Feministinnen beschädigen deutsche Sprache

Wissenvon Christian Werner 5. April 2016

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Während anderswo Frauen versklavt, gesteinigt, beschnitten oder zur Prostitution gezwungen werden, kämpfen Feministinnen hierzulande darum, überall ausdrücklich geschlechtsspezifisch oder zumindest geschlechtsneutral genannt zu werden, alles andere sei schlechthin frauenverachtend und Ausdruck des verhassten Patriarchats. So kommt es sprachlichen Ungeheuern wie etwa „Studenten und Studentinnen“, zu „StudentInnen“ oder „Studierenden“ – dort, wo man bislang Studenten gesagt hatte. Korrekt freilich, da es beim Wort Studenten ja nicht um das Geschlecht, sondern um die Funktion geht, die beide Geschlechter umfasst.

Mittlerweile ist man bereits dazu übergegangen, Mitarbeiter als „Mitarbeitende“, Lehrlinge als „Lernende“ oder Lehrer als „Lehrende“ zu bezeichnen. Dass dies haarsträubend falsches Deutsch ist, scheint offensichtlich niemand zu stören. Dabei drückt das Partizip Präsens, wie sein Name bereits sagt, eine momentane und abschließende Tätigkeit aus. Deshalb heißt es ja auch: Die Polizei fasste den Flüchtenden. Und deshalb ist eine Gebärende eben keine Gebärerin, da diese unentwegt und ohne Pause Babys gebären würde. Ein Studierender ist demnach einer, der etwa gerade einen Bericht studiert, dafür muss er aber kein Student sein. Ein Mitarbeitender indes ist einer, der gerade an einer Sache mitarbeitet, was ihn aber freilich nicht zu einem Firmenangehörigen macht. Also: Ein Mitarbeitender ist gar kein Mitarbeiter, ein Studierender ist kein gar Student.

Ungeachtet dessen geht die Vergewaltigung der deutschen Sprache wohl weiter. Aus Schriftstellern werden Schriftstellende, aus Rennfahrern Rennfahrende, auch der Steuerzahler wird dem Steuerzahlenden weichen müssen. Die österreichische Polizei musste vor wenigen Monaten Millionen von Strafzetteln einstampfen, weil eine gegenderte Anrede von „Lenker“ fehlte. Fazit: Die Feministinnen beschädigen mit blindem Eifer unser Deutsch, und wir lassen sie bereitwillig gewähren. Warum?

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