Lasst uns in Ruhe!

RELAX Magazin von Redaktion RELAX Magazin 5. Mai 2015

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Unsere Kinder sind überfördert, überbehütet und schrecklich verwöhnt. Also so kaputt wie niemals zuvor in der Zivilisationsgeschichte. Anstatt sie mit Aufmerksamkeit zuzuschütten, sollten wir sie einfach in Ruhe lassen.

Als die kanadische Pädagogin Shimi Kang in den Rückspiegel ihres Wagens blickte, schossen ihr die Tränen in die Augen. Ihr vierjähriger Sohn sah mit diesem leeren Blick aus dem Fenster, den man eigentlich nur von desillusionierten Erwachsenen kennt. Als sie ihn fragte, was denn los sei, antwortete der Bub: „Ich will nicht zum Klavierunterricht. Ich will einfach nur spielen.“ Und es klang, als hinge sein Leben davon ab. In diesem Moment erkannte Kang, dass sie genau zu der Mutter geworden war, vor der sie selbst immer gewarnt hatte. Zu einer Mutter, die ihrem Kind die Kindheit raubt.

Und diese Mütter waren überall. „Ich habe einfach gemacht, was alle machen“, erinnert sich Kang. Heute hat sie dafür nur mehr ein Wort übrig: Irrsinn. „Was mich erstaunt, ist die Tatsache, dass von all den Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen, mit denen ich zu tun habe, von Kindern bis zu Senioren, von Obdachlosen bis zu Prominenten, keine Gruppe mehr menschlichen Irrsinn und gedankenloses Funktionieren an den Tag legt als die Eltern des 21. Jahrhunderts.“ In ihrem Buch „Das Delfin-Prinzip: Gute Erziehung – glückliche und starke Kinder“ predigt die Pädagogin nun einen entspannten und spielerischen Zugang. Und zwar für Eltern und Kinder.

Wer sein Kind liebt, der züchtigt es

Dabei ist das, was wir Erziehung nennen, ein junges Phänomen. Bis ins 18. Jahrhundert wurden Kinder bestenfalls ignoriert, falls sie nicht gerade getötet, ausgesetzt, geschlagen, gequält, misshandelt oder zu körperlicher Schwerstarbeit gezwungen wurden. Die Wissenschaft geht davon aus, dass die Hälfte in einem Dämmerzustand irgendwo zwischen Leben und Tod dahinvegetierte. Streng genommen gab es nicht einmal eine Kindheit, da der Begriff ja überhaupt nicht existierte. Der Nachwuchs wurde als kleiner und vor allem nutzloser Erwachsener betrachtet. Dementsprechend waren etwa sexuelle Übergriffe auf Kinder keine große Sache, wie Schriften der Sumerer, Babylonier, Griechen und Römer belegen.

Erst als die Kirche Mitte des 17. Jahrhunderts im Zuge der Aufklärung an Einfluss zugunsten der Wissenschaft verlor, fragten sich Denker, ob diese kleinen Wesen nicht vielleicht doch etwas anderes sein könnten als Mini-Erwachsene. Der englische Philosoph John Locke formulierte als Erster so etwas wie einen Erziehungsansatz: Der Mensch sei bei seiner Geburt ein leeres Blatt, das erst beschrieben werden müsse.

Beim Beschreiben der kleinen leeren Blätter war man freilich nicht zimperlich. „Wer sein Kind liebt, der züchtigt es“, hieß es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Mit dem Rohrstock wurde den Kleinen von Lehrern Zucht, Ordnung und Obrigkeitsglauben eingeprügelt. Zuhause war die Erziehung ausschließlich in weiblicher Hand. Der Vater begnügte sich mit seiner Rolle als Eigentümer von Frau und Kindern.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begannen fortschrittliche Erzieher erstmals, das Terrorregime abzulehnen. Reformpädagogen wie der Schweizer Johann Heinrich Pestalozzi, die Italienerin Maria Montessori oder der Brite Alexander Sutherland Neill setzten sich für eine Erziehung „vom Kinde aus“ ein. Ziel war es, das Kind als Individuum zu achten und seine in ihm schlummernde Kreativität zu wecken. Anstatt zu obrigkeitsgläubigen Musterbürgern sollte der Nachwuchs zu selbständigen Menschen erzogen werden. Noch heute ist der Grundsatz der Montessori-Pädagogik „Hilf mir, es selbst zu tun“.

Mit der Machtübernahme der Nazis war es mit den selbständigen Individuen schnell wieder vorbei. Die Kinder wurden einer „völkischen Erziehung“ unterzogen, die sich aus den Fächern Anti-Intellektualität, Anti-Humanismus, Rassismus und Führerkult zusammensetzte. Bereits im Kindergarten wurde versucht, den „neuen Menschen“ zu formen. Hitler selbst gab die Marschrichtung vor: „Meine Pädagogik ist hart. Das Schwache muss weggehämmert werden. In meinen Ordensburgen wird eine Jugend heranwachsen, vor der sich die Welt erschrecken wird. Eine gewalttätige, herrische, unerschrockene, grausame Jugend will ich. Schmerzen muss sie ertragen. Es darf nichts Schwaches und Zärtliches an ihr sein. Das freie, herrliche Raubtier muss erst wieder aus ihren Augen blitzen. Stark und schön will ich meine Jugend ... So kann ich das Neue schaffen.“

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatten die Menschen vorerst andere Sorgen als die Erziehung ihrer Kinder. Erst in den 1950er Jahren entstand ein neues Idealbild, das bis heute als Grundlage für die Erziehung vieler Eltern dient: die gute Kinderstube. Kinderstube deshalb, da die Pädagogen der Ansicht waren, dass man gar nicht früh genug die Gesetze des guten Tons lernen könne. Schon Kleinkinder sollten an Ordnung und Sauberkeit gewöhnt werden. Von den Größeren wurden perfekte Tischmanieren, eine aufrechte Haltung und ganz generell ein gutes Benehmen erwartet. „Man muss den Kleinen begreiflich machen, dass man beim Nasebohren hässlich aussieht, dass man sich auch appetitlich die Nase putzen kann, wie man artig Händchen gibt oder eine kleine Verbeugung macht“, heißt es etwa in Gertrud Ohems „Einmaleins des guten Tons“ (Gütersloh 1955).

Erstmals rückt das Kind in den Mittelpunkt

Obwohl die Studentenbewegung von 1968 ein eher kurzfristiges Phänomen gewesen ist, hallen viele ihrer Konzepte – besonders bei der Kindererziehung – bis heute nach. Die jungen Revoluzzer drehten die Idealvorstellung vor rund 45 Jahren jedenfalls komplett um: Anstatt in einer „guten Stube“ wuchs der Nachwuchs in eigenen Kinderläden heran, wo er antiautoritär bewusst in Ungehorsam und Kritikfähigkeit geschult wurde. Die aufkommende Antipädagogikbewegung trat überhaupt dafür ein, die Kinder sich selbst zu überlassen. Erziehung ist Gehirnwäsche, waren sie überzeugt.

In dieser Zeit wurde auch der entscheidende Paradigmenwechsel bei der Erziehung vollzogen: Nach Jahrhunderten, in denen die Bedürfnisse der Kinder beinahe vollkommen ignoriert wurden, standen sie plötzlich im Mittelpunkt. An die Stelle des Gehorsams trat die Entfaltung, an die Stelle der Disziplin die liebevolle Förderung. Gegensätze, die auch heute noch moderne Erziehungsdebatten dominieren.

Auch zuhause stieg der Stellenwert des Nachwuchses. Plötzlich waren die Eltern dafür zuständig, dem Kind größtmögliches Glück und Wohlergehen zu ermöglichen. Sogar in der UN-Kindercharta ist nicht nur explizit festgeschrieben, dass jedes Kind ein Recht auf Leben und Überleben hat, sondern auch den angeborenen Anspruch auf „bestmögliche Entwicklungschancen“. Die neuen Erziehungszauberworte hießen Selbstentfaltung, Empathie und Zuneigung.

Durch die zunehmende Verstädterung veränderte sich zudem auch das soziale Umfeld. Wurden die Kinder früher entweder im großen Familienverband oder gemeinsam von mehreren Frauen im Dorf erzogen, so lebten ab den 1970er Jahren Familien zunehmend isoliert in verschiedenen Wohnungen in Ballungszentren. An die Stelle überlieferter Erziehungsmethoden traten Ratschläge von Pädagogen, Psychologen und Ärzten. Aus den Kinderzimmern der westlichen Welt wurden Versuchslabore für die unsinnigsten pädagogischen Theorien.

Wie weit diese Theorien gehen können, zeigt die vor allem in den USA weit verbreitete bindungsorientierte Erziehung („Attachment Parenting“), die von dem Kinderarzt und achtfachen Vater William Sears entwickelt wurde. Die Bedürfnisse des Babys bzw. Kleinkindes werden dabei komplett in den Mittelpunkt gerückt. Die Eltern werden zu Erfüllungsgehilfen degradiert, die 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche auf jede Regung reagieren müssen.

Aggressionen haben im Attachment Parenting nichts verloren. Unerwünschtes Verhalten wird in positiver und liebevoller Weise korrigiert. Einige Eltern lassen sogar zu, dass ihr Kind sie körperlich attackiert. Beim Stillen bestimmt das Baby nicht nur, wann und wie lange es trinkt, sondern auch, bis zu welchem Lebensjahr. Es ist keine Seltenheit, dass beim Attachment Parenting noch Vierjährige die Brust bekommen.

Obwohl inzwischen Tausende von Eltern vom Attachment Parenting überzeugt sind, steht es empirisch auf sehr wackeligen Füßen. Einen eindeutigen Beweis dafür, dass diese Methode tatsächlich selbstbewusste, lebenstaugliche Kinder hervorbringt, gibt es bisher nicht. Dafür sind unzählige Fälle von Burnout insbesondere von Müttern dokumentiert, die vom Attachment Parenting vollkommen überfordert waren.

Attachment Parenting mag extrem anmuten, das Phänomen der Überbehütung ist inzwischen aber banaler Alltag geworden. Eltern, die ihre Kinder gleichsam an der Nabelschnur durchs Leben ziehen, haben bereits einen Namen: Helikopter-Eltern. Sie halten sich permanent in der Nähe ihres Nachwuchses auf, überwachen kontrollwahnhaft Freizeitaktivitäten und Freundesauswahl und sind generell damit beschäftigt, jedes erdenkliche Unheil von ihren Kindern fernzuhalten. Gleichzeitig wird das Kleine materiell verwöhnt und jeder noch so abstruse Wunsch erfüllt.

„Von außen betrachtet, wirkt das Familienleben perfekt. Die Eltern besuchen jede Schulaufführung und jedes Fußballspiel ihrer Kinder. Sie kennen alle Freunde ihrer Kinder und die Berufe der Eltern. Wenn die Schulleistungen abfallen, organisieren sie Nachhilfe. Doch in ihrer Erziehungsarbeit konzentrieren sich Helikopter-Eltern auf das ‚Mikromanagement‘ der wechselnden Launen des Kindes, auf spontane Ängste und materielle Forderungen. Sie bügeln Fehler ihrer Kinder aus, bevor diese daraus lernen können. Gleichzeitig üben diese Eltern ungeheuren Bildungsdruck aus: Leistungen in der Schule und im Sport werden als wichtiges Familienerzeugnis interpretiert“, kritisiert die amerikanische Familientherapeutin Wendy Mogel, die schon vor Jahren die Ursache für die seelische Instabilität vieler wohlbehüteter Mittelschichtkinder suchte.

Eltern, die krampfhaft nur das Beste für ihr Kind wollen, erreichen, so Mogel, gerade das Gegenteil: Da das Kind immer im Mittelpunkt steht, fehlt ihm die Orientierung an Vorbildern. Gleichzeitig werden ihm eigene Entscheidungen verwehrt, das Trainieren selbständigen Denkens und Handelns unterbleibt. Durch das Erfüllen aller materiellen Wünsche ohne Leistung werden die Kinder anspruchsvoll und entwickeln überzogene Anforderungen an ihre Umwelt. Sie wollen von selbst nichts mehr leisten und haben eine enorm niedrige Frustrationstoleranz. Bei Kinderpsychologen werden sie demnach häufig Stammgäste.

Ohrfeigen von der Tigermutter

Die Ohrfeige für die überbesorgten Helikopter-Mütter kam in Form eines Artikels im Wall Street Journal. Unter dem Titel „Warum chinesische Mütter besser sind“ räumte die Jura-Professorin Amy Chua mit dem verweichlichten Erziehungsstil des Westens gründlich auf. Und wurde über Nacht zur meistgefürchteten und meistgehassten Mutter in den USA. Anstelle liebevollen Förderns empfiehlt Chua von Anfang an beinharte Disziplin, anstelle von gutem Zureden harte Strafen. „Du kannst deinem Kind noch so oft sagen: Du bist großartig, du kannst alles – am Ende muss es sich in der Welt bewähren, und da weht ein anderer Wind,“ argumentierte die Juristin im renommierten TV-Sender PBS.

In dem folgenden Buch „Battle Hymn of the Tiger Mother“ gewährte Amy Chua einen durchaus erschreckenden Einblick in ihre eigenen Erziehungsmethoden. Ihre Töchter Sophia und Lulu durften niemals fernsehen oder am Computer spielen. Bei Freundinnen zu übernachten war absolut undenkbar. Dafür mussten sie zwei Stunden am Tag Mathematik lernen und mindestens zwei Stunden Geige oder Klavier üben. Bis auf Sport und Kunst wurden als Noten nur Einsen akzeptiert. Bei schlechteren Bewertungen drohte die Professorin ihren Kindern gerne damit, ihre Lieblingsstofftiere zu verbrennen.

Auch wenn die Thesen von Chua mehrheitlich abgelehnt werden, gibt ihr die Realität auf den ersten Blick recht. Asiatische Schüler schneiden bei Pisa-Tests meist wesentlich besser ab als ihre westlichen Kollegen. Sie ergattern auch überdurchschnittlich oft die heiß begehrten Plätze an Elite-Unis wie Harvard, Yale oder Princeton.

Dementsprechend vor den Kopf gestoßen waren die Helikopter-Mütter. Wie sollten ihre verzärtelten Lieblinge nur jemals in einer globalisierten, wirtschaftlich aus den Fugen geratenen Welt mit den chinesischen Kampfrobotern mithalten können? Diese Sorge hatte für die Kinder fürchterliche Konsequenzen. Zur Überbehütung gesellten sich Geigenunterricht, private Lerngruppen und Förderkurse aller Arten.

Die Folge: Junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren sind heute am stärksten von psychischen Erkrankungen betroffen. Depression droht bis 2020 die zweithäufigste Erkrankung – nach Herzstörungen – in Industrieländern zu werden. Medikamentenmissbrauch gehört zu den massivsten Gesundheitsproblemen, wobei Studenten die am stärksten wachsende Untergruppe sind. Es sterben mehr junge Menschen durch Selbstmord als durch Kriminalität und Krieg zusammengenommen. Und weltweit steigt die Zahl der Kinder, die unter Stress, Ängsten, Schlafmangel und Schlaflosigkeit leiden.

Lasst sie in Ruhe spielen!

Pädagogen raten Eltern heute vor allem eines: „Hört auf mit eurem unsäglichen Verwöhnen und eurem zwanghaften Förder- und Kontrollwahn! Versucht stattdessen, Kinder zu emotionaler Stabilität, Widerstandsfähigkeit und Selbstständigkeit zu erziehen. Außerdem solltet ihr dringend den Fuß vom Gaspedal nehmen. Anstatt die Freizeit durchgeplant in drei verschiedenen Vereinen zu verbringen, wäre es besser, einfach wieder in den Wald, ins Schwimmbad oder auf den Spielplatz zu gehen.“

Sind die Kinder wieder mehr auf sich alleine gestellt, passiert nämlich etwas ganz Wunderbares: Sie beginnen zu spielen. Phantasievoll, frei und lebendig. Und dabei werden aus reiner Freude die wichtigsten menschlichen Fähigkeiten geübt. Sie lernen, Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen. Sie lernen, Fehlschläge hinzunehmen, sie werden ermutigt, Neues zu entdecken, sie entwickeln Teamfähigkeit und Erfindungsreichtum. „Im Spiel lernen wir auch, Probleme zu lösen und kreativ zu sein“, unterstreicht Shimi Kang.

Aus ihrer Verantwortung werden die Eltern aber naturgemäß nicht entlassen. Bei der autoritativen Erziehung, wie sie Shimi Kang predigt, bleiben sie die eindeutigen Autoritätspersonen und legen klare Regeln und Leitlinien fest. Gleichzeit unterstützen sie aber ihre Kinder und gehen auf deren emotionale Bedürfnisse ein. „Ihre Vorstellung von Disziplin beinhaltet selbstsicheres Auftreten statt Verbote und Unterstützung statt Strafe“, so die kanadische Pädagogin.

Auch in den Bildungseinrichtungen muss kein militärischer Drill herrschen, damit die Schüler später gute Chancen im Berufsleben haben. Das beste Beispiel dafür ist Finnland. Als einziges nicht-asiatisches Land kam es problemlos unter die Top Fünf der jüngsten Pisa-Studie. Und das, obwohl das Bildungssystem dort alles andere als autoritär ist. Die Kinder werden erst mit sieben Jahren eingeschult, kreatives Spielen wird extrem gefördert – in der Volksschule sind täglich gleich 75 Minuten dafür reserviert.

Bildung wird als langsamer Prozess verstanden, der bei jedem Kind verschieden abläuft. Auf standardisierte Tests wird dementsprechend verzichtet. Es gibt auch keine Hausaufgaben, und Schularbeiten werden erst im Teenageralter geschrieben. Zusätzlich ist das System auch noch wesentlich billiger als etwa jenes der USA – obwohl die Lehrer gut bezahlt und gesellschaftlich hoch angesehen sind.

Die Geheimnisse der Finnen heißen Kooperation und Spaß am Lernen: Anstatt sich mit Ellbogeneinsatz in einem konkurrenzbetonten Schulschlachtfeld durchsetzen zu müssen, lernen die Schüler, dass ihre Anliegen berechtigt und dass sie sowohl wichtige Individuen als auch Teil einer Gruppe sind. „Es ist leicht zu erkennen, dass das finnische Bildungsmodell darauf abzielt, bei den Schülern eine Entwicklung einer inneren Kontrollinstanz zu fördern“, so Shimi Kang.

Die asiatischen Ellbogensysteme haben außerdem einen gewaltigen Nachteil: Wenn es nicht um pure Leistung, sondern um Kreativität und Einfallsreichtum geht, schneiden ihre Absolventen außerordentlich schlecht ab. So brachte China (gerechnet pro 10 Millionen Menschen) bisher 0,06 Nobelpreisträger hervor, Südkorea 0,205 und Japan 1,49. Aus Finnland stammten hingegen 7,1. „Die größten Erfinder, Entdecker und Künstler wurden von ihren Eltern nicht gefördert oder gezwungen. Sie waren von ihren Leidenschaften getrieben“, begründet Kang.

Zum Weiterlesen:
Shimi Kang: „Das Delfin-Prinzip. Gute Erziehung – glückliche und starke Kinder“; Mosaik-Verlag, 19,90 Euro.
Amy Chua: „Die Mutter des Erfolgs: Wie ich meinen Kindern das Siegen beibrachte“; Nagel & Kimche, 19,90 Euro.
Sam Apple: „Die merkwürdigen aber wahren Abenteuer des Sam Apple nach der Paarung“; btb, 19,90 Euro.

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