Wellnessurlaub: Österreichs Hotels verdienen weniger
Wellnessurlaub: Österreichs Hotels verdienen weniger
Preissteigerungen bei heimischen Spa-Hotels deutlich unter der Inflationsrate
Die Profitabilität in der heimischen Wellnesshotellerie sinkt: Deutlich unter der Inflationsrate liegt die Preisentwicklung der Wohlfühlbranche. Das ist ungewöhnlich für die einstige Boombranche. Denn mehr als zwei Jahrzehnte lang konnte sie stets Zimmerpreise durchsetzen, die zumeist weit über dem Verbraucherpreisindex lagen. In Deutschland und Südtirol sind die Zimmerpreise hingegen neuerlich exorbitant gestiegen – bis zum Fünffachen der Inflationsrate.
Das zeigt die Marktanalyse des unabhängigen Wellnessführers RELAX Guide, die bereits seit 1999 alljährlich durchgeführt wird. Für ein Doppelzimmer mit Halbpension muss man in Österreich durchschnittlich um 2,7 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahr, in Südtirol allerdings gleich um 8,2 Prozent und in Deutschland sogar um 10,1 Prozent mehr. Dies, obwohl in diesen Nachbarländern schon in den vergangen zwei Jahren die Zimmerpreise kräftig angehoben werden mussten. Höhere Energiekosten, der Anstieg der Preise für Speisen und Getränke und vor allem die in Deutschland massiven Lohnerhöhungen waren hierfür ursächlich.
Die regionalen Unterschiede sind, wie in der Vergangenheit, auch weiterhin beträchtlich. So kostet ein Doppelzimmer im durchschnittlich günstigsten Bundesland Niederösterreich 310,60 Euro, ein solches im teuersten – Vorarlberg – hingegen bereits 524,27 Euro. In Kärnten (326,85 Euro), der Steiermark (361,85 Euro) und im Burgenland (360,10 Euro) sind die Preise vergleichsweise noch moderat, dagegen muss man in Salzburg (394,06 Euro) und in Tirol (397,71) bereits deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Weniger extrem, aber immer noch beträchtlich zeigen sich die regionalen Unterschiede in Deutschland. Die höchsten Zimmerpreise finden sich in Baden-Württemberg (414,57 Euro, DZ mit Halbpension), deutlich moderater sind die Raten in NRW (342,57 Euro), Niedersachsen 314,86 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (295,10 Euro).
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