RELAX Guide nimmt Wellnessbranche seit 20 Jahren unter die Lupe

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Österreich, 13. Oktober 2018 | Tourismuswirtschaft/Hotellerie/Neuerscheinung

RELAX Guide nimmt Wellnessbranche seit 20 Jahren unter die Lupe

„Wellness-Papst“ Christian Werner über Objektivität, harte Tests und Bestechungsversuche

Seit 20 Jahren nimmt Christian Werner mit seinem alljährlich erscheinenden kritischen Wellnesshotelführer RELAX Guide die Branche unter die Lupe. „Unabhängige Tests gab es früher nicht“, resümierte der Herausgeber. Wurden die Gäste damals vor allem von oft überzogenen oder mitunter sogar schlichtweg falschen Werbebotschaften der Hoteliers aufs Glatteis geführt, verunsichern zudem heute Fake-Reviews auf Internetportalen.

Als Werner vor 20 Jahren zum ersten Mal den kritischen Wellnesshotelführer RELAX Guide herausgebracht hat, gab es in Österreich gerade einmal 300 Wellnesshotels mit ebenso überschaubaren wie ähnlichen Spa-Bereichen. Inzwischen hat sich die Zahl der Häuser nahezu vervierfacht. Das Angebot reicht von Medical-Wellness über Baby-Hotels mit Spa bis hin zu exklusiven Ayurveda-Spezialisten.

Bei aller Kritik zollte Werner der Branche aber auch Respekt. „Die Zeiten, in denen selbst Minderleister die Werbewirkung des Satzes ‚Unser neuer Wellnessbereich’ ausprobieren konnten, sind vorbei, die Branche ist deutlich professioneller geworden“, lobte der Wellness-Papst. Werner: „Mein Gott, was haben wir früher gelacht, über Hoteliers, die keine Ahnung vom Thema hatten, die ‚Wellneß’ (sic!) auf die Fassade geschrieben, die eine muffige Kellersauna mit ‚Zum Spa-Resort’ beschildert oder ein stinknormales Wannenbad sündteuer als ‚Erotik-Treatment’ verkauft haben.“

Auch die Infrastruktur hat unglaublich zugelegt. „Ein durchschnittlicher Pool ist heute etwa dreimal größer als vor 20 Jahren“, unterstrich Werner. Über eine Außensauna verfügten anfangs nur 0,3 Prozent, heute gibt es sie schon in jedem fünften Haus. Das bessere Angebot hat aber auch eine Kehrseite: Der Durchschnittspreis hat sich von 63 auf 134 Euro pro Nacht mehr als verdoppelt, er ist der allgemeinen Teuerung „regelrecht davongaloppiert“, wusste Werner. Entspräche er der Inflation über diesen Zeitraum, so wären es übrigens nur 91 Euro.

Am gestiegenen Qualitätsanstieg der Branche war der RELAX Guide nicht ganz unbeteiligt. „Im Herbst 1999 waren viele Hoteliers geradezu geschockt, als sie unsere ehrlichen Kritiken über ihre Häuser lasen“, erinnerte sich Werner. Es folgten Anwaltsbriefe, Hausverbote, wetternde Wirtschaftskammervertreter und dreiste Bestechungsversuche. „Aber all das konnte uns nicht aufhalten. Denn wir testen auf unsere Kosten, daher sind wir niemandem etwas schuldig, und wir brauchen nichts zu beschönigen“, unterstrich Werner. Und die Branche kann sich auch weiterhin sicher sein, „dass es im nächsten Guide steht, wenn einer Unfug macht“.

Dass die anonymen Tests des Teams um Werner die härtesten der Branche sind – nur knapp 20 Prozent der Spa-Hotels bestehen sie und können mit den Lilien des RELAX Guide ausgezeichnet werden – hat einen einfachen Grund: „Lilien-Hotels müssen trittsichere Empfehlungen für anspruchsvolles Publikum sein“, sagte Werner, „sind Qualität, auf die sich unsere Leser absolut verlassen können“. Dabei gehe es um die undercover ermittelten Wohlfühlkriterien wie Lage, Ambiente, Dienstleistungsqualität – und natürlich um Spa-Infrastruktur.

Die Zukunft der Branche sieht Werner zwiespältig: „Die Jahre des Booms sind vorbei, der Markt ist mehr als gesättigt. Das bringt für nicht wenige Hoteliers Heulen und Zähneklappern. Fakt ist aber auch, dass die Guten überleben werden – von den vielen Schließungen und Insolvenzen der vergangenen Jahre waren Lilien-Hotels nicht betroffen.“ Der Wellness-Papst ist überzeugt, dass Wellness weiterhin stark angefragt wird, „denn der Stresspegel in der Gesellschaft steigt ja immer weiter an“.

Und hat ein Hotelführer noch Zukunft? „Ja“, sagte Werner. „Wenn er kritisch ist und nichts beschönigt.“ Anspruchsvolle Menschen hätten genug von Fake-Bewertungen im Internet, sie suchen Authentizität und Qualität, Sicherheit im Angebotsdschungel. Und sie würden wissen, dass Hotelwerbung mitunter dreiste und sogar irreführende Dimensionen haben kann. Werner: „Je lauter die Marketingabteilungen der Hotels brüllen, desto wichtiger werden wir.“

Link-Text für Online-Redaktionen: Wellnesshotels

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Buchcover und weitere Pressemitteilungen: www.relax-guide.com/presse
Pressekontakt: Eva Moser-Werner, +43-1-403 2565-20, moser@relax-guide.com
Rezensionsexemplare (bitte Medium, Ressort und Telefon angeben): werner@relax-guide.com

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