Nepp-Massagen: Sparen am Rücken des Gastes

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Österreich, 10. Oktober 2012 | Tourismus/Gesundheit/Verbraucher/Neuerscheinung

Nepp-Massagen: Sparen am Rücken des Gastes

Nepp-Massagen: Sparen am Rücken des Gastes

Wien – Eine gute Massage gehört zu den Basics jedes gelungenen Wellnessurlaubs. Seit einigen Jahren bemerken die Tester des RELAX Guide allerdings einen bedenklichen Trend: Behandlungen von gut ausgebildeten Profis werden zunehmend von einem obskuren Mix von völlig wirkungslosen Phantasie-Treatments und kosmetischen „Massagen“ verdrängt. „Hier wird buchstäblich am Rücken des Gastes gespart“, ärgert sich RELAX Guide-Herausgeber Christian Werner.

Um in Österreich als medizinischer Masseur arbeiten zu dürfen, ist eine umfassende Schulung notwendig. Erst nach 1.690 Stunden an Ausbildung (davon 875 Stunden Praxis) dürfen die Absolventen Behandlungen durchführen. Um Kosten zu sparen, werden in Wellnesshotels anstatt der Spezialisten immer mehr angelernte Hilfskräfte auf die unwissenden Gäste losgelassen. „Das Personal hat oft keine Ahnung davon, wie eine Körperbehandlung durchzuführen ist. Das Niveau liegt dann schnell bei schlechtem Streicheln“, kritisiert der RELAX Guide-Herausgeber.

Wie sehr die Qualität der Behandlungen gesunken ist, zeigt allein ein Blick in die Statistik: „Bei unseren Recherchen für die erste Ausgabe des RELAX Guide verlief die große Mehrheit der Massagen zufriedenstellend bis gut, etwa drei Prozent erlebte man als virtuos. Heute wird die Hälfte nicht zufriedenstellend durchgeführt, rund ein weiteres Drittel ist unzureichend bis inkompetent“, so Werner.

Immer mehr Häuser gehen zudem dazu über, sinnvolle Körperbehandlungen ganz aus ihrem Katalog zu streichen, um sie durch „kosmetische“ Anwendungen zu ersetzen. „Im Klartext heißt das, dass die Behandlung von einer Kosmetikerin durchgeführt wird, die keinerlei Massageausbildung hat“, sagt Werner. Wie so oft in der Branche werden Sinnlos-Treatments mit vielversprechenden Namen wie „Nofretetes Traum“ oder „Afrikanische Isis-Massage mit Kaviar“ getarnt.

Der Rat des Experten: „Hände weg von diesen Behandlungen, buchen Sie lieber eine klassische Massage!“ Falls die Körperbehandlung nicht entspricht, sollte man zudem keine Scheu davor haben, die Prozedur abzubrechen und die Bezahlung zu verweigern. „Machen das viele, wird es nicht lange dauern und das gute alte Handwerk ist zurück in den Häusern“, ist Werner überzeugt.

Link-Text für Online-Redaktionen hier: Wellnesshotel (www.relax-guide.com)

• RELAX Guide 2013 Österreich, ISBN: 978-3-902115-43-0 mit eBook um 24,90 Euro im Buchhandel

Covers, Fotos, Lilien, weitere Pressetexte: auf www.relax-guide.com/presse

Kontakt für Rückfragen: Eva Moser, Fon +43-(0)1-4032565-20, moser@relax-guide.com

Rezensionsexemplare

Unter Angabe von Medium und Ressort anfordern: werner@relax-guide.com

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