Übergewicht, Softdrinks und neue Steuern

In Deutschland ist jeder Zweite übergewichtig, jeder Vierte sogar fettleibig. Häufig sind Softdrinks die Verursacher, da unser Verdauungssystem flüssigen Zucker sozusagen nicht richtig „versteht“, weshalb sich beim Trinken selbst von größeren Mengen kein Sättigungsgefühl einstellt. Außerdem zeigen mehrere Untersuchungen, dass der Genuss von Zucker Lust auf noch mehr Zucker macht.

Noch gefährlicher ist der Einsatz von künstlichen Süßstoffen, wie er bei Light-Getränken vorkommt: Die eigentlich kalorienfreien Süßstoffe können aus mehreren Gründen zu Übergewicht führen. Zum einen trinkt man mehr von Light-Getränken, da man doch von weniger Kalorien ausgeht. Zum anderen verändern künstliche Süßstoffe die Darmflora dahingehend, dass energiereiche Nahrung besser aufgenommen wird. Und drittens regt die künstliche Süße das Verlangen nach Süßigkeiten an.

Weltweit haben bereits 30 Länder eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke eingeführt oder diese beschlossen, darunter etwa Mexiko, Norwegen, Irland sowie – vor wenigen Wochen – Großbritannien. Je nach Zuckergehalt beträgt die neue Steuer dort nun umgerechnet stolze 22 Eurocent pro Liter, rund eine halbe Milliarde Pfund an jährlichen Mehreinnahmen werden erwartet. Dass eine Zuckersteuer die Bürger schlanker und gesünder macht, ist freilich bislang nicht belegt.

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