minütiger Entfernung. Doch schon alleine zum Schwimmen ist das Meer herrlich, an der Nordspitze der Insel schließt sich zudem eine schier endlos scheinende Fläche mit ganz seichtem Wasser an, über die man auch zu einer kleinen, unbewohnten Insel gelangt. Gut schwimmen lässt es sich auch in den zwei großen Pools, von denen einer im Beach Club an der Inselsüdspitze und der andere – als längster Außenpool der Malediven – vor der Bar in der Mitte des Resorts liegt.

Für Mahlzeiten stehen mehrere Restaurants zur Auswahl, darunter eines mit asiatischer Küche sowie eines für Grillspezialitäten. Da wir Vollpension gebucht hatten, sich die Küche (stets Buffet) als gut erwies und unsere Schau-Köche so freundlich und zuvorkommend agierten, aßen wir zumeist in den Hauptrestaurants, die übrigens ebenfalls zum großen Teil Sandboden aufwiesen. Das Ambiente zeigte sich sehr casual, die Auswahl war reichhaltig und international orientiert, wir bevorzugten allerdings heimische Gerichte sowie solche aus Indien und Sri Lanka – einfach köstlich!

Zum Abschluss verraten wir noch unsere Lieblingsplätze: Neben dem erwähnten Flachwasser waren es Spa und Yogadeck, denn dort gibt es einen grandiosen Ausblick auf die Brandung und das Tosen im Hintergrund – herrlich zum Entspannen!

Mehr: www.kandima.com


Robinson Club Noonu – das perfekte Resort


Malediven - Foto: Robinson Club Noonu

Ein Stück weiter nördlich von Kanuhura – mit dem Wasserflugzeug sind es von Malé etwa 90 Minuten – liegt das neue Robinson-Eiland, der Robinson Club Noonu. Er wurde vor kurzem als nunmehr zweiter Robinson Club auf den Malediven eröffnet, befindet sich auf einer 500 m langen und etwa ebenso breiten Insel im gleichnamigen Atoll und verfügt über 150 Zimmer, die mit Vollpension oder All inclusive buchbar sind. Alle sind überaus großzügig geschnitten, und alle bieten Ausblick aufs Meer, ein knappes Drittel sind als Overwater Villas mit Pool und etwa 90 m² Wohnfläche ausgeführt.

Planung und Bau nahmen übrigens fast fünf Jahre in Anspruch, und das merkt man selbst bei der Auswahl der Holzart für die weitläufigen Decks, die dem Auge und dem Barfuß schmeicheln. Nichts wurde dem Zufall überlassen, alles zeigt sich bis ins Detail ebenso durchgeplant wie organisiert – Perfektion nach deutscher Manier.

Das offenbarte sich bereits bei unserem Check-in – so schnell ging es nirgendwo. Und gleich nochmals: Robinson Club bedeutet ja bekanntlich Animation ohne Ende. Überraschung: Wer das nicht will, braucht kaum etwas zu sagen. Die Mitarbeiter haben offenbar einen sechsten Sinn dafür entwickelt, jedenfalls bleibt man respektvoll unbehelligt.

Auch Adam Szkopp, der stes gutgelaunte und omnipräsente Direktor, ist ein Perfektionist. Das muss er auch sein, um etwa die Bestellungen zu organisieren: 80 Prozent der Nahrungsmittel und Getränke kommen aus Deutschland, und ein Container ist bis zu vier Monate unterwegs! Adam hat viele Zahlen parat: sieben Tonnen Papayas pro Monat, 1.000 kg Thunfisch pro Woche, 1,2 Tonnen Wäsche pro Tag – um nur einiges zu nennen.


Malediven - Foto: Robinson Club Noonu

Herrlich zum Träumen


Unser Zimmer – wiederum ein Beach Bungalow mit offenem Bad und eigenem Pool – war geschmackvoll möbliert und glänzte vor Sauberkeit – und das Leitungswasser war, so wie überall auf Noonu, trinkbar, dank eigener Aufbereitungsanlage.

Die große Mehrheit der Gäste im Robinson Club Noonu ist deutschsprachiger Herkunft, weniger als ein Drittel kommt aus Asien. Zu den Highlights des Clubs gehört auch die Küche: Gute Qualität in nahezu unglaublicher Vielfalt, sogar Pizza vom Holzofen fanden wir beispielsweise sowie auch reichlich an einheimischen Gerichten – sogar beim Frühstück!

Weiters besonders erwähnenswert ist der engagiert und liebevoll betreute Kinderclub, er wird in drei Altersgruppen (3 bis 6 Jahre, 7 bis 12 und 13 bis 17 Jahre) geführt, die Sprachen sind Deutsch und Englisch, die Aktivitäten zahlreich.

Wassersport ist in vielen Varianten möglich, vom Stand-up-Paddeln bis hin zum Katamaransegeln. Taucher und Schnorchler erleben schnell eine faszinierend bunte Unterwasserwelt – das hauseigene Riff ist nur 150 m entfernt!

Eine Sache wurde uns übrigens in Windeseile zur Gewohnheit, selbst mit den Kids: der Besuch der Sundowner-Bar vor dem Abendessen, er ist sozusagen unerlässlich. Hier findet man schnell in ein freundliches Gespräch, während man an seinem Cocktail nippt und die Sonne am Horizont allmählich im Ozean versinkt. So heiter enden gute Sonnenstunden.

Mehr: www.robinson.com, www.robinson-austria.at

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