Schmutzwasser in 600 m Tiefe

Die Versorgung mit Trinkwasser ist bedroht – durch verschmutztes Grundwasser! In uralten, bis zu 600 m tiefen Grundwasserspeichern findet sich beispielsweise radioaktiver Wasserstoff (Tritium), der von den Atombombenversuchen der 1950er Jahren stammen muss. Das haben nun Forscher des IIASA in Laxenburg nachgewiesen. Weltweit untersuchten sie 6.500 Brunnen, die meisten davon lagen in den USA und in Europa. Sie fanden heraus, dass ein Großteil des globalen Grundwassers mehr als 12.000 Jahre alt ist, also aus jener Erdzeit stammt, in der Mammuts auszusterben begannen.

Hatte man bislang angenommen, dass nur junges Grundwasser in geringer Tiefe verunreinigt sein kann, so zeigt sich nun, dass das auch für uraltes Wasser in großen Tiefen gilt. Rund 60 Prozent der Grundwasservorkommen im obersten Kilometer der Erdkruste stammen aus uraltem, „fossilem“ Grundwasser.

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