Bücher von Frauen für Frauen

Lebenvon Christian Werner 1. Mai 2005

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Die Redakteurinnen des RELAX Guides empfehlen den RELAX Leserinnen Bücher, die sie fasziniert haben.

Senden Sie uns Ihren Lieblingstitel und schreiben Sie uns wie und warum dieses Buch Ihr Leben beeinflusst hat. Die fünf schönsten und ergreifendsten Statements werden, gemeinsam mit den Büchern, im RELAX Newsletter Juni publiziert. office@relax-guide.com

Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest
Eva-Maria Zurhorst
Goldmann, Arkana
384 Seiten, ISBN 3-442-33722-4
Preis 18,90 Euro



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„Die meisten Scheidungen sind überflüssig“, glaubt Eva-Maria Zurhorst, die aus ihrer Erfahrung als Beziehungscoach reichlich Einblick hat in den Frust und die Rosenkriege vieler Paare. Der Wunsch, stets das Beste für sich zu wollen, wird heute meist begleitet von der Illusion, das Beste müsse auch mühelos zu bekommen sein: The easy way! Und wenn es die eine Partnerschaft nicht gebracht hat, dann vielleicht die nächste. Ein Muster, das die Autorin als „Boris-Becker-Phänomen“ bezeichnet. Zurhorst räumt gründlich auf mit der Erwartung, beim nächsten Partner werde alles anders. Sie beschreibt Partnerschaft als ebenso anspruchsvollen wie lohnenden Entwicklungsweg. Eine tiefe Beziehung und Liebe sind auch dort möglich, wo die Hoffnung vielleicht schon aufgegeben wurde. Ein flammendes Plädoyer für das Abenteuer Beziehungen und eine Liebeserklärung an die Ehe.

Ich, Safiya
Verurteilt zum Tod durch Steinigung
Safiya Hussaini
Blanvalet Verlag
208 Seiten, 30 Abbildungen, ISBN 3-7645-0183-9
Preis 19,90 Euro



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»Schuldig des Ehebruchs – Tod durch Steinigung«, so lautete der Urteilsspruch der Scharia, des islamischen Gerichts, im Prozess gegen Safiya Hussaini. Dieses Urteil löste wegen seiner archaischen Grausamkeit weltweit eine beispiellose Protestaktion aus, die Safiyas Leben rettete.

Safiyas Geschichte ist exemplarisch für die Rolle der islamischen Frau in Afrika – zwischen Tradition und Moderne –, die fest zur ihrer Heimat und ihrem Glauben steht. Safiya schafft Verständigung, weil sie beschreibt, aber nicht verurteilt. Ihre Haltung ruft uneingeschränkte Bewunderung hervor.

"Entscheidend ist in diesem Buchprojekt nicht die sensationelle Dramatik der Opferrolle, sondern die Perspektive des erfolgreichen Widerstands."
Tagesspiegel

Männerbeschaffungsmarketing
Mit der Harvard-Methode
den Richtigen finden
Rachel Greenwald
Mosaik bei Goldmann
416 Seiten, ISBN 3-442-39070-2
19,90 Euro



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Schön, klug und – allein. Ein Problem, das viele allein stehende Frauen über 35 haben und von denen man sagt, dass sie eher vom Tiger gefressen werden, als einen Mann zu finden. Wie falsch diese Annahme ist, beweist Rachel Greenwald mit ihrer Methode. An der Harvard-Business-School hat sie gelernt, wie man Produkte erfolgreich vermarktet. Warum nicht auch bei der Partnersuche? Sie plädiert in ihrem Buch dafür, bei der „Männerbeschaffung“ Marketing-Strategien aus dem Management-Bereich anzuwenden und gibt 15 todsichere Tipps: von der attraktiven Verpackung, einem individuellen Markenprofil, der Eroberung neuer Märkte, der Werbestrategie in eigener Sache über Nischen-Marketing, Direktwerbung, Telemarketing und Online-Dating bis hin zur Organisation von Partys und der Aufstellung eines Budget-Plans für die Partnersuche. Mit diesen innovativen Methoden, so die Erfahrung der Autorin, findet jede Frau einen Mann – und zwar nicht irgendeinen, sondern genau den richtigen.

"… 15 solcher Praxis-Tipps gibt die Harvard-Absolventin. Und mit denen soll jede Frau ruck, zuck einen Mann finden. Und zwar nicht irgendeinen, sondern genau den Richtigen!" Lea
"Sie wollen einen Mann? Kaufen Sie dieses Buch!" Fortune Magazine

Frauen, die lesen, sind gefährlich
Lesende Frauen in Malerei und Fotografie
Stefan Bollmann
Elisabeth Sandmann Verlag
160 Seiten, 100 Abbildungen, ISBN 393804506X
Preis 24,00 Euro



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Lesende in einem Moment der Intimität zu zeigen, faszinierte Künstler aller Epochen. Doch bis Frauen erlaubt ist zu lesen, was sie möchten, dauert es viele Jahrhunderte. Zunächst dürfen sie sticken, beten, Kinder hüten und kochen. In dem Moment aber, indem sie das Lesen als Möglichkeit begreifen, die enge Welt des Heims mit der unbegrenzten Welt der Gedanken, der Phantasie, aber auch des Wissens einzutauschen, werden sie zur Bedrohung. Lesende Frauen konnten sich durch die entsprechende Lektüre Wissen und Erfahrungen aneignen, die ursprünglich nicht für sie bestimmt waren.

Diesem spannenden Kapitel der Lesegeschichte von Frauen geht Stefan Bollmann mit einem Blick fürs Detail nach. Die ausgewählten Gemälde, Zeichnungen und Fotografien werden in kurzen Begleittexten vorgestellt. Auf diese Weise erfährt die geschätzte Leserin oder der geneigte Betrachter mehr über einen Künstler, den Zeitgeist und eine ganze Epoche.

»Frauen, die lesen, sind gefährlich« funktioniert wie ein imaginäres Museum. Vor- und zurückblätternd kann darin flaniert, können Augenblicke erhascht und Zusammenhänge »ersehen« werden. Die Bilder stammen von bekannten wie noch (oder wieder) zu entdeckenden Künstlern.

Elke Heidenreich, die nicht nur eine begeisterte Leserin ist, sondern auch weiß, wie gefährlich das Lesen sein kann, sammelt selbst Darstellungen lesender Frauen. Ihr Vorwort ist ein Plädoyer für das Lesen. Dieses Buch ist für alle Frauen, und für alle Männer, die lesende Frauen haben.

EigenSinnige Frauen
Zehn Porträts
Dieter Wunderlich
Pieper Verlag
256 Seiten mit 10 Abbildungen, ISBN 3-492-24058-5
Preis 8,90 Euro



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Porträts von Frauen, die aufgrund ihrer Konsequenz und Hartnäckigkeit Geschichte machten:
Johanna von Orléans, Maria Ward, Maria Sibylla Merian, Madame de Pompadour, Rahel Varnhagen, Marie Curie, Coco Chanel, Frida Kahlo, Simone de Beauvoir und Ulrike Meinhof.

Dieses Buch gibt grobe Einblicke in die Geschichte, den Status den die Frau in der Gesellschaft hatte und wie manche Frauen sich dennoch nicht davon beeindrucken ließen. Jedes einzelne Porträt gestaltet sich etwa über 20 Seiten. Das Buch ist sehr erzählend geschrieben, man kann sich die einzelnen Frauen richtig vorstellen, meistens ist auch ein Bild der betreffenden Person zu sehen. Eine Bereicherung für die Bücherregale dieser Welt.

Sklavin
Mende Nazer
Droemer/Knaur Verlag
416 Seiten
ISBN 3426625415
Preis 8,90 Euro



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Als Mende Nazer 12 Jahre alt ist, wird ihr Dorf in den Nubabergen des Sudan von Arabern überfallen, die Häuser in Brand gesetzt, Menschen reihenweise getötet und Kinder entführt. So auch Mende. Sie wird von ihrer Familie fortgerissen, wo sie eine glückliche Kindheit verbrachte. Von einem Araber vergewaltigt, kommt sie in ein Haus, wo sie als Sklavin verkauft werden soll. Jahre des Martyriums bei einer wohlhabenden Familie folgen, sie wird geschlagen, muss sehr viel arbeiten und hat keinerlei Freiheiten. Ihr wird die Persönlichkeit geraubt, ihr wird weisgemacht, dass sie als eine "Nuba" ein Mensch niedriger Klasse sei. Nach vielen Jahren wird sie nach London in den Haushalt eines hochrangigen Mitarbeiters der sudanesischen Botschaft geschleust, wo ihre Qual weitergeht. Mitten in Europa wird eine Sklavin gehalten. Am 11. September 2000 gelingt ihr die Flucht, sie ist ausgemergelt, ohne Kräfte und allein. Sie sehnt sich danach, ihre Familie wiederzusehen, von der sie mittlerweile weiß, dass diese noch am Leben ist. Dieses Buch ist so erschütternd und ergreifend, dass man das eigene Schicksal nicht mehr so wichtig nimmt. Man fühlt mit diesem jungen Mädchen und muss immer wieder mit dem Kopf schütteln, weil man es einfach nicht versteht. Offensichtlich wurde wg. hochrangigen Regierungs-Mitgliedern das Buch in England bis dato nicht veröffentlicht. Mende Nazer verdient Hochachtung, es wurde bereits mehrmals versucht, sie wieder zu entführen.

Anleitung zum Unglücklichsein
Paul Watzlawik
Piper Verlag
ISBN 3492243169
Preis 7,90 Euro



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Ein bißchen unglücklich sind wir ab und an wohl alle gern einmal. Man kann so schön in Selbstmitleid schwelgen und allen anderen die Schuld zuschieben. Paul Watzlawick gibt dem Leser Hinweise, wie er dieses selbstgemachte Unglück perfektionieren kann – und legt dabei die Mechanismen und Taktiken offen, mit denen wir uns häufig das Leben selbst schwer machen. So wird das Nichtbefolgen seiner Anweisungen zum eigentlichen Zweck des Buches.

Die Geschichten, mit denen der Autor seine Leser zum Unglücklichsein anleitet – etwa die mit dem Hammer oder die mit den verscheuchten Elefanten, sind inzwischen Allgemeingut.
Paul Watzlawicks “Anleitung zum Unglücklichsein” ist zum Kultbuch geworden. Es hält sich seit seinem Erscheinen im Jahr 1983 in den Bestsellerlisten und hat eine Auflage von über 1 Million Exemplaren erreicht.

Nicht – wie so viele Autoren, die in den letzten Jahren den Markt mit Glücksanleitungen überschwemmt haben – wohlfeile Gebrauchsanweisungen zu liefern, sondern uns den Spiegel vorzuhalten und zu zeigen, was wir alltäglich alles selbst gegen unser mögliches Glück tun.” (Walter Kindermann)

Emotionale Intelligenz
Daniel Goleman
DTV Verlag
ISBN 3423360208
Preis 9,00 Euro



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Warum scheitern mittlerweile zwei Drittel aller Ehen, während es vor wenigen Jahrzehnten nur die Hälfte waren? Warum sind wir von unserer Arbeit zunehmend gestresst? Könnte es daran liegen, dass wir unsere Fähigkeit zur Emotionalen Intelligenz zunehmend verdrängen? EQ, so nennt der amerikanische Psychologe und Wissenschaftsautor Daniel Goleman die Fähigkeit, intelligent mit den eigenen Gefühlen und den Empfindungen anderer umzugehen. Was uns das bringt? Eine ganze Menge: Emotional intelligente Menschen führen glücklichere Beziehungen, sind gesünder und erfolgreicher, weil Gefühle nämlich nicht nur das Allgemeinbefinden, sondern auch die Lernfähigkeit beeinflussen.

Keine revolutionär neuen Erkenntnisse, die Goleman vermittelt. Schon Aristoteles wusste, wie wichtig der angemessene Umgang mit Emotionen ist und nannte es Tugend. Aber es lohnt, wieder einmal darüber nachzudenken, warum Gefühle so vital, aber auch so selbstzerstörerisch sein können.

»Die Tochter ist das ärgste Elend«
Wie Frauen in Indien zu Frauen
gemacht werden
Anna Reiter
274 Seiten
ISBN 3-593-35830-1
Preis: 25,50 Euro



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Der geringe Grad an sozialer Anerkennung, den die indische Gesellschaft den Frauen zubilligt, sowie deren leidgeprägtes und arbeitsreiches Leben lösten bei Anna Reiter die Frage aus: »Was hält die Frauen am Leben bzw. warum und wofür leben sie das Leben, das sie leben?« Anschaulich zeichnet sie durch die Darstellung von dichten Lebensläufen, Interviews und mit Hilfe sozialstruktureller Daten sowie kultur- und religionswissenschaftlicher Erkenntnisse indisches Frauenleben nach und betrachtet auf dem Hintergrund sozialpsychologischer Fragestellungen Heirat, Mitgift, Femizid, Ehe, Liebe und Leid im Leben der Frauen.

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