Wo leben die Ehrlichsten?

Für eine weltweite Untersuchung der Ehrlichkeit wurden 17.300 Plastikbeutel in 40 Ländern und mehr als 355 Städten deponiert. Die Säckchen enthielten einen Schlüssel, eine Visitkarte mit der Emailadresse des Besitzers und unterschiedlich viel Bargeld – in einigen war kaum eines drin, in anderen viel.

Das Ergebnis überraschte: Je mehr Geld im Plastikbeutel lag, umso mehr ehrliche Finder meldeten sich, und zwar in allen Ländern, Ausnahmen gab es nur mit Mexiko und Peru, dort war es genau umgekehrt. Die weltweit ehrlichsten Finder fanden sich in der Schweiz, gefolgt von Norwegen, Holland, Polen, Tschechien. Russland, Südeuropa und die meisten amerikanischen Länder rangierten im Mittelfeld. In Afrika und einzelnen lateinamerikanischen Ländern war der Rücklauf am geringsten, das Schlusslicht bildete China – nach Marokko und Kasachstan.

Generell zeigten sich die Menschen in nördlichen Ländern ehrlicher. Auffällig waren aber auch die Unterschiede innerhalb eines Landes: Wer in Portland (US-Bundesstaat Oregon) seine Geldbörse verliert, kann mit 89 Prozent Wahrscheinlichkeit damit rechnen, sie wieder zurückzubekommen. Im Spielerparadies Las Vegas wird man hingegen sein Geld mit 78 Prozent Wahrscheinlichkeit nicht mehr wiedersehen.

Die Studie wurde vom Gottlieb-Duttweiler-Institut gesponsert und von Wissenschaftern der Universitäten Zürich und Michigan durchgeführt.

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