Waldbaden macht stark

RELAX Magazin von Redaktion RELAX Magazin 7. Februar 2017

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Neueste Forschungen zeigen: Ein Aufenthalt im Wald kräftigt Nerven und Immunsystem in bislang ungeahnten Ausmaßen. In einem der besten Wellnesshotels Deutschlands wird das bereits genutzt. Man bietet Waldtherapie – auf Wunsch mit ärztlicher Betreuung.

Gespürt haben wir es schon immer: Der Wald tut uns gut. Leuchtend moosgrüne Pölster, auf denen Tautropfen sich wie flüchtige glitzernde Glasperlen niedergelassen haben. Lichtungen, die bei Sonnenschein mit magisch-diffusen Strahlenspielen betören. Flechtenbewachsene Steine mit ihrem ganz speziellen Graugrün, die unverwandt unter bedächtig schwingenden Tannenzweigen ausharren. Die Kraft des Waldes wird nun auch von der Forschung bestätigt. Derzeit häufen sich Erkenntnisse, die den starken positiven Einfluss des Waldes auf unser Immunsystem, auf unsere Psyche beweisen. In Japan ist sogenanntes Waldbaden und Waldatmen sogar schon eine staatlich anerkannte Therapieform.



Freilich unterliegt auch Wissenschaft dem Zeitgeist: Die Walderkenntnisse singen dem Analogen, dem Entrücken, dem Sich-Ausklinken aus einer immer schneller werdenden Welt ein Loblied; es sind, gewiss, Erkenntnisse, die wir derzeit einfach gerne hören. Dennoch, allen Wissenschaftsmoden zum Trotz: Es ist wichtig, dass die Liebe zum Wald nicht nur der Esoterik überlassen wird: Nicht alle, die bekennen, den Wald richtiggehend zu brauchen, sind talisman­tragende Bäume-Umarmer, die im Alltag etwas neben der Spur stehen.

Die Anerkennung seitens der Wissenschaft freut auch Dr. Christine Müller. Sie ist die ärztliche Leiterin des Ausnahmehotels Das Kranzbach bei Garmisch-Partenkirchen. Müller beschäftigt sich schon länger mit dem Phänomen Wald und Gesundheit. So weiß sie etwa zu berichten, dass schon ein kleiner Waldspaziergang das Blutbild verändert. Sie erzählt von Terpenen, jenen flüchtigen Stoffen, die vor allem Nadelbäume abgeben und die dem Wald zur internen Kommunikation dienen. „Von der Zirbe weiß man schon lange, dass sie den Pulsschlag verlangsamen, den Blutdruck senken und generell unsere Schlaffähigkeit fördern kann.“ Der Mensch habe, meint Müller, die Möglichkeit, hier einbezogen zu werden. „Letztendlich passiert das automatisch. Die Terpene wirken wie kleine Medikamente, wie eine Aromadusche, in die man sich stellen kann.“ Es braucht dafür nur einen unberührten Wald. Keine schüttere Ansammlung von Bäumen, die nach wenigen Metern bereits von der nächsten Straße unterbrochen wird, sondern einen Wald, der diesen Namen verdient und wo Bäume wie Boden jahrzehntelang Zeit hatten, ihr unsichtbares Kommunikationssystem aufzubauen. Einen Wald wie jenen, in dem das Kranzbach liegt.



Aber was heißt Wald! Es sind Wälder, Wälder und abermals Wälder. Dieses mit vier Lilien ausgezeichnete Hotel liegt in völliger Abgeschiedenheit auf buckeligen Wiesen inmitten der Bayerischen Staatsforste, die Anreise erfolgt über eine eigene kleine Mautstraße. Von den wunderbar großen Außenpools blickt man ebenso auf die Wälder wie von der überdachten Frischluftterrasse des riesigen Ladys-Spas oder von der Panoramasauna.



Im Kranzbach, diesem so stilvollen wie eigensinnigen Ensemble aus einem historischen steinernen Haupthaus und einem modernen Holzzubau, hat man sich den Wald zunutze gemacht, hat ihn durch Vollholzinterieurs in vielen Gästezimmern geradezu ins Haus hereingeholt. Man zieht ihn im Yogaraum im Obergeschoß des Top-Spas mittels raumhoher Fenster gleichsam ins Innere. Man hat ihn mit der Baumhaus-Suite samt Terrasse, nur 100 m vom Haupthaus entfernt, tatsächlich zum Lebens-Raum gemacht. Ein ehemaliger Jägerhochstand wurde zu einem Reading Nest umfunktioniert. Und Yoga sowie Meditation werden auch mitten im Wald, an einem so wundersamen wie einnehmend schönen Kraftort, abgehalten. Hier steht eine große Plattform aus Holz, auf der die erfahrenen Trainer des Kranzbach ihre Stunden geben. Einatmen. Ausatmen. Waldatmen.

Mehr: Das Kranzbach, Fon +49-(0)8823-928000 und www.daskranzbach.de, www.relax-guide.com

Fotos: Das Kranzbach

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