Böser Gast, guter Gast

Lebenvon Christian Werner 1. Februar 2009

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Hotelbewertung einmal anders: Eine Umfrage unter 4.000 Hoteliers weltweit ermittelte die beliebtesten Gäste. Dabei wurden in verschiedenen Kategorien wie etwa „Beliebtheit im eigenen Land“, „Benehmen“, „Höflichkeit“ oder „Ordnung/Sauberkeit“ zwischen null und zehn Punkten vergeben. Auf den ersten Platz (31 Länder) schafften es die Japaner. Dank ihres guten Benehmens, ihrer Höflichkeit, ihrem Sinn für Ordnung und Sauberkeit, wo sie nur noch von den Deutschen übertroffen werden, sowie aufgrund ihres zurückhaltenden Auftretens erreichten sie 68 Punkte.
Bei den Fremdsprachenkenntnissen landeten sie allerdings unter den schlechtesten fünf; gemeinsam mit den Franzosen, den Chinesen, den Italienern und den Russen. Nach Meinung der Hoteliers zeigen die Japaner zudem wenig Interesse an den landestypischen Köstlichkeiten und teilen dieses kulinarische Desinteresse mit den Chinesen, Indern, Russen und Mexikanern. Allerdings sind die Japaner bei den Hoteliers vor allem auch deswegen besonders beliebt, weil sie sich am seltensten beschweren. Hier sind die Amerikaner die absoluten Spitzenreiter, gefolgt von den Deutschen, die sich auch gerne beklagen.

Österreicher fielen durch ihre Großzügigkeit auf. Weniger spendabel zeigen sich die Kanadier, die Inder, die Franzosen, die Chinesen und allen voran die Deutschen, die am geizigsten von allen Touristen weltweit sind. Auf der anderen Seite stehen die Amerikaner als die spendabelsten, gefolgt von den Briten, den Russen, den Japanern und den Italienern.
Geht es nach den Hoteliers, stehen die Deutschen – sie zählen nicht nur zu den geizigsten Gästen, sondern beschweren sich auf sehr häufig und gehören mit zu den unhöflichsten Urlaubern – weit oben auf der Beliebtheitsskala. Grund dafür sind ihr Interesse an der Landessprache, an den landestypischen Köstlichkeiten sowie ihr Sinn für Ordnung und Sauberkeit. Außerdem gehören sie hinter den Japanern und Chinesen zu den Gästen, die sich am ruhigsten verhalten und auch bei ihrer Bekleidung bekamen sie durchwegs sehr gute Bewertungen von den Gastgebern.

Die US-Amerikaner, die in der Gesamtwertung gemeinsam mit Thailand den elften Platz erreichten, fallen in den Hotels dieser Welt vor allem durch Unhöflichkeit und schlechtes Benehmen auf. Auch in der Kategorie Ordnung und Sauberkeit führen die US-Amerikaner die Negativliste an, weiters gelten sie als am schlechtesten gekleidet.
Am besten kleiden sich die Italiener, gefolgt von den Franzosen. Auch die Briten, Deutschen und Japaner haben Stil und kommen damit unter die ersten Fünf.

Die Chinesen legen nach der Einschätzung der Hoteliers nicht nur ein schlechtes Benehmen an den Tag, sondern sind auch unordentlich, schlecht gekleidet, beherrschen kaum Fremdsprachen und interessieren sich nicht für die kulinarischen Besonderheiten eines Landes. Außerdem gehören sie zu den geizigsten Gästen. Die einzigen Pluspunkte erhielten sie dafür, dass sie sich nur sehr selten beschweren und sich besonders leise verhalten.
Ebenfalls schlecht schneiden die Inder ab, die durch schlechtes Benehmen, mangelnden Ordnungssinn, geschmacklose Kleidung und wenig Interesse an den kulinarischen Highlights der besuchten Länder auffallen. Aber auch die Franzosen gehören zu den unbeliebtesten Gästen der Hoteliers – nicht nur im eigenen Land. Sie benehmen sich schlecht, sind unhöflich, beherrschen keine Fremdsprachen, sind geizig und laut und beschweren sich darüber hinaus noch relativ häufig. Aber sie zeigen Interesse und probieren gerne einmal landestypische Spezialitäten aus.

Das Ranking:
68 Punkte: Japaner, sie gelten als höflich und großzügig (Platz 1)
53 Punkte: Deutsche sind knauserig, hinterlassen aber saubere Zimmer (Platz 2)
51 Punkte: Kanadier sind sogar in kanadischen Hotels gern gesehen (Platz 3)
44 Punkte: Österreicher sind unauffällig, aber zumeist großzügig (Platz 9)
42 Punkte: US-Amerikaner sind sehr schlecht gekleidet, geben aber viel Trinkgeld (Platz 11)
39 Punkte: Italiener sind zumeist gepflegt und gut gekleidet
37 Punkte: Spanier sind im eigenen Land besonders unbeliebt
32 Punkte: Russen haben einen notorisch schlechten Ruf
31 Punkte: Franzosen gelten als unhöflich, geizig, laut und desinteressiert
28 Punkte: Inder hinterlassen oft ein Chaos
27 Punkte: Chinesen gelten als geizig und unhöflich (letzter Platz von 31)

Informationen: www.expedia.de

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