Preisminderung bei schlechtem Benehmen

Auf einer Vier-Sterne-Kreuzfahrt erlebte ein Urlauberpaar unangenehme Szenen von Mitreisenden, diese waren schlecht gekleidet und verstanden es nicht, sich zu benehmen. Der Grund: Die Reederei hatte das schlecht gebuchte Schiff in der Karibik mit Einheimischen „aufgefüllt“, diese zahlten nur Dumpingpreise, stellten aber die Mehrheit auf dem Cruiser. Das Wiener Handelsgericht sprach dem klagenden Pärchen 25 Prozent Preisminderung für die gesamte Pauschalreise zu. Da half auch der Einwand des Reiseveranstalters nichts, es sei keine mangelhafte Leistung eingeklagt worden, sondern nur das Verhalten der Mitreisenden. Denn: Wer mit einem entsprechenden Niveau wirbt, der muss auch zusehen, dass der Gast dies bekommt. Wäre doch schön, wenn die Richter auch mal das Recht des Wellnessgastes auf eine Ruheliege im Spa anerkennen würden!

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