Ozeane aus Plastik

Ein großer Teil des Plastiks – weltweit werden alljährlich mehr als 300 Millionen Tonnen produziert – landet in der Umwelt und damit irgendwann im Meer. Dort bilden sich gigantische Plastikstrudel, der größte von den fünf bislang bekannten befindet sich im Pazifik und ist größer als Mitteleuropa. Da Plastik biologisch nicht abbaubar ist, zerfällt es in immer kleinere Partikel, um schließlich auf den Meeresboden abzusinken. Stellenweise befinden sich in den Meeren bereits 46-mal mehr Plastikpartikel als Plankton.

Fische und Seevögel, aber auch planktonfressende Organismen nehmen die Mikropartikel auf, die so in unsere Nahrungskette gelangt. Damit landet unser Müll wieder auf unserem Teller. Mit gravierenden Folgen für unsere Gesundheit.

Bei einem im Vorjahr an die spanische Mittelmeerküste gespülten Wal wurde der Mageninhalt untersucht: mehrere Blumentöpfe, zwei Wasserschläuche, 10 m Seil, 30 m2 Abdeckplanen. Insgesamt 18 kg Plastikmüll konnte der Wal nicht mehr ausscheiden, sie zerrissen ihm den Magen.

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