Frühjahresmüdigkeit – Das große Gähnen

Lebenvon Christian Werner 1. April 2005

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Schätzungen zufolge leiden rund 50 bis 70 Prozent der ÖsterreicherInnen und Deutschen unter dem Phänomen Frühjahrsmüdigkeit.

Entstehung von Frühjahrsmüdigkeit

Nach den vielen dunklen Wintertagen sind die Reserven des Körpers häufig aufgebraucht, die Umstellung von der dunklen zur hellen Jahreszeit erscheint schwierig.
Das liegt - so die Ursachenforscher - vor allem an der hormonellen Umstellung. Lichtreize im Frühjahr aktivieren die Produktion von Serotonin, dem sogenannten Glückshormon. Gleichzeitig ist das Hormon Melatonin – das für den Schlaf zuständig ist – aus der Winterzeit noch stark im Körper wirksam. Das Aufeinandertreffen dieser gegensätzlichen Hormone macht den Körper müde. Vielen Menschen fehlen im Winter wertvolle Vitalstoffe, weil zu wenig frisches Obst und Gemüse gegessen wird.



Wie können Sie der Frühjahrmüdigkeit begegnen?

Tageslicht, Sonne

Entscheidend ist, dass unter dem Einfluss von Tageslicht im Körper Melatonin abgebaut wird. Richten Sie sich in Ihrem Tagesablauf nach der Sonne, damit Sie so viel Tageslicht wie möglich erhalten. Stehen Sie früh auf und gehen Sie früh ins Bett. Strecken Sie die müden Glieder so oft es geht in die Sonne, auch wenn es noch ein wenig kalt sein sollte. Es gibt für jede Temperatur die richtige Kleidung.

Bewegung

Bewegen Sie sich so viel wie möglich. Gehen Sie täglich an der frischen Luft spazieren oder planen Sie eine kleine Runde mit dem Fahrrad ein. Schon ein kurzer Spaziergang wirkt Wunder. Nutzen Sie am besten jede Gelegenheit, den Körper auch im Alltag zu bewegen. Benutzen Sie die Treppe anstatt den Lift. Steigen Sie eine Station früher aus dem Bus und gehen Sie den Rest zu Fuß.



Bürstenmassage, Wechselduschen

Kalt-warme Wechselduschen und regelmäßiges Bürsten (Kneipp Naturborstenbürste) am Morgen regen den Kreislauf an und wirken außerdem gegen Cellulitis. Die Bikini-Zeit steht bevor! Achten Sie darauf, mit der kalten Dusche aufzuhören. Das Ganze dauert nicht länger als 10 Minuten, bewirkt aber Wunder!
Ein ganz besonderer Tip ist die Sauna: sie fördert die Durchblutung und stärkt das Immunsystem.



Ausreichend kohlensäurefreies Wasser trinken

Trinken Sie ausreichend kohlensäurefreies Wasser. Etwa 2 Liter Wasser pro Tag helfen, das Zellwasser zu erneuern und dem Körper die Ausscheidung von Giftstoffen zu ermöglichen. Wer zu wenig Wasser trinkt, ermüdet leichter. Übrigens: Kaffee entzieht dem Organismus Flüssigkeit. Daher sollte nach jeder Tasse Kaffe mindestens ein Glas Wasser getrunken werden.



Frische, vitaminreiche Nahrungsmittel essen

Hervorragend kann der Frühjahrsmüdigkeit durch ausgewogene Ernährung begegnet werden. Experten empfehlen vor allem viel frisches Obst und Gemüse sowie Vollkorn-Getreide-Nahrungsmittel, Hülsenfrüchte und Kartoffeln.
Ein Spaziergang über den Markt bietet einen guten Einstieg in den Frühling. Saisongemüse lädt zur leichten Frühlingsküche ein: Spargel, Kohlrabi, Radieschen, Spinat und knackige Salate wie Eichblatt, Lollo Rosso und der traditionelle Kopfsalat sind bald wieder erntefrisch zu haben. Das Gemüse nur kurz und schonend garen.
Wer keinen eigenen Garten hat, kann im Blumenkasten auf der Fensterbank frische Kräuter ziehen. Dill, Schnittlauch, Petersilie und Kresse sprießen schon nach wenigen Tagen und verfeinern jeden Salat.
Beim Obst locken bald Erdbeeren, Kirschen, Marillen und Pfirsiche.
Wer täglich viel Gemüse und Obst isst, verringert das Risiko für bestimmte Krebskrankheiten, wie Magen-, Dickdarm-, Lungen-, Brust- und Prostatakrebs.

Lieber 5 statt 3!

Nehmen Sie lieber 5 kleine statt 3 große Mahlzeiten zu sich. Das ist besonders wichtig, wenn Sie sich kraftlos fühlen, denn eine umfangreiche Mahlzeit belastet den Körper zusätzlich.



Sonstiges

Bei schlechter Laune: Sprechen Sie mit einer guten Freundin oder einem guten Freund. Miteinander reden und lachen bringt auch die Seele wieder auf Trab. Unternehmen Sie am besten etwas im Freien. Sonnenlicht und Vogelgezwitscher heben die Stimmung, da sie die Bildung des Glückshormons Serotonin anregen. Auch farbenfrohe Kleidung kann gute Laune machen. Abends kann ein schönes Buch für Entspannung sorgen.



Ausruhen

Oberstes Motto sollte jedoch sein: Zwingen Sie sich zu nichts. Gönnen Sie sich so oft wie möglich ein erholsames Nickerchen zwischendurch oder einen Mittagsschlaf.



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