Schwul nach Medikament

Den Pharmagiganten Glaxo-Smith-Kline hatte der 52-jährige Franzose Didier Jambart geklagt, weil der nach der Einnahme des ihm verschriebenen Parkinson-Medikaments („Requip“) süchtig wurde: nach Glücksspiel und gleichgeschlechtlichem Sex. Durch die Tabletten mutierte der vormals brave Familienvater Jambart zu einem Besessenen, der Intimfotos von sich ins Netz stellte, um homosexuelle Exzesse anzubahnen – Vergewaltigung inklusive. Um das Glücksspiel zu finanzieren, verkaufte er unter anderem das Spielzeug seiner Kinder.

Als er nach zwei Jahren – und acht Selbstmordversuchen – das Medikament absetzte, wurde sein Verhalten schnell wieder völlig normal. Nach einem sieben Jahre langen Prozess sprach nun ein Berufungsgericht in Rennes Jambart in der Vorwoche 200.000 Euro Schadenersatz zu.

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