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Teurer Wein schmeckt besser

Wissenvon Christian Werner 10. September 2018

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Das Gehirn manipuliert unsere Geschmacksempfindungen: Die neurowissenschaftliche US-Fachzeitschrift Neuron berichtete von einer Untersuchung, bei der die Testpersonen herausfinden sollten, ob sie Pepsi oder Coca-Cola den Vorzug geben. Im Blindtest spielten naturgemäß die Geschmacksnerven eine besondere Rolle, hier war Pepsi die bevorzugte Marke. Beim Test mit offengelegten Labels wurde hingegen Coca-Cola favorisiert. Dabei fanden die Forscher, dass jene Hirnregion („medialer präfrontaler Cortex“) besonders aktiviert wurde, die für das Selbstbild einer Person zuständig ist. Das Gehirn beeinflusste demnach die Entscheidung, freilich unbewusst.

Nicht nur über die werblichen Images, sondern auch über die Preise manipuliert das Gehirn unsere Geschmacksempfindung, wie eine Studie der Stanford University zeigte: 20 Weinexperten legten sich dafür in einen Kernspintomografen und testeten vermeintlich fünf verschiedene Weine, wobei ihnen stets gezeigt wurde, welchen Wein sie tranken und was dieser kostete. Allerdings wurden ihnen tatsächlich nur drei Weine präsentiert und zwei davon zweimal ausgeschenkt – allerdings mit unterschiedlichen Preisangaben.

Bei der Untersuchung der Hirnaktivität fanden die Forscher Erstaunliches: Allein der Preis des Weines reichte aus, um die Aktivitäten im präfrontalen Cortex und damit das Geschmacksurteil zu verändern. Denn die Testpersonen stuften die vermeintlich teureren Weine als besser ein, obwohl sie teilweise mit den billigen absolut identisch waren.

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