Weekend im Baumhaus

RELAX Magazin von Redaktion RELAX Magazin 4. März 2013

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Ein Wellnesshotel bei Garmisch hat ein romantisches Hideaway für zwei geschaffen. Das Kranzbach bietet ein sensationelles Panorama in Baumwipfelhöhe – sogar aus der Zweierbadewanne.

Kindheitstraum und Kindheitsraum – so hat eine deutsche Literaturkritikerin einmal das Baumhaus bezeichnet. Nicht umsonst findet man zahlreiche Beispiele in der Literatur, in denen ein Baumhaus eine wichtige Rolle spielt: als Raum, in den sich Kinder vor der Erwachsenenwelt flüchten können, in dem man, hoch über dem Alltag, vor sich hin träumen kann, als Raum, der das eigene kleine Geheimnis sein kann – wie wichtig für Kinder! Ein magischer Ort, ein solches Baumhaus, egal ob kunstfertig ausgebaut oder klapprig zusammengenagelt. In der höchst erfolgreichen Kinderbuchserie „Das magische Baumhaus“ etwa reisen die Protagonisten Anne und Philipp dank eines mit Büchern bestückten Baumhauses um die Welt und erleben Abenteuer in Venedig, in der Wüste und sogar am Mond.

Wir müssen aber nicht gleich mittels Baumhaus zum Mond reisen. Es wäre doch mehr als ausreichend, den Mond vom eigenen Baumhaus aus zu sehen … Möglich macht dies ein Ausnahmehotel bei Garmisch-Partenkirchen: das Kranzbach. Dieses Haus liegt an einem konkurrenzlosen Kraftort, ohne jegliche Zivilisation in der unmittelbaren Nähe, fern von Lärm, Abgasen, Hochspannungsleitungen und Lichtverschmutzung. Mitten in den Wäldern – am Fuß der Zugspitze.



Mehr Natur geht eigentlich nicht. Und wohl an keinem Ort im Kranzbach spürt man die Natur mehr als im neuen Baumhaus, mit dem dieses Top-Hotel der Konkurrenz aufs Neue wieder einen Schritt voraus ist. Wohl nirgends schläft es sich so gut wie in diesem Baumhaus, keine 100 Meter vom Haupthaus entfernt. Für die Gäste wird damit ein Kindheitstraum wahr – aber auf welch luxuriöse Weise! 50 m2 Wohnfläche, für ein gesundes Raumklima und passend zur Umgebung natürlich komplett in Vollholz gebaut und möbliert, und 30 m2 Südterrasse samt gepolsterter Doppelliege. Sensationelle Ausblicke in den Fichtenwald, selbst aus der Zweierbadewanne, und absolute Ruhe. Die Gäste im Baumhaus kommen in den vollen Genuss des Kranzbach-Komforts. Nur auf eines muss man hier verzichten: auf den Roomservice. Das macht freilich überhaupt nichts, an diesem romantischen Ort soll uns ohnehin niemand stören. Er ist beispielsweise auch bestens geeignet für einen Heiratsantrag – das hat, so weiß Klaus King, der Direktor des Hauses, zu berichten, sogar schon funktioniert.

Die Natur ist indes aber auch im Haupthaus des Kranzbach omnipräsent: Baumwipfel, Buckelwiesen – sagenhafte 13 Hektar dieser geomorphologischen Besonderheit gehören zum Hotelareal – und Berge wurden mittels großer Fensterfronten ins Restaurant, in die Ruheräume, ja sogar in die Sauna geholt. Eine schönere Wandgestaltung hätte man nirgendwo finden können!

Das Stammhaus wurde in den Zehnerjahren des vorigen Jahrhunderts von einer für die damalige Zeit sehr eigenwilligen englischen Lady erbaut: Mary Isabel Portman. Nach ihr ist heute noch dieser historische Teil des Kranzbach benannt. Die Innenarchitektin Ilse Crawford aus London wusste die Exzentrik der jungen Lady Portman auf fabelhafte Weise zu visualisieren: Das Interieur im historischen Haus bezaubert mit seiner eigenwilligen, stets augenzwinkernden Mischung aus Oversize und Nostalgie – da finden sich etwa in ihrer schieren Größe geradezu absurd erscheinende gedrechselte Tischbeine, maßlos überdimensionierte Schreibtischlampen als Bodenleuchten, riesige Insekten als Tapetendekor oder knallbunte Vintage-Chaiselongues. Eine selten eigenständige Ästhetik, die auf den sattsam bekannten Neo-Alpin-Chic verzichtet, zugunsten einer gewaltigen – und gewaltig wohltuenden – Prise Humor.



Seit Jahren prangert der kritische RELAX Guide die katastrophalen Platzverhältnisse in den Spa-Bereichen von Wellnesshotels an, nicht selten finden die Tester gerade einmal 10 Indoorliegen bei mehr als 100 Gästen. Das mit vier Lilien ausgezeichnete Kranzbach geht jedoch auch hier einen Premium-Weg. Und hält in seinem wunderbaren Wellnessbereich für jeden Gast eine Liege bereit. Wenn der Philosoph Richard David Precht also fragt, „wer bin ich, und wenn ja, wie viele?“, kann man ihn im Kranzbach beruhigen: „Du kannst auch gern mehrere sein, Liegen gibt es jedenfalls genug.“ Und von allen hat man eine unglaubliche Aussicht auf Wälder und Berge, ebenso wie vom Fitnessstudio, dem Yogaraum und der Yogaplattform auf dem Dach des Badehauses. In Sachen Yoga bietet man übrigens ebenfalls Außergewöhnliches an: täglich morgens und abends Stunden und Intensivworkshops von hochkarätig ausgebildeten Yogalehrern – ein richtiges Yogakompetenzzentrum also. Wo, wenn nicht an diesem Kraftort in der Natur.

Weiterführende Links: Zimmer mit Aussicht

Fotos: Das Kranzbach

Mehr Info: Fon +49-(0)8823-928000 und daskranzbach.de sowie RELAX Guide - Das Kranzbach

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