Gut und Böse | Wellness für die Seele
Wissenvon Mario Walz 4. September 2024


Wahlkampfgetöse: Im Superwahljahr 2024 – rund 55 nationale Parlaments- und Präsidentschaftswahlen weltweit –erleben wir eine Flut gegenseitiger Anschuldigungen und diffamierender Rhetorik. Die Rede ist von Gut und Böse, von "denen" und "uns". Warum?
Ist der Mensch von Natur aus gut oder böse? Viele Forscher haben das herauszufinden versucht, manche meinen, dass wir alle nur durch die Einhaltung von strengen Gesetzen und Vorschriften zu moralischem Verhalten fähig sind. Denn in der Tiefe des menschlichen Wesens lauere das Böse, welches ohne Begrenzung ausbrechen, verletzen und verwüsten würde. Und so manche Geschichte scheint diese Theorie zu bestätigen. Ein Beweis ist damit freilich nicht erbracht.
Ich gehe davon aus, dass wir Menschen eher die Liebe in uns tragen, und dass ein großes Licht in uns verankert ist. Das Wahrhaftige, das geistig Hochstehende, das Friedvolle. Und zwar im Herzen, das die meisten Menschen allerdings verschlossen haben – aus Angst, verletzt zu werden.
Machtinstitutionen haben das Konzept von Gut und Böse genutzt, und sie nutzen es immer noch, um ihre Schafe im Gatter zu halten. Jede „böse“ Tat wird verdammt und als große Sünde geahndet. Die Definition, was genau „böse“ ist, wird jeweils in den politischen und religiösen Chefetagen bestimmt. Was im Ursprung dazu angelegt war, den Menschen auf den Weg des Lichts zu bringen, ihn in das Bewusstsein des inneren göttlichen Lichts zu führen, hat sich im Laufe der Jahrtausende zu einem Machtinstrument gewandelt.
Alles, was den herrschenden Machtgruppierungen zuwiderläuft, wird als unethisch, unmoralisch oder bösartig gebrandmarkt. Das Böse wird verteufelt, und so stellen wir uns schnell selbst auf die Seite des propagierten Guten, denn wer möchte schon zu den rücksichtslosen Übeltätern gezählt werden? Das geht so weit, dass wir unsere Gedanken und Worte genauestens prüfen, ob sie denn überhaupt „politisch korrekt“ sind. Oder uns zu vermeintlich guten Taten zwingen lassen, die gar nicht unserem Herzen entspringen, sondern nur der Angst, als andersartig oder womöglich gar als böse zu gelten.
Wir unterwerfen uns also dem herrschenden kollektiven Gedankengut. Den ganz großen energetischen Feldern, die nur deshalb so mächtig geworden sind, weil ihre Inhalte millionenfach wiederholt – und geglaubt! – wurden. Und so übernehmen wir Vorstellungen, die bestimmen, was normal, was gut und böse ist. Jeder Andersdenkende wird als unehrenwert oder gar als gefährlich eingestuft – und ausgeschlossen. Damit werden wir zu einer aufgesetzten Gutartigkeit gezwungen, die eigentlich einem Schafsdasein entspricht. Wir wagen nichts zu tun, was den herrschenden Moralvorschriften widerspricht. Diese Regeln werden jedoch ständig extremer und einschränkender. Dennoch wagt es kaum jemand, dagegen aufzubegehren, aus Angst, von anderen als unzulänglich oder gar als böse gebrandmarkt zu werden.
Heute ist es sehr schwierig geworden, Gefühle und Meinungen zu äußern, die nicht den von den Mächtigen propagierten Richtlinien entsprechen. Der moralische Zeigefinger ist eine mächtige Waffe. Er zwingt uns förmlich dazu, uns in ein immer enger werdendes Netz aus Vorschriften zu verstricken, selbst wenn diese Vorschriften aus der Sicht des gesunden Menschenverstands völlig unsinnig sind – und unserem Innersten zutiefst widerstreben mögen. Wir übernehmen gehorsam, was wir zu denken, zu glauben und zu erinnern haben. Das hat natürlich Auswirkungen – nicht zuletzt auf unsere psychische Gesundheit.
Die Cancel Culture, also die gängige Strategie, jedem, der nicht nach der vorherrschenden Moral tickt, das Wort zu verbieten und ihn gleichzeitig als unzulänglich und böse einzustufen, hat aber noch andere Effekte: Wenn ich jemanden als böse bezeichne und seine Worte oder Handlungen bekämpfe, mache ich mich damit automatisch zu einem Guten. Dann wachsen mir sozusagen Engelsflügel – und mein Ego fühlt sich großartig auf die Schulter geklopft. Doch tief drinnen, verborgen und unbemerkt, steigen Schuldgefühle und Selbstverachtung.
All jene, die gegen das vermeintlich Böse kämpfen, bekämpfen genau genommen die unterdrückten dunklen Aspekte ihres eigenen Seins. Die Folge: Sie ziehen die unterdrückten Gefühle – Wut, Ärger – als Resonanz in ihre Wirklichkeit. Damit kommt genau die Negativität, vor sie sich am meisten gefürchtet haben, in ihr Leben.
Gekürzt aus: Mario Walz „Entdecke Dein Ich. Ein Begleitbuch für die Freiheit“ – www.mariowalz.de
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