Schöne Architektur: An der Südspitze der Insel, direkt am Golfplatz, der wegen der Windverhältnisse vor allem Könnern Vergnügen bereitet, gelegenes Luxushaus. Es handelt sich um eine hinreißend schlichte Schönheit, sogar um eine regelrechte Exotin, weil sie mit dem auf Sylt vorherrschenden Friesenhaus-mit-Reetdach-Look überhaupt nichts gemein hat. Sie liegt auf der zum Baden nicht geeigneten Wattenmeerseite. Inwendig bietet sie genial durchdachte und auf hohem ästhetischen Niveau nahezu zeitlos anmutende Eleganz.
Ein winziges, jedoch irritierendes Detail am Rande ist das, was der österreichische Literat Martin Amanshauser (u. a. „Falsch reisen – alle machen es“) so trefflich anmerkt, nämlich „der Gleichklang des Hotelnamens mit dem umgangssprachlichen österreichischen Verbum für den Vollzug des Beischlafs“, was demnach für österreichische Ohren in etwa so klingt wie Rammelsand für deutsche. Das ist freilich kein Ausweis eines Mangels, muss aber dennoch einmal gesagt werden, sittenstrenge Hanseaten mögen uns bitte verzeihen. Zum Badesand, pardon, Badestrand an der Westseite sind’s 12 Gehminuten. Edle Zimmer kann man aus fünf Kategorien (DZ von 26 bis 65 m2) wählen, sie haben überlange Betten und feine Eichenböden sowie Balkon oder Terrasse, auch eine Minibar mit Softdrinks und Bier sowie eine Kaffeemaschine sind inkludiert, wir empfehlen Zimmer mit Meerblick – alles andere wäre ein Versäumnis.
Das feine, aber nicht allzu weitläufige Spa steht auch Tagesgästen offen, es bietet unter anderem drei Saunen (ab 16 Jahren) und einen knapp 13 m langen Innenpool mit großzügigen Öffnungszeiten von 7 bis 22 Uhr. Sehr gute Massagen, aus den meisten Behandlungsräumen genießt man den Ausblick auf’s Wattenmeer.
Fabelhafte Terrassen, großartiges Frühstücksbuffet bis 12 Uhr. Wer Halbpension (Aufpreis 44 Euro) bucht, erhält ein Drei-Gänge-Menü im ein paar gute Schritte entfernten Golfplatz-Restaurant, alternativ erhält man 55 Euro für das Sterne-Restaurant Kai 3 im Hotel gutgeschrieben. Gemütliche Bibliothek, stimmungsvolle Bar, feiner Weinkeller, große Auswahl an offenen Weinen. Sympathischer und präsenter Gastgeber, freundliche und zuvorkommende Mitarbeiter. Check-out bis 12 Uhr. Garage gegen 15 Euro pro Tag. Eher ungeeignet für Kinder. 32 Liegen, 150 Betten.