Krebs durch Babypuder

Der Pharmagigant Johnson & Johnson ist von einem US-Gericht zur Zahlung von 72 Millionen Dollar verurteilt worden. Dies als Schadenersatz für Angehörige einer im Vorjahr an Eierstockkrebs verstorben Frau, die über dreieinhalb Jahrzehnte talkumhaltige Produkte des Herstellers zur Intimpflege eingesetzt hatte.

Wissenschaftler warnen bereits seit den 1970er Jahren vor einem potentiellen Krebsrisiko durch Talkum, zudem vor weiteren Gesundheitsgefährdungen dieses asbestähnlichen Inhaltsstoffs. So auch etwa das Bundesinstitut für Risikobewertung, das 2011 für Babys und Kleinkinder die Gefahr gravierender Gesundheitsstörungen – Atembeeinträchtigungen bis hin zu schweren Lungenschäden – anführte.

Die Firma Johnson & Johnson wies die Vorwürfe zurück, die Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher habe bei ihr oberste Priorität, das Urteil soll angefochten werden. Medienberichten zufolge stehen derzeit noch rund 1.700 Gerichtsverfahren gegen das Unternehmen an.

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