Das Bett zählt nicht allein

RELAX Magazin von Redaktion RELAX Magazin 28. Februar 2018

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Kann ein Urlaub wie ein Roman sein? Voller Zauber, unwirklich schön? Einen Versuch wäre es doch wert.
Hier erhalten Sie jedenfalls zweckdienliche Hinweise der Redaktion: zu fünf außergewöhnlichen Hotels mit einer großen Prise Luxus.


1. Die Bacardi-Traumwelt: Raffles Seychelles


Hideaways
RafflesFotos: Raffles Seychelles

Mitten im Indischen Ozean liegt ein Archipel aus 115 wunderschönen Inseln: die Seychellen. Hier gedeihen die größten Kokosnüsse der Welt. Wenn man sie auf den bis zu 30 Meter hohen Palmen wachsen lässt, werden sie unglaubliche 20 Kilo schwer. Und die Seychellen sind die Heimat der legendären Doppelnuss, der erotischen Coco de Mer. Unter Werbefilmern gelten die grünen Inseln schlechthin als Bacardi-Land, weil die makellosen, paradiesischen Strände der Seychellen immer wieder als Kulisse für Werbespots dienen, darunter auch für Bacardi, obwohl das Rum-Label eigentlich aus der Karibik – ursprünglich Kuba, heute Bermudas – kommt.

An einer kristallklaren Bucht auf der Insel Praslin liegt das fünf Hektar große Raffles Resort. Der nahe Traumstrand mit dem seltsamen Namen Anse Lazio gilt mit seinem weißen Sand, seinen sanften Granitfelsen und dem grünen Regenwald als einer der schönsten Strände der Welt. Von der Hauptinsel Mahé schwebt man per Flieger ein und kann sich dann im größten Spa der Seychellen (1.234 m2) von dem 15-Minuten-Flug erholen. Tja, das Leben ist schon etwas anstrengend. Einzelvilla ab rund 1.000 Euro pro Nacht – Essen und Trinken kommen hinzu.

www.raffles.com



2. Versailles trifft Massai: der unglaubliche Prunk der Ngorongoro Crater Lodge


Crater LodgeFotos: And Beyond Ngorongoro Crater Lodge

Am Rand der Serengeti in Tansania liegt auf einem Vulkanberg der berühmte Ngorongoro-Krater, der übrigens im 19. Jahrhundert von dem österreichischen Forschungsreisenden Oscar Baumann erstmals erkundet wurde. Der fruchtbare Krater mit einem Durchmesser von rund 20 Kilometern ist ein Paradies für Tiere. Man findet hier Zebras, Büffel, Elefanten, Fluss­pferde, Löwen, Leoparden, Hyänen – rund 25.000 Großsäuger, insgesamt die höchste Raubtierdichte Afrikas. Hoch oben am Kraterrand auf 2.300 m Seehöhe thront eine Luxuslodge, die aus einem Roman von Jules Verne stammen könnte. Brokatsofas, vergoldete Bilderrahmen, Kristallluster und Perserteppiche mischen sich hier mit prächtigen offenen Kaminen, grasbewachsenen Dächern und Zimmerdecken aus geflochtenen Bananenblättern.

Die Traum-Lodge hat nur 30 Suiten, und jeder Gast erfreut sich an der Eilfertigkeit eines eigenen Butlers. Während der Butler auf der Terrasse very british den Fünfuhrtee aus feinen Silberkännchen gießt, genießt man einen atemberaubenden Ausblick auf den 600 m tiefen Krater. Und natürlich auch auf seine faszinierende Tierwelt. Fazit: Es handelt sich um Afrika wie im Kino, nur ohne Robert Redford. Suiten ab 1.300 Euro plus Verpflegung.

www.andbeyond.com



3. Garten Eden mit jeder Menge Personal: das Four Seasons Bora Bora


Four Seasons Bora BoraFotos: Four Seasons Bora Bora

Es heißt, Bora Bora sei die schönste Insel überhaupt. Für Tony Wheeler jedenfalls, den Gründer von Lonely Planet, des größten Reisebuchverlags der Welt, ist das Südsee-Eiland definitiv der schönste Platz auf Erden. Die berühmte, wunderbar blaue und sehr seichte Lagune ist dreimal so groß wie die Insel selbst. Und das intakte Riff, das sich nur an einer einzigen Stelle öffnet, schützt ein einzigartiges Biotop vor der Wildheit des Ozeans, in dem über 700 Meeresspezies ihre Heimat gefunden haben.

Genau hier, am Fuße des Mount Otemanu, findet man das jüngste Hotel der Trauminsel: das Four Seasons Bora Bora. Es bietet State-of-the-Art-Luxus in diesem zu Französisch-Polynesien gehörenden Inselparadies. Dazu zählen natürlich Overwater-Villas mit höchstem Komfort, wofür mittlerweile auch ein privater Pool auf der Terrasse geradezu verpflichtend geworden ist. Und natürlich auch Flatscreen-Fernseher, Internet und all das, was man gar nicht braucht, wenn in der Dämmerung über der Lagune von Bora Bora der Mond aufgeht. Sobald es dunkel wird, erstrahlen unter den Villen Unterwasserscheinwerfer, die auf Fische wie Magneten wirken. Dann hat man vom „Wohnzimmer“ aus einen Ausblick in die Unterwasserwelt – durch ein Fenster am Boden, fast wie Kapitän Nemo. Villen ab rund 1.200 Euro.

www.fourseasons.com


4. Gesamtkunstwerk aus Raum und Zeit: das Amanpuri, das erste aller Aman-Resorts


Amanpuri PhuketFoto: Amanresorts International

Am besten, wir erzählen von einem heute alten Mann, der so etwas wie der Steve Jobs der Luxushotellerie ist. Er hat sie tatsächlich neu erfunden mit Häusern, die wegen ihrer Lage, ihrer Architektur, ihres Service einzigartig sind und die mit mittlerweile 31 Hotels weltweit nur einen winzigen Nischenmarkt bedienen: eine magische Welt für die Reichen und Schönen. Adrian Zecha wurde in eine sehr wohlhabende indonesische Familie hineingeboren, die Mutter hingegen hatte böhmische Wurzeln. Als junger Mann lebte er in New York und war Journalist beim Time Magazine. Mit 28 brachte er sein erstes eigenes Blatt auf den Markt, das noch heute bestehende Asia Magazine. 1972 hängte Zecha dann den Journalismus an den Nagel und gründete die Hotelkette Regent und später die Rafael Hotel Group; beide verkaufte er wieder (an Four Seasons und Mandarin Oriental). 1988 schließlich wollte er etwas ganz anderes machen und stieß mit seinem Konzept bei den Banken auf Granit: keine Zimmer, nur Villen und davon nur wenige ohne dichte Verbauung, Ultra-Luxus definiert durch Natur, Lage, Architektur. So entstand mithilfe von alternativen Financiers das erste aller Aman-Hotels, in Phuket, Thailand, mit dem Namen Amanpuri.

Die vom renommierten Hotelarchitekten Ed Tuttle entworfenen, edlen Villas – alle mit feinstem Teakholz und privaten Pools – liegen wie Schwalbennester inmitten einer ehemaligen Kokosplantage. Von den meisten hat man einen Traumblick auf die Andaman-See, und der Strand ist wie aus einem Bilderbuch. Aus dem Spa möchte man freiwillig gar nicht mehr rausgehen. Für Adrian Zecha war Amanpuri „der Versuch, einen Zipfel des Himmels auf die Erde zu bringen“. Das Experiment scheint sehr gelungen. Villen ab rund 1.200 Euro pro Nacht, in der Regenzeit geht es etwas günstiger – ab rund 835 Euro. Verpflegung extra.

www.aman.com


5. Wo das Leben wie eine leichte Brise ist: der Four Seasons Ocean Club auf den Bahamas


Oceans Club BahamasFoto: Four Seasons Hotels

Fast nirgendwo auf der Welt ist das Meer so magisch schön wie rund um die Bahamas, dieses Archipel mit 700 Eilanden und 2.400 Korallenriffen. Das Wasser schimmert türkis-blau, ein Mittel zwischen dem Grün Floridas und dem tiefen Blau des nahen Atlantischen Ozeans. Die Farbe kommt von den seichten Gewässern, dem weißen Sand am Meeresgrund und der Sonne, die zusammen eine wundersame türkis-blaue Paradies­anmutung zaubern. Die spanischen Eroberer ließ das kalt, sie waren nur an anderen Schätzen interessiert und nannten die Gegend einfach Baja Mar – flaches Meer.

Natürlich gibt es hier auch wunderbare Hotels, aber das unvergleichlichste ist der Ocean Club auf Paradise Island, einst das Domizil eines schwedischen Großindustriellen, der hier 1939 mit seiner Jacht ankerte und sich ein fürstliches Refugium baute. Seit 1962 ist der Ocean Club ein Hotel, das zahllose anspruchsvolle Gäste aus aller Welt anzog. Aus gutem Grund: ein acht Kilometer langer weißer Sandstrand, eine Romantik verheißende Kolonialarchitektur, unaufdringliche Eleganz, fünf Restaurants und ein Hauch von Bond. Ja, auch James Bond stieg hier ab. Im ersten Film mit Daniel Craig, „Casino Royale“, fuhr 007 mit seinem Aston Martin DB 5 vor dem Ocean Club vor und landete noch in derselben Nacht im Bett einer Gangsterbraut.

Auch der Ocean Club mit seinen niedrigen Häusern und Villas, die vom Strand und von einem von Versailles inspirierten Garten umgeben sind, legt sich in ein neues Bett. Der langjährige Betreiber One & Only wird gerade von Four Seasons abgelöst. Die Immobilie selbst gehört dem amerikanischen Milliardär Leonard Blavatnik, dessen Firma Access Industries eine Reihe von Edelhotels besitzt, darunter auch das legendäre Grand-Hôtel du Cap-Ferrat. Blavatnik war übrigens mit 21 Jahren mittellos aus der Sowjetunion in die USA eingewandert. Für manche Menschen scheint das Leben eben leicht wie eine Brise. Für die Gäste des Ocean Club auf jeden Fall. DZ ab rund 850 Euro.

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