Cupcakes, die glücklich machen

Kochenvon Anna Neustein 6. Mai 2013

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Ein bisschen spät, aber dafür umso artentypischer: das Buch zum Cupcake-Geschäft von Renate Gruber, einer ehemaligen Graphikerin, die die nicht unumstrittenen amerikanischen Küchlein in Wien etabliert hat. Bevor wir nähere Beschreibungen liefern, machen wir doch bitte ein kleines Experiment: Schließen Sie die Augen und begeben Sie sich gedanklich in einen Laden, der mit weißen Landhausmöbeln und hübsch gewandeten Freundinnenrunden im Tratschmodus möbliert ist und in dem es nach Zuckerüberschuss riecht. Öffnen Sie wieder die Augen und schreiben Sie nieder, welche drei Elemente auf den Fotos in dem zu diesem Laden gehörigen Cupcake-Kochbuch nicht fehlen dürfen. Stecken Sie den Zettel in ein Kuvert. Wetten, dass Sie „Rosenblätter“, „silberne Zuckerperlen“ und „weiße Tupfen auf rosa Grund“ niedergeschrieben haben? Wir öffnen Ihr Kuvert. Da steht: Rosenblätter, silberne Zuckerperlen und weiße Tupfen auf rosa Grund. Warum also sollte man ein Cupcake-Kochbuch irgendwie anders gestalten? Auch erwachsene Mädchen brauchen schließlich ab und zu eine Prise Prinzessin Lillifee im Leben, nicht wahr?

Cupcakes sind wie Musicals: Von vielen geliebt, mit besten Besucherzahlen, von wahren Musikfreunden verachtet. Was die beiden aber unterscheidet: Musicals sind leicht konsumierbar, Cupcakes nicht. Nicht nur weil sie meist so hübsch aufgeputzt sind, dass man sich scheut, sie zu verzehren. Und dann stellen sich immer die Fragen: Schneidet man einen Cupcake? Beißt man ein Stück ab? Schleckt man die Creme runter, bevor man sich dem Teig widmet? Wir wissen es nicht. Dazu finden sich in diesem Buch auch keine Anleitungen. Dafür aber umso ausführlichere zur Machart von Cupcakes.

Renate Gruber kommentiert die einzelnen Arbeitsschritte sehr genau, sodass weder eine Creme gerinnen noch ein Karamell anbrennen noch ein Topping falsch aufdressiert sein sollte. Sie listet Rezepte für Sponges, wie man die Teigbasis von Cupcakes nennt, getrennt von jenen für Toppings auf und empfiehlt bewährte Kombinationen: etwa einen Karotten-Sponge zu veganem Maroni-Topping. Oder einen Vanille-Sponge zu einem Karamell-Topping. Oder einen Mohn-Sponge zu einem Marzipan-Amaretto-Topping.

Fazit: Ein aufwendig gemachtes Buch mit gut durchdachten Anleitungen zu einem fairen Preis – die pittoreske Aufmachung ist freilich ebenso Geschmackssache wie Cupcakes selbst.

Rezepte im PDF Format:
Kochen Dekor
Kochen Schoko-Rum-Sponge
Kochen Topping Schoko Orange

Renate Gruber:
130 Gramm Liebe.
Cupcakes, die glücklich machen

Brandstätter, 176 Seiten
25 Euro



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