Auf die ganz sanfte Tour

Lebenvon Christian Werner 1. September 2004

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Nordic Walking schaut am Beginn vielleicht eigenartig aus, ist aber mehr als Spazierengehen mit Stöcken und hat äußerst tolle Effekte für die Fitness. Ausprobieren!

Immer öfter sieht man Passanten, die mit Stöcken „bewaffnet“ an einem vorbei sausen. „Nordic Walking“ ist seit zwei Jahren „der“ Fitness-Trend. Skandinavier haben das sportliche Wandern schon lange für sich entdeckt. Jetzt setzt es sich auch bei uns immer mehr durch. Es ist ein sanftes und gelenkschonendes Ganzkörpertraining. 90 Prozent der gesamten Körpermuskulatur werden dabei beansprucht. Durch den kraftvollen Einsatz des Stockes und den flotten Schritt werden Oberkörper- und Beinmuskulatur gleichzeitig trainiert, ohne die Gelenke zu überlasten. Durch den gezielten Einsatz der Stöcke werden Knie und Füße bis zu einem Drittel entlastet.



Das Beste: Fast jeder kann Nordic Walking betreiben. Im Gegensatz zum Laufen kommen Verletzungen der Bänder, Gelenke und Muskeln selten vor. Obwohl das Gehtempo nicht schneller als beim normalen Gehen ist, erhöhen sich die Herzfrequenz und der Kalorienverbrauch deutlich. „Man könnte vermuten, dass man mit den Nordic-Walking-Stöcken schneller voran kommt, aber wenn es nicht bergauf geht, ist sogar das Gegenteil der Fall“, sagt Fitness-Experte Michael Mayrhofer, der in den vergangenen Jahren immer mehr Interessierten die (gar nicht so einfache) Handhabung der Stöcke zeigte.

Bluttests ergaben eine deutlich höhere Beanspruchung für den Organismus als beim gewöhnlichen Gehen. Voraussetzung dafür ist die richtige Technik, denn nur Spazieren mit Stöcken alleine ist zu wenig. Der Bewegungsablauf entspricht in der Grobstruktur dem Schilanglauf: Diagonalschritt mit Armabstoss.

Die Belastungen steigert man durch intensivere Arm-Stockarbeit, kraftvolleren Beinabstoss, intensiveres Vorschwingen des Beins, größere Schrittlänge oder indem man bergauf und bergab geht. „Mit der richtigen Technik feuert man den Stoffwechsel so richtig an“, verspricht Mayrhofer (www.personal-fitness.at).

AUSRÜSTUNGSTIPP

Ein guter Nordic Walking Stock ist einteilig und besteht aus einem stabilen und bruchsicheren Carbon-Glasfaser-Gemisch. Im Gegensatz zum billigeren Aluminium ist Carbon-Glasfaser deutlich vibrationsärmer. Die passende Stocklänge errechnet man mit der Formel: Körpergröße x 0,7.

Beispiel: Bei 170 cm Körpergröße beträgt die Stocklänge 120 cm. Die errechnete Zahl wird immer aufgerundet, da die Stöcke immer in 5-cm-Schritten abgestuft sind.

Nordic-Walking-Stöcke haben ein Handschlaufensystem. Dies gewährleistet, dass man den Stock ohne festhalten einsetzen kann. Ergonomisch nach innen gebogene Griffe mit stufenlos verstellbaren Klettverschlüssen sind von Vorteil. Trotz festen Sitzes zirkuliert das Blut dabei frei in den Händen.




DER FETTKILLER VOM DIENST


Die Kombination von Ausdauertraining und Kräftigung ist bei der Verbesserung der Fitness äußerst wirksam. Nordic Walking verbindet beides. Auf speziellen Nordic Walking Fitness-Parcours werden Anleitungen gegeben, wie man am schnellsten seine überschüssigen Kilos loswerden kann. Denn Übergewicht und Bewegungsmangel gehören zu den häufigsten Ursachen für Kreislauferkrankungen. „Weg mit zu viel Körperfett“, muss daher das Motto lauten. Die Körperfettwerte von Frauen liegen genetisch bedingt höher als bei Männern und hängen auch vom Alter ab. Frauen haben mehr Enzyme, die Fett speichern und weniger, die verbrennen. Ihre Östrogene stimulieren die fettspeichernden Enzyme und bewirken deren Vermehrung. Deshalb ist ein gezieltes Training nötig, um den Stoffwechsel anzukurbeln.

Nordic Walking ist ein „Wundermittel“, um diesen in Schwung zu bekommen. Man bestimmt das Tempo selber und beginnt Schritt für Schritt. Um den Fettstoffwechsel anzukurbeln und dabei noch die Gelenke zu schonen, sollte man auf die richtige Technik achten.

TECHNIK-TIPPS

1. Führen Sie die Stöcke möglichst nahe am Körper.
2. Ihr Körper ist gestreckt. Verlagern Sie Ihr Körpergewicht auf das vordere Drittel Ihrer Fußsohlen, bis die Fersen vollständig entlastet sind. Nun haben Sie die richtige Vorlage zum Start Ihrer Trainingseinheit gefunden.
3. Kräftiger Abdruck. Der Einsatz mit den Armen sollte spürbar sein. Achten sie am Beginn auf das Strecken des Armes und eine große Schrittlänge.
4. Die Stockspitze soll kurz vor dem Aufsetzen immer schräg nach hinten zeigen. Das garantiert einen optimalen Armschub.
5. Wenn der Rhythmus gefunden ist, können Sie sich vermehrt auf einen stärkeren Stockschub konzentrieren. Schon bald werden Sie die eingesetzte Muskulatur der Arme spüren. Schwingen sie mit Ihren Armen bis hinter das Becken durch. Ihre Geh-Geschwindigkeit wird dadurch erhöht.
6. Bergauf/bergab Gehen verlangt ein Plus an Aufmerksamkeit.

Informationen:

Personal Fitness
Merianstraße 38
A-5020 Salzburg

Telefon +43 (0)662 881150
E-Mail office@personal-fitness.at
Homepage www.personal-fitness.at

Nordic Walking Kurse:

Laufend
Nordic Walking für Einsteiger
Datum: jeden Mittwoch, 20.00 Uhr
Ort: Salzburg, ULSZ Rif

Nordic Walking für Einsteiger
Datum: 10. September 2004, 17.00 Uhr
Ort: Baden
Information

Nordic Walking „around the world“
Ort: Reiter’s Burgenland Resort Bad Tatzmannsdorf
Datum: 2. – 3. Oktober 2004
Information

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