Vier Jahre Gefängnis für ein Plastiksackerl

Lebenvon Christian Werner 3. Dezember 2018

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In Europa beginnt man die Schäden, den Plastik in der Umwelt anrichtet, zu diskutieren. In Afrika dagegen herrschen bereits teilweise strenge Verbote. In Ruanda etwa sind Produktion, Verkauf und Import von Plastiksäcken schon seit 10 Jahren verboten.

In Kenia stehen auf den Verkauf derselben rund 40.000 Euro Strafe oder bis zu vier Jahren Gefängnis. Der Anlass für die radikale Maßnahme war eine Dürre, in deren Folge die Kühe die überall umherliegenden Plastiksäcke fraßen und massenweise verendeten – mit bis zu 30 kg Plastik im Magen. Weiterer Beweggrund: Die mit Plastik vermüllten Strände schaden dem Tourismus, von dem viele Menschen in Kenia leben.

Der Sinn derartiger Gesetze steht freilich in den Sternen: Weltweit steigt die Plastikproduktion, und der Anteil der Sackerl ist geradezu verschwindend gering. Bislang wurden etwa 9 Milliarden Tonnen Kunststoff erzeugt, der größte Teil landete in der Umwelt.

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