Qualität der deutschen Wellnesshotels erneut überraschend schlecht

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Deutschland, 09. Oktober 2012 | Tourismus/Gesundheit/Verbraucher/Neuerscheinung

Qualität der deutschen Wellnesshotels erneut überraschend schlecht

Qualität der deutschen Wellnesshotels erneut überraschend schlecht

Wien - Der schöne Schein der Werbebroschüren der deutschen Wellnesshotels hat einer objektiven Überprüfung neuerlich nicht Stand gehalten. Beim aktuellen Ranking des unabhängigen Branchenführers RELAX Guide (Ausgabe 2013) schafften es nur 224 (16,7 Prozent) der insgesamt 1.341 getesteten Häuser, die Zwölf-Punkte-Hürde zu überspringen und mit zumindest einer der renommierten Lilien ausgezeichnet zu werden. Die Spitzenbewertung von vier Lilien erreichten überhaupt nur fünf Betriebe.

Zum Vergleich: Im benachbarten Österreich, das ebenfalls von dem Team rund um Werner unter die Lupe genommen wurde, entsprachen 28 Prozent den vorgeschriebenen Kriterien. „Die mitunter erneut sehr schlechte Qualität in Deutschland hat mich überrascht“, sagt der Herausgeber, Christian Werner.

Wellness zählt zu den teuersten Urlaubssparten überhaupt: Der Durchschnittspreis für eine Nacht pro Person in einem Doppelzimmer beträgt 82,86 Euro. „Dafür hat der Gast auch ein ausgezeichnetes Service in einem ansprechenden Ambiente verdient“, so Werner.

Doch die Realität sieht oft ganz anders aus. „Das unschöne Phänomen, dass der Gast abgezockt wird, beobachten wir leider auch in Deutschland“, kritisiert Werner. So werden etwa anstatt richtigen Massagen selbst in Spitzenhäusern völlig wirkungslose Phantasie-Treatments mit blumigen Namen wie „Nofretetes Traum“ oder „Afrikanische Isis-Massage mit Kaviar“ feilgeboten. Hinzu kommt, dass viele Häuser schon aufgrund ihrer Lage für einen Erholungsurlaub völlig ungeeignet sind. So liegt etwa jedes dritte Hotel in einem Ortszentrum, 15 Prozent überhaupt an einer Hauptstraße.

Eine in Deutschland besonders verbreitete Unsitte ist, den Spa-Bereich auch für Nicht-Hotel-Gäste zu öffnen. Gleich bei 48 Prozent der getesteten Wellnesshotels mussten sich die gut zahlenden Urlauber mit fremden Spa-Besuchern um die Ruheliegen raufen. Zum Vergleich: In Österreich versuchen nur 9,3 Prozent der Häuser auf diesem Weg, zu einer besseren Auslastung zu kommen. „Das ist eine reine Geschäftemacherei auf Kosten der Ruhe und Erholung der regulär zahlenden Gäste“, so Werner.

Insgesamt 67 Hotels wurden heuer schlechter bewertet als bei dem Test im Vorjahr. 18 mussten einen Totalverlust ihrer bisherigen Lilien hinnehmen. Lediglich 55 Häuser konnten besser benotet werden.

Neben der regulären Punktebewertung gibt es im RELAX Guide 2013 übrigens erstmals ein zusätzliches Service: Auf vielfachen Leserwunsch wurden für mit zumindest einer Lilie ausgezeichnete Hotels die Attribute „hundefreundlich“, „kinderfreundlich“ und „familienfreundlich“ eingeführt.

Das Team von Christian Werner testet das gesamte Jahr über anonym sämtliche Hotels, die unter dem Label „Wellness“ firmieren. Die Überprüfungen werden anhand eines standardisierten Verfahrens durchgeführt, das klar nachvollziehbar ist. Ab 13 Punkten wird dem Haus eine Lilie verliehen. Die Höchstnote von vier Lilien wird bei 19 und 20 Punkten vergeben. Die Checks sind vollkommen unabhängig. „Es gibt dafür keinerlei Zahlungen oder andere versteckte Zuwendungen“, unterstreicht Werner.

Link-Text für Online-Redaktionen hier: Wellnesshotels (www.relax-guide.com)

• RELAX Guide 2013 Deutschland, ISBN: 978-3-902115-44-7, mit eBook um 24,90 Euro im Buchhandel

Covers, Herausgeber-Fotos, Lilien, weitere Pressetexte: auf www.relax-guide.com/presse

Kontakt für JournalistInnen-Rückfragen: Eva Moser, +43-(0)1-4032565-20, moser@relax-guide.com

Rezensionsexemplare

Mit Medium, Adresse und Telefon anfordern: werner@relax-guide.com

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