Essen wie ein Mensch der Urzeit

Lebenvon Christian Werner 11. Juni 2008

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Auf der Suche nach der idealen Ernährung gehen Wissenschafter neuerdings weit zurück in die Vergangenheit. „Immer mehr deutet darauf hin, dass unsere moderne Ernährung eine Hauptursache für das epidemische Ansteigen von Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes, Arteriosklerose und Herz-Kreislauferkrankungen sind“, warnen Mediziner der renommierten Mayo-Klinik in den USA. Ihre Lösung: Unsere Nahrungsaufnahme sollte sich an jener der urzeitlichen Jäger und Sammler orientieren.
Die landwirtschaftliche Revolution vor etwa 10.000 Jahren veränderte die Ernährung des Menschen schlagartig. Die rund 2,5 Millionen Jahre davor konsumierten Jäger und Sammler vor allem wilde und unbehandelte Nahrungsmittel wie Obst, Wurzeln, Gemüse, Nüsse, Fisch und Fleisch, aber kaum raffinierte Getreideprodukte. „Diese Nahrung setzte sich aus einer hohen Menge an Eiweiß, mehrfach ungesättigten Fetten, Vitaminen, Mineralien und anderen hilfreichen Inhaltsstoffen zusammen“, sagen die Mediziner.

Die Ernährungsweise dürfte den Jägern und Sammlern recht gut bekommen sein, da Studien zeigen, dass die Jäger und Sammler generell fit und gesund waren sowie kaum unter Herz-Kreislauferkrankungen litten.

Die verbreitete Ansicht, dass unsere Urahnen unterernährt waren, ist den Wissenschaftern zufolge völlig falsch. Damals enthielt die Nahrung nämlich zwei- bis dreimal so viele Ballaststoffe wie heute, fast doppelt so viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren, viermal mehr Omega-Fettsäuren, fast dreimal so viel Protein und drei- bis viermal so viel Kalium. Zucker und raffinierte Getreideprodukte gab es hingegen damals nicht.

In den Industrieländern ist das genau das Gegenteil der Fall. Nicht nur, dass wir uns unser Essen nicht mehr jagen oder sammeln müssen und damit nicht mehr gezwungen sind, uns zu bewegen: Wir konsumieren vor allem industriell verarbeitete, künstliche Produkte.

Die Mayo-Ärzte raten daher, die Ernährung unserer Ahnen nachzuahmen. Frisches wie Obst, Gemüse und Nüsse sollten auf bis zu acht Portionen am Tag verteilt werden. Mageres Fleisch und Fisch sind okay, Zucker und industriell vorgefertigte Getreideprodukte sind hingegen so gut wie irgendwie möglich zu meiden.
Ein weiteres Fitnessrezept unserer Urahnen: Sie gingen oder liefen jeden Tag bis zu 15 Kilometer.

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