Und tschüss, kleiner Weinbauer

Bisher musste man ein Winzer mit eigenem Garten sein, wenn man Wein machen wollte. Die Anbaufläche war streng beschränkt. Nun will die EU bis 2015 diese Beschränkung freigeben. Dann kann jeder unbegrenzt so viel anbauen, wie er will. Klingt doch gut, diese Liberalisierung. Nur: Da werden nicht die kleinen Bauern, sondern die großen Finanzinvestoren aus dem Ausland das Geschäft machen – für Global Player ein gefundenes Fressen!

Doch es kommt noch dicker: Seit etwa 12 Jahren hat die EU Milliarden aus Steuergeldern an Förderungen dafür bezahlt, dass Winzer ihre Anbauflächen verkleinern (rund 800.000 Hektar in Europa), alleine von 2009 bis 2011 waren es 1,1 Milliarden Euro. Warum? Weil es zu viel Wein gibt in Europa …

Nachsatz: In Österreich gibt es – noch – 20.000 Winzer. In Australien – mit knapp der vierfachen Anbaufläche – erzeugen nur 4 Firmen 70 Prozent des Weines.

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