Man wird doch noch fragen dürfen III

RELAX Magazin von Redaktion RELAX Magazin 4. März 2013

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Auf vielfachen Leserwunsch: der dritte Teil – weitere 80 unserer dringlichsten Fragen an das moderne Leben. Auch sie verhelfen ganz ohne Antworten zu neuen Erkenntnissen!

1. Darf man Politiker ungestraft als „Worthülsenfrüchtchen“ bezeichnen?

2. Bist du alt, wenn sie deine Musik im Supermarkt spielen?

3. Muss man, obwohl die Medien gebetsmühlenartig das Gegenteil behaupten, vor seinem Anlageberater mehr Angst haben als vor der al-Qaida?

4. Was soll man von den Gerichten halten, wenn Scheidungsprozesse länger dauern als die Ehen, die geschieden werden sollen?

5. Kann man sagen, dass die Verspätung der Gendefekt der staatlichen Eisenbahn ist?

6. Wieso hat man eigentlich immer weniger Zeit, wo doch angeblich alles immer effizienter wird?

7. Wenn man – wie der Fall Didier Jambart in Frankreich gezeigt hat – durch ein Medikament schwul werden kann, gibt es dann auch Medikamente, um Homosexualität zu heilen?

8. Was soll man eigentlich vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte halten, der in 150.000 unerledigten Fällen versinkt? Und: Wie viele Menschen werden den Ausgang ihres Verfahrens noch erleben?

9. Wie viel Gewinn muss ein Pharmariese wie GlaxoSmithKline machen, dass er wie vor kurzem drei Milliarden Dollar zahlen kann, um einen Betrugsprozess gegen ihn abzuwenden? Und ist es überhaupt rechtens, dass man was bezahlt, um nicht angeklagt zu werden?

10. Warum sind immer öfter Dinge zwar rechtens, aber nicht richtig?

11. Wenn Handystrahlung wirklich unschädlich ist, warum gibt es dann weltweit keine einzige Versicherung, die gesundheitliche Schäden durch Mobilfunknetze versichert?

12. Darf man die EU-Bürokratie als „Streichelzoo für Heuschrecken“ bezeichnen?

13. Heißt es eigentlich deshalb „Unschuldsvermutung“, weil sich bei Verfahren gegen korrupte Politiker und ihre Hintermänner fast immer deren völlige Unschuld herausstellt?

14. Ist man alt, wenn man feststellt, dass die Kinofilme der 1970er Jahre fast immer besser sind als die von heute?

15. Gibt es in den EU-Ländern eine einzige Hausfrau, die ernsthaft behaupten kann, die Einführung des Euro hätte sich positiv auf ihr Haushaltsbudget ausgewirkt?

16. Darf man sagen, dass die sogenannte Demokratie dazu geführt hat, dass sich eine Politikerkaste mit Eigeninteressen ausgebildet hat und dass diese am Ausbau ihrer Macht sichtlich mehr interessiert ist als am Wohl des Landes?

17. Kommt die Windelsteuer für Familien mit Kindern, weil diese die Umwelt mehr belasten?

18. Warum ist der Dieselpreis so hoch, wo doch die Grünen gar nicht in der Regierung sind?

19. Wenn Geld alles ist, was ist dann nichts?

20. Bei 4.010 Verkehrstoten und 990 Drogentoten (Deutschland): Darf man sagen, es steht 1:0 für die Mohnfelder?

21. Was zeigt es uns, wenn Banken in allen Metropolen der Welt die jeweils größten Gebäude besitzen (und zudem noch ganze Stadtviertel)?

22. Wenn man körperlich krank ist, dann fühlt man sich auch krank. Wie aber kommt es, dass viele, die psychisch krank sind, sich gerade besonders gesund fühlen?

23. Ist es Unverständnis für die Bedürfnisse von Prominenten, wenn man sagt, auf dem Wiener Opernball treffen 500 kg Silikon und 500 Jahre Gefängnisstrafe aufeinander?

24. Wäre es möglich, dass der Bankrott unseres Bildungssystems politisch gewünscht ist, weil dumme Menschen nicht erkennen können, welche Gestalten sich unter den Regierenden zusammenfinden?

25. Bisher schützte der Rechtsstaat jene, die bereits etwas getan haben, mit der Unschuldsvermutung. Dagegen kommt der moderne Überwachungsstaat mit der Schuldvermutung für all jene, die vielleicht gefährlich werden könnten, über uns. Hat daher heute ein tatsächlicher Straftäter bereits mehr Rechte als ein potenzieller Gefährder?

26. Warum dürfen die Namen von Gammelfleisch-Großhändlern nicht öffentlich genannt werden? Und warum werden solche Verbrecher von den Regierungen gedeckt?

27. Warum gibt es im Strafgesetzbuch keinen Paragraphen für arglistige Täuschung des Wählers?

28. Wann wird es sich in Städten herumgesprochen haben, dass man für Asphaltstraßen gar keine Geländewagen braucht?

29. Ist man gehässig, wenn man fordert, dass holländische Agro-Industrielle ihr Gemüse selber essen müssen? Alles?

30. Ist es nicht vollkommen falsch, von „Casinokapitalismus“ zu sprechen, wenn es doch in jedem Spielcasino strenge Regeln und eine Oberaufsicht gibt und sich zudem jene, die sich so richtig verzockt haben, es mit ihrem eigenen Geld getan haben und sich danach wenigstens erschießen?

31. Wer wird heute noch Politiker?

32. Ist es für emanzipierte Frauen eine Beleidigung, wenn man ihnen in den Mantel helfen will?

33. Sollte man das Sprichwort „Hochmut kommt vor dem Fall“ angesichts heutiger finanzieller Verhältnisse nicht auf „Hochmut kommt vor dem Kontoauszug“ ändern?

34. Was hat man sich in der Stadtverwaltung von Barcelona dabei gedacht, ausgerechnet den George-Orwell-Platz mit Videokameras zu überwachen?

35. Darf man sagen, dass uns die meisten Medien nur betreutes Denken liefern? Und: Wie wirkt sich das aus?

36. Darf man ungestraft sagen, dass Wahlen verboten wären, wenn sie etwas ändern würden?

37. Darf man sagen, Provinz ist da, wo man Lehrer zu den Intellektuellen zählt?

38. Wenn der Irakkrieg täglich 200 Millionen US-Dollar verschlungen hat: Was hätte man mit diesem vielen Geld noch alles anfangen können?

39. Waren die Zeiten früher, als man noch das kleinere Übel wählen konnte, besser? Und: Von welcher Partei kann man das heute noch sagen?

40. Wenn sich die Finanzmärkte als so unglaublich schädlich für die Realwirtschaft erweisen, warum schafft sie dann niemand ab?

41. Warum mag man Feuerwehrmänner eher als Brandschutzbeauftragte?

42. Kaufen Kapitäne Wasserbetten?

43. Warum kann die deutsche Commerzbank für 2011 völlig legal 640 Millionen Euro Gewinn ausweisen, wenn sie doch tatsächlich rund das Sechsfache (3,6 Milliarden) Verlust gemacht hat?

44. Warum heißt die Klimakatastrophe („Wort des Jahres 2007“) seit 2008 (Ausbruch der Wirtschaftskrise) Klimawandel?

45. Was sagt es uns, dass der 10. Jahrestag der Euro-Einführung in aller Stille begangen wurde? Und wer erinnert sich noch an die Euro-Lobeshymnen von Schröder (damaliger deutscher SPD-Bundeskanzler, heute Lobbyist und Direktor eines Ölmultis), Prodi (damaliger EU-Kommissionspräsident, Berater von Goldman Sachs) und die falschen Versprechungen von Brigitte Ederer (SPÖ-Finanzministerin, heute Vorstandsmitglied der Siemens AG)?

46. Ist es nicht seltsam, dass das kleine, arme Griechenland mehr Panzer als jedes andere Nato-Land (im Verhältnis zur Bevölkerungsanzahl) hat?

47. Wie viele Taxifahrer finden heute noch ohne Navi ans Ziel?

48. Wie kommt es, dass, wenn der Staat wegen seiner unsäglichen Bürokratie versagt, manche Leute noch mehr Staat (mit noch mehr unsäglicher Bürokratie) fordern?

49. Was hülfe es dem Wild, wenn es den Jägern entgegenginge und sich freiwillig stellte?

50. Kann man sagen, Kindererziehung besteht hauptsächlich aus Bestechung, Erpressung und bewusster Manipulation?

51. Wann kommt die Helmpflicht für Fußgänger?

52. Alles wird reguliert, schön langsam alles verboten und bestraft. Wann wird das Schwimmen wegen Ertrinkungsgefahr verboten? Und: Frohlocken dann die Nichtschwimmer?

53. Wissen diejenigen, die alle unsicheren Aspekte des Lebens ausrotten wollen, dass sie damit dem Leben auch die Würze – und die Würde – nehmen?

54. Wissen Beautyredakteurinnen, wenn sie über Parfums schreiben, die nach Amber duften, dass es sich dabei um eine Substanz aus dem Verdauungstrakt von Pottwalen handelt?

55. Wie viele Tonnen Papier könnten weltweit pro Jahr eingespart werden, wenn man bei Meetings nur jene Visitenkarten annimmt, um die man auch gebeten hat?

56. Warum sehen Pastorinnen selbst in Zivilkleidung immer wie Pastorinnen aus?

57. Wer hätte noch vor kurzem denken wollen, dass der Sportwagenhersteller Porsche heute die meisten Autos bereits mit Dieselmotor (von Audi) verkauft?

58. Ist es gemein vom lieben Gott, wenn man als Mensch die ersten 30 Lebensjahre dazu braucht, um im Kopf alles halbwegs zu ordnen, und, kaum dass man es dann mühsam geschafft hat, sofort der körperliche Verfall beginnt?

59. Ist es fair, wenn man als Normalgewichtiger Übergepäck zahlen muss, ein Übergewichtiger mit leichterem Gepäck aber nicht?

60. Wie oft schaffen es Keramikmesser durch die „Sicherheitsdetektoren“ an Flughäfen? Immer?

61. Geben wir unser Geld auf die Bank, weil wir ihr vertrauen oder weil wir keine Alternativen haben?

62. Warum müssen wir Bürger zahlen, damit es der Finanzindustrie gut geht? Und: Sollte es nicht umgekehrt sein?

63. Wie ist es möglich, dass ein (ursprünglicher und angeblicher) pakistanischer Flüchtling (nun mit Schweizer Pass) in fünf Jahren fast 550.000 Franken für seine sechsköpfige Familie an Sozialhilfe beziehen konnte, während er im selben Zeitraum Millionengeschäfte als Waffenschieber tätigte? Und warum wird ein derartiger Betrug am Steuerzahler nur mit bedingtem Zuchthausaufenthalt bestraft?

64. Warum wird Sozialhilfemissbrauch in den Medien nicht thematisiert?

65. Wie ist es möglich, dass auf der Suche nach einer 25-Wochenstunden-Putzfrau 97 Prozent der Bewerberinnen nur schwarz arbeiten wollen und das ungeniert damit begründen, dass sie ihr Sozialhilfegeld nicht verlieren wollen?

66. Darf man als Single-Frau beim Flirten in Bezug auf das eigene Alter lügen?

67. Warum gibt es Berufsverbote für Lehrer, nicht jedoch für Anlageberater?

68. Warum ist es noch immer nicht wissenschaftlich belegt, dass Frauen im Schnitt alle 50 Autobahnkilometer auf die Toilette müssen (und dass die ersten 50 Kilometer nach dem Losfahren bereits nach zehn Minuten erreicht sind)?

69. Warum wollen die meisten Autofahrer ein Cabrio haben, kaufen aber dann doch ein geschlossenes Auto? Und warum gibt es gerade in heißen Ländern (Italien, Spanien, Griechenland) viel weniger Cabrios als bei uns?

70. Warum haben Autos von Mercedes neuerdings ein so halbstarkes und prolliges Outfit? Ist es Orientierung am Geschmack der Zielgruppe? Und: Sind es die Chinesen?

71. Warum kostet ein durchschnittlicher Kinderwagen heute so viel wie das erste Auto, das man einst gefahren ist?

72. Warum hat Baden-Württemberg keine 20 Millionen Euro für den täglichen Apfel in der Schule, aber fünf Milliarden für die spekulierende Landesbank?

73. Wann endlich wird Korrektheit unmodern und wird man alle Korrektheitsfanatiker in die Wüste schicken?

74. Ist der Campingurlaub nicht genau genommen ein Zustand der eigenen Verwahrlosung, den man nur fälschlich für Erholung hält?

75. Wie aussagekräftig sind Wahlen, wenn 1989 die SED (in der DDR) noch 90 Prozent der Stimmen erhielt, aber bereits fünf Monate später gar nicht mehr existierte?

76. Warum sehen echte Arschlöcher immer genau so aus, wie man sie sich vorstellt?

77. Darf man sagen, wir leben in einem Korruptionssumpf von unglaublichen Ausmaßen, wenn man hört, dass 2009 am Finanzamt Frankfurt vier hochverdiente Top-Steuerfahnder, die im Kampf gegen Großsteuerbetrüger (Commerzbank, Lichtensteinkonten …) mehr als eine Milliarde an hinterzogenen Steuern aufgespürt haben, mithilfe psychiatrischer Gefälligkeitsgutachten („lebenslange Dienstunfähigkeit wegen paranoid-querulatorischer Grundeinstellung“) mit Mitte vierzig zwangspensioniert wurden? Und darf man vermuten, dass das Ziel dahinter war, Großsteuerbetrüger amtlicherseits zu schonen?

78. Darf man sagen, in der DDR kann es nicht viel anders gewesen sein, wenn man hört, dass ein Bayer 2003 mehr als 100 Seiten Unterlagen fand, die nahelegten, dass die damals mehrheitlich im Besitz des Landes Bayern stehende Hypo-Vereinsbank (HVB) für prominente Kunden systematisch Beihilfe zu Geldwäsche und Steuerhinterziehung in großem Stil geleistet hat, und er die Unterlagen dem Landgericht Nürnberg-Fürth übergab, worauf ihn dieses Gericht mithilfe eines psychiatrischen Gutachtens in eine geschlossene Anstalt einweisen ließ, wo er bis heute eingesperrt ist?

79. Wie ist es möglich, dass die Firma Volkswagen über ein Jahrzehnt lang originale Bordellbelege in der Finanzbuchhaltung abgerechnet hat? Und wieso ist das weder der Buchhaltung noch der Revision oder dem Finanzamt aufgefallen?

80. Bei sinkenden Einkommen, steigenden Preisen und wachsender Bürgerwut auf die Regierenden: Ist es nicht seltsam, dass die meisten Menschen ihre Stimme dennoch nur erheben, um im Supermarkt „Zweite Kassa aufmachen, bitte, zweite Kassa“ zu rufen?

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