Neuer Trend im ältesten Gewerbe

Diana ist 1,64 Meter groß, hat dunkles Haar, und sie ist ein Star: im Dortmunder Bordoll, einem Bordell, das neuerdings auch Sexpuppen anbietet – 15 mit unterschiedlichsten Körpermaßen und Hautfarben stehen zur Auswahl, alle haben ein metallenes Skelett sowie eine Vagina aus Silikon.

Die Nachfrage ist groß, und demnächst soll es Modelle geben, die, mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, wie Roboter agieren. Sie könnten noch stärker nachgefragt werden, das legt zumindest die deutsche Studie Homo digitals nahe: Fast jeder dritte Deutsche und jeder vierte Franzose könnte sich vorstellen, mit einem Sexroboter ins Bett zu gehen.

Während das Bordoll Deutschlands erstes Etablissment dieser Art ist, gehören die leblosen Silikonhüllen in Wien, Paris und Barcelona schon länger zum Angebot von Freudenhäusern, in Japan sind sie zum privaten Gebrauch sogar ziemlich verbreitet. Jedenfalls so sehr, dass Demographieexperten den starken Bevölkerungsrückgang in Japan bereits teilweise mit dem skurrilen Intimleben in Verbindung bringen: Gebiete mit negativen Geburtenraten korrelieren mit jenen, in denen besonders viele dieser Puppen verkauft wurden. Kanako Amano, ein Experte des NLI Forschungsinstitutes in Tokio: „Der Bevölkerungsrückgang ist Japans größtes Problem. Wir sind eine vom Aussterben bedrohte Art.“

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