Das Ich zum Selberbasteln

Das traditionelle Mann-Frau-Schema wurde in mehreren Ländern bereits abgeschafft. Ein „drittes“ Geschlecht wurde eingeführt, für sogenannte Intersexuelle.

Oft steht diese Wahlmöglichkeit auch Personen offen, die im biologischen Sinn zwar Mann oder Frau sind, sich aber nicht in diese beiden Kategorien einordnen lassen wollen. Sie nennen sich Transgender oder Nichtbinäre, Untergruppen sind Pangender (sie identifizieren sich mit beiden Geschlechtern), Agender (sie bezeichnen sich als geschlechtsneutral), Geschlechtsfluide (sie fühlen sich manchmal mehr als Mann und manchmal wiederum mehr als Frau) sowie viele andere.

Die neuen Möglichkeiten der Transgender-Ideologie, gemäß der jeder seine Identität nach seiner eigenen Vorstellung kreieren kann, müssen es wohl sein, die den 69-jährigen Niederländer Emile Ratelband auf eine Idee gebracht haben. Der Logik der Gender-Gesetzgebung folgend, hatte er nämlich vor kurzem versucht, sich gerichtlich um 20 Jahre jünger machen zu lassen. Seine Argumente wogen für ihn schwer: Bei der Stellensuche komme er sich wegen seines Alters diskriminiert vor, und auch beim Internet-Dating erleide er deswegen Nachteile. Außerdem fühle er sich wie ein Endvierziger. Wenn man sein Geschlecht frei wählen dürfe, so müsse diese Freiheit doch auch beim Alter gewährt werden – klar. Das Gericht hat seinen Verjüngungsantrag indes abgelehnt.

Der RELAX Guide 2020 ist da!

In 11 Tagen kommt er in den Buchhandel: der unbestechliche Spa-Scout RELAX Guide. Mit den Ausgaben Österreich + Südtirol 2020 und Deutschland + Südtirol 2020, jeweils mit allen Wellnesshotels des Landes. Alle wurden bewertet, die empfehlenswerten – die „Lilien-Hotels“ – ausführlich kommentiert.

Neu sind insgesamt 47 Hotels, neu ist auch das Service „Wellness auf einen Blick“. Dazu haben wir Top-Rankings in insgesamt sechs Kategorien erstellt. Das Spektrum reicht von „Yoga“ über „Klein und fein“ bis hin zu „Mit Kids“ und „Gourmet“.

Im RELAX Guide inkludiert sind ein eBook und eine App, mit der man Hotelanfragen mit vielen hilfreichen Filtern durchführen kann. Mit einem einzigen Klick erhält man damit von allen gewünschten Hotels Angebote. Das spart zeitraubende Telefonate und E-Mails!

Neu ist auch die Präzisierung des Begriffs „hundefreundlich“. Er wird nur mehr für Hotels verwendet, die für Vierbeiner gewisse Extras bieten, eine Hundedusche etwa oder den Zugang zu Restaurant und Bar.

Ganz groß ausgebaut haben wir den Südtirol-Teil des RELAX Guides. Dazu haben wir alle Südtiroler Hotels untersucht und jene, die mit Lilien bewertet werden konnten, ausgewählt. Es sind genau 100 geworden! Auf „Artenreichtum“ haben wir dabei besonders geachtet: Es gibt Resorts von Riesenausmaßen ebenso wie winzige. Große Mainstream-Hotels ebenso wie kleine und allerkleinste Hideaways. Ruhesuchende, Individualisten und Familien werden im RELAX Guide 2020 genauso bedient wie Menschen, die unverfälschte Naturnähe oder mit Tradition beseelte Bodenständigkeit bevorzugen.

Hoteltipps für Wellness & Wandern

Gerade jetzt im Herbst ist das Wandern besonders schön: milde Sonne, leuchtende Farben in den Wäldern und eine frische, klare Luft. Das entspannt nicht nur, das wirkt auch ungemein positiv auf Gesundheit und Gemüt. Einfach herrlich!

Was liegt also näher, als Wellnessurlaub mit Wandern zu verbinden? Da längst nicht jedes im Wald oder in den Bergen gelegene Hotel automatisch für einen Wanderurlaub optimal geeignet ist, haben wir diese Auswahl von 12 Top-Hotels zusammengestellt, und zwar nach vier Kriterien:

  • ein sehr gutes Wellnesshotel, also ein Lilien-Hotel
  • Wandern direkt ab Hotel – ohne Anfahrt mit dem Auto – muss möglich sein
  • das Hotel muss uns mit Rat und Tat zur Seite stehen (Info, Ausrüstung etc.)
  • ein Wandergebiet, das mit seiner Vielfalt und seinen Naturschönheiten begeistert

Hier nun unsere 12 Top-Hotels in alphabetischer Reihenfolge:

Das Schäfer ****s

Das Schäfer ****s 1 Lilie 14/20 Punkte

(Vorarlberg)

Im Großen Walsertal in Vorarlberg: Ein freundlicher Familienbetrieb mit Fokus auf Bodenständigkeit, Reduktion und Achtsamkeit. Das Hotel liegt auf einem Plateau am Ende des Großen Walsertals, das rund 230 km markierte Wanderwege in allen Schwierigkeitsgraden bietet – vom Spaziergang bis hin zur Gipfelwanderung. Viele Touren beginnen am Hotel und sind variabel von eineinhalb bis fünf Stunden planbar. Stöcke und Rucksäcke erhält man gegen eine geringe Leihgebühr, Karten und Lunchpakete ohne Aufpreis. Jeden Tag gibt es eine geführte Wanderung, das Führen ist hier Chefsache, die Eigentümer, Christine und Rainer, sind wahre Bergfexe.

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Der Daberer – das Biohotel ****s

Der Daberer – das Biohotel ****s 3 Lilien 17/20 Punkte

(Kärnten)

Im Gailtal in Kärnten: Ein Familienbetrieb mit liebevoll arrangierter Atmosphäre und Ausblick auf die Karnischen Alpen. Ein weitläufiges Netz an Trails gibt es in dieser Region, in allen erdenklichen Schwierigkeitsgraden, bis hinunter zum „Kinderwagen-Weg“. Der Einstieg ist direkt vom Hotel möglich, mehrheitlich bleibt man dann allerdings im Tal oder sozusagen auf halber Höhe, wer schnell höher hinaus will, dem empfiehlt sich eine kurze Anfahrt mit dem Auto. Botanikliebhabern wird einiges geboten, unschwer findet man Raritäten und Kostbarkeiten. Auf zahlreichen Almen wird übrigens auch heute noch Käse produziert, und das lässt sich auch erwandern: auf einem Käsewanderweg. Trinkflaschen, Rucksäcke, Regenschutz, Stöcke und Karten erhält man leihweise, pro Woche gibt es drei geführte Wanderungen.

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Chesa Valisa Naturhotel ****

Chesa Valisa Naturhotel **** 2 Lilien 15/20 Punkte

(Vorarlberg)

Im Kleinen Walsertal in Vorarlberg: Ein familiengeführtes Schmuckkästchen mit ökologischer und biologischer Orientierung. Zur Auswahl stehen hier 80 Trails aller Schwierigkeitsgrade, auch kinderwagentaugliche finden sich darunter. Wöchentlich gibt es eine vom Haus geführte Wanderung, tägliche Programme bietet die nahe Bergschule. Rucksäcke erhält man zur Gratisleihe, Stöcke und Schuhe gibt es gegen eine kleine Gebühr, die Tickets für die umgebenden acht Bergbahnen – und den Bus dorthin – sind kostenlos.

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Edelweiss Naturhotel Wagrain ****

Edelweiss Naturhotel Wagrain **** 2 Lilien 15/20 Punkte

(Salzburg)

Im Pongau bei Wagrain: Ein sympathisches, familiengeführtes Haus, es liegt wunderschön auf einer Alm in 1.200 m Seehöhe. Direkt ab der Hoteltüre beginnen Rundwanderwege, Höhenwanderwege, Waldspaziergänge – die Auswahl reicht von leichten, kinderwagentauglichen Strecken (die Anzahl wird allerdings nach kurzer Autofahrt deutlich größer) bis hin zu anspruchsvolleren, jedenfalls sind 140 km markiert und direkt vom Hotel aus zu erobern. Stöcke, Rucksäcke und Ferngläser gibt es zur Gratisleihe, dreimal wöchentlich bietet man geführte Wanderungen, der Wander-Guide heißt Adam, er ist kein Bergführer, aber Skicross-Sportler im Nationalteam und ganz nebenbei Sohn des Hauses.

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Fasching Dorfhotel ****s

Fasching Dorfhotel ****s 3 Lilien 17/20 Punkte

(Steiermark)

Im Joglland in der Steiermark: Ein liebevoll geführter, ländlicher Familienbetrieb, er liegt in Peter Roseggers Waldheimat, gleichzeitig aber auch an der Nordroute des Gletscher-Wein-Trails, eines fast 600 km langen Weitwanderwegs, der vom Dachstein-Gletscher bis nach Bad Radkersburg im Thermenland führt (die Südroute endet dagegen in Leibnitz in der Südsteiermark). Rund um das Hotel existiert ein gut beschildertes und vor allem auch abwechslungsreiches Wegenetz von rund 60 km Länge. Stöcke, Kartenmaterial und Rucksäcke gibt es zur Gratisleihe.

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Höflehner Naturhotel ****s

Höflehner Naturhotel ****s 2 Lilien 16/20 Punkte

(Steiermark)

Im Ennstal in der Steiermark: Hoch über dem Tal gelegener Familienbetrieb, er bietet einen unmittelbaren Einstieg in mehrere Trails aller Schwierigkeitsgrade, sie sind demnach auch für Familien mit Kindern geeignet. Die Königstour – Klafferkessel – ist mit etwa neun Stunden Gehzeit die längste, gilt allerdings als eine der schönsten der Ostalpen. Geführte Wanderungen werden mehrmals täglich angeboten, ein Lunchpaket kann man sich am Frühstücksbuffet selbst zusammenstellen. Unter den Wanderführern findet sich auch Harry, der Sohn des Hauses, der die Gäste mit seinem Ziehharmonikaspiel unterhält. Stöcke, Rucksäcke, Ferngläser und Kartenmaterial werden vom Haus gestellt, ebenso wie Regenschutz und Trinkflasche.

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Jerzner Hof ****

Jerzner Hof **** 2 Lilien 16/20 Punkte

(Tirol)

Im Pitztal in Tirol: Auf einem Sonnenhang hoch über dem Pitztal gelegener Familienbetrieb unweit der Hochzeiger-Gondelbahn, sie ist übrigens in drei Autominuten erreichbar, ebendort beginnen auch die Wanderwege. Es gibt etwa 100 km markierte Wege, sie sind ausnahmslos für Bergwanderer geeignet, nicht anders ist es in den nahen Regionen Naturpark Kaunergrat, Rifflsee und Pitztaler Gletscher. Stöcke und Rucksack erhält man ohne Aufpreis, für Karten fallen teilweise Gebühren an, ein Lunchpaket ist für einen sehr geringen Aufpreis erhältlich. Geführte Wanderungen sind dreimal wöchentlich Teil des hoteleigenen Aktivprogramms.

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Juffing ****s

Juffing ****s 3 Lilien 17/20 Punkte

(Tirol)

Nähe Kufstein in Tirol: Ein kleiner, feiner Familienbetrieb, er liegt hoch im Thierseetal, zwischen den bayerischen Voralpen mit dem mächtigen Hinteren Sonnwendjoch und dem Aussichtskamm der östlichen Brandenberger Alpen mit dem Pendling, dem Hausberg. Die Auswahl an Wegen ist beträchtlich, rund um eine bezaubernde Bergkulisse finden sich jedenfalls Wege und Steige für jeden Geschmack, bewirtschaftete Hütten und Berggasthöfe laden stets zur Einkehr ein. Stöcke, Rucksäcke, Karten und Jause sind im Zimmerpreis inkludiert. Geführte Wanderungen werden vom örtlichen Tourismusverband angeboten, dies täglich (außer Sa und So).

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Kranzbach ****s

Kranzbach ****s 4 Lilien 20/20 Punkte

(Bayern)

Bei Garmisch-Partenkirchen in Bayern: Ein Top-Spa-Hotel, zudem ein lupenreines „Erwachsenenhotel“, es liegt auf 1.030 m Seehöhe und ist von Bergen umgeben – Ausblick auf die Zugspitze inklusive. Neben einer traumhaften Naturlandschaft findet man hier ein ausgedehntes Wegenetz für leichte Spaziergänge bis hin zu schweren Wanderungen mit vielen Höhenmetern. Herrlich sind etwa der Rundweg zur Elmauer Alm und die anspruchsvolle Königstour zum Königshaus am Schachen – eine Führung durch das Domizil von König Ludwig sowie der am Schachen gelegene Alpengarten machen den langen Aufstieg unvergesslich. Stöcke, Rucksack, Trinkflaschen und Karten erhält man zur Gratisleihe. Geführte Wanderungen finden zweimal wöchentlich statt.

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Rimberg ****

Rimberg **** 1 Lilie 14/20 Punkte

(Nordrhein-Westfalen)

Bei Schmallenberg im Hochsauerland (NRW): Ein erst vor wenigen Jahren neu errichtetes Haus in angenehmer Größe, es liegt auf einem Plateau in etwa 650 m Seehöhe, eher flache und zum Teil auch kinderwagentaugliche Wanderwege führen beispielsweise auf die Hunau-Hütte (800 m Seehöhe) oder auf den 12 km entfernten Kahlen Asten, der beinahe genauso hoch ist, zurück gelangt man auf Wunsch mit dem Hotelbus. Auf dem Weg zum Kahlen Asten quert man übrigens einen 150 km langen Weitwanderweg durch das gleichnamige Mittelgebirge. Stöcke, Karten und Rucksack erhält man ohne Aufpreis leihweise, ein Lunchpaket ist inkludiert. Geführte Wanderungen werden zweimal wöchentlich angeboten.

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Waldhaus Ohlenbach ****

Waldhaus Ohlenbach **** 2 Lilien 15/20 Punkte

(Nordrhein-Westfalen)

Bei Schmallenberg im Hochsauerland (NRW): Niveauvoller Familienbetrieb ohne Mainstream-Anmutung, er ist von zahlreichen Wanderrouten umgeben. Auf Wunsch werden Gäste zudem täglich mit dem Hotelbus in drei weitere Orte gebracht, diese sind 5 bis 15 km entfernt und bieten die Möglichkeit, ein größeres Gebiet kennenzulernen, ein Shuttle sorgt kostenfrei für den Rücktransport. Viele Wege verlaufen eher flach, die Höhenunterschiede betragen maximal 400 m, mit dem Kinderwagen kommt man jedoch nicht weiter. Ferngläser und Karten stellt das Hotel leihweise gratis zur Verfügung, ein Lunchpaket ist inkludiert. Geführte Wanderungen werden nach Bedarf angeboten.

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Zechmeisterlehen Alpenhotel ****s

Zechmeisterlehen Alpenhotel ****s 2 Lilien 15/20 Punkte

(Bayern)

Bei Berchtesgaden in Bayern: Ein preisgünstiger, typisch bayerischer Familienbetrieb inmitten einer Vielzahl von Wanderwegen, das Spektrum reicht von leichten, auch kinderwagentauglichen Rundwegen bis hin zu Klettertouren im Hochgebirge. In drei Stunden gelangt man beispielsweise auf den 1.406 m hohen Kühroint, wer oben auf der Hütte einkehrt, sitzt in Front-Row-Qualität vor dem Watzmann-Massiv. Stöcke und Rucksäcke gibt es zur Gratisleihe, wer frühmorgens ohne Frühstück aufbricht, erhält ein Lunchpaket zum Mitnehmen. Mehrmals pro Woche gibt es geführte Wanderungen, sie werden extern und kostenfrei organisiert.

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Liebe Greta

Ich bin Jahrgang 1941 und muss mir heute anhören, wir ruinierten der Jugend das Leben. Ich muss euch enttäuschen, denn in meiner Jugend wurde nachhaltig gelebt.

Zum Einkaufen und zur Schule musste ich mehrere Kilometer zu Fuß laufen, transportiert wurden die Einkäufe in einem Netz. Wenn Kleidung nicht mehr brauchbar war, wurden alle noch verwertbaren Dinge wie Knöpfe oder Reissverschlüsse abgetrennt und der Rest als Putzlappen genutzt. Geschenkpapier wurde vorsichtig geöffnet, um es wiederzuverwenden. Als Schüler sammelten wir Altpapier und Flaschen und halfen bei der Kartoffelernte. Ich könnte noch viel über gelebte Nachhaltigkeit erzählen, stattdessen muss ich mir von Rotzlöffeln, die sich von Mami mit dem SUV zur Schule kutschieren lassen, sagen lassen, wir ruinierten ihr Leben.

Wir hatten keine elektronischen Spiele, unser WhatsApp waren Zettel unter der Schulbank. Wir verabredeten uns mündlich, Telefon war nur für Notfälle gedacht. Ihr aber werft eure Kleidung nach zweimaligem Tagen weg, produziert Müll ohne Ende, verbraucht seltene Erden und müsst immer die neuesten Geräte besitzen. Wenn ihr am Handy ein Video streamt, verbraucht ihr pro Minute gleich viel Strom wie ein 1.000-Watt-Elektroofen – und ihr wisst es nicht einmal! Auf euren Demos lässt ihr euren Müll von Erwachsenen wegräumen, und am Wochenende geht es zum Open-Air-Konzert. Wenn ihr einmal so richtig nachhaltig gelebt habt wie unsereins, dann dürft ihr gerne streiken. (Leserbrief an die Weltwoche von Egidio Cattola, Schweiz.)

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Veganer sind keine schlechten Menschen

Was wäre, wenn sich Fleischesser wie Veganer verhalten würden?
Der US-Comedian JP Sears präsentiert in seiner „Ultra Spiritual Life“-Episode Nummer 35 eine Wurst, die ein Gurkenersatz auf Fleischbasis ist.

Sie hat den Geschmack und die Konsistenz einer Gurke, ohne freilich eine Gurke zu sein. Sears sagt, er könne „niemals Pflanzen essen, die in Massenpflanzenhaltung unter unmenschlichen Bedingungen gezogen wurden“. Schließlich würde jede Pflanze „gegen ihren Willen“ in den Boden gesteckt und stünden jeder Pflanze nur weniger als 2,5 Quadratzentimeter Fläche zu.

Für Sears ist Fleisch die „spirituell fortschrittlichste Ernährung“. Die Welt sei viel sicherer, wenn wir die Tiere essen, die uns essen könnten. Weil er die Pflanzen nicht quälen will – „Sie produzieren Sauerstoff für uns, warum sollten wir sie essen?“ –, bestellt er dann bei einem verblüfften Kellner Tofu-Frühlingsrollen. Allerdings, so räumt er ein, esse er keinen Tofu. „Hätte Sie das bitte ohne Tofu?“ Egal, es müsse kein Steak sein. Mit einem Huhn etwa, wäre er auch zufrieden, „wenn Sie das mit Tofu-Geschmack hätten“. JP Sears resümiert: „Es ist ja nicht so, das Veganer schlechte Menschen sind. Es ist halt nur, dass sie schreckliche Menschen sind.“

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Zusammenhang: Darmflora und Autismus

An die zwei Kilogramm Bakterien leben in unserem Darm, je nach Alter und Ernährung in unterschiedlicher Zusammensetzung.

Genau diese Zusammensetzung scheint sich nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die psychische Gesundheit auszuwirken. So werden mittlerweile auch Depressionen mit der Art der Darmflora – dem sogenannten Mikrobiom – in Verbindung gebracht.

Eine neue Studie an Mäusen zeigt nun sogar einen Zusammenhang zwischen der Darmflora und Autismus. Forscher des California Institute of Technology („Caltech“) in Pasadena haben Mäusen Stuhlproben von autistischen Kindern implantiert, die Resultate waren eindeutig: Die Mäuse mit Fäkalimplantaten zeigten alle Symptome autistischen Sozialverhaltens.

Scheidungswahrscheinlichkeit berechnen

In westlichen Ländern wird im Schnitt jede zweite bis dritte Ehe geschieden – in Luxemburg sind es sogar 87 Prozent. Ein schottischer Mathematiker und ein amerikanischer Psychologe wissen, warum.

Denn sie haben eine Formel gefunden, mit der sie mit 90 prozentiger Wahrscheinlichkeit errechnen können, ob sich Paare einmal scheiden lassen werden oder nicht. Hunderte von Ehepaaren untersuchten die beiden bei ihren Gesprächen, sie maßen den Herzschlag und alles mögliche.

All das mündete in zwei Formeln. Wt+1=IHW(Ht)+r1Wt+a lautet jene für die Frau. Die Formel für den Mann lautet Ht+1=IHW(Wt)+r2Ht+b. Die Parameter a und b beziehen sich darauf, wie gut sich die Partner ohne den jeweils anderen fühlen. W steht für die Reaktion der Frau im Streit, H für die des Mannes. I ist der Einfluss, den die Partner aufeinander haben, r1 und r2 geben an, wie die Partner miteinander reagieren, t ist der Zeitfaktor.

Hochinteressant am Gefundenen ist die Rolle der sogenannten Frustrationstoleranz. Denn nicht nur Paare, die viel streiten, lassen sich scheiden, sondern auch solche, die einander viel durchgehen lassen und selten streiten. Und Paare, die zusammenbleiben, streiten laut der Untersuchungen sogar besonders viel, sie sprechen allerdings Beziehungsprobleme an. Fazit: Die Rechnung wird mit regelmäßigen Auseinandersetzungen über frustrierende Alltagserfahrungen am ehesten zur Erfolgsgleichung. Konfliktvermeider und Eskalateure haben hingegen schlechte Karten.

Wellness und Sport

Sport und Wellness haben viele Gemeinsamkeiten: Beides belebt den Organismus, wirkt ausgleichend auf die Psyche und sorgt so für mehr Wohlbefinden. „Außerdem: Wenn man Sport in einen Wohlfühlurlaub einbindet, kann man auch die gute Küche ohne schlechtes Gewissen genießen“, weiß Christian Werner, Herausgeber des kritischen Wellnesshotelführers RELAX Guide. Die besten Hotels dafür hat die Redaktion zusammengestellt.

Besonders wohltuend ist es natürlich, wenn man sich in der frischen Luft bewegen kann. „Österreich ist mit einer ganz wunderbaren Natur gesegnet und manche Wellnesshotels liegen auch wirklich in feinen Gegenden“, schwärmt Werner. Ihr Angebot reicht dabei von Laufstrecken über geführte Wanderungen bis hin zu Golfplätzen.

Ausgewählte Spitzenhäuser für Wellness und Sport:

Posthotel Achenkirch *****

Tirol – Sport nur für Erwachsene

4 Lilien 19 Punkte

Tirols ältestes und zweifellos auch renommiertestes Spa-Hotel Posthof Achenkirch ist schon seit geraumer Zeit ein reines Erwachsenenhotel. Für Sportbegeisterte ist das Haus ein Paradies: Es verfügt über eigene Sport-Anlagen für Golf, Tennis, Squash, Reiten, Fitness und stellt auch Ausrüstung zum Wandern und Radfahren zur Verfügung. Hinzu kommt ein konkurrenzlos breites Angebot an täglichen Entspannungs- und Aktivprogrammen, darunter Meditation, Qi Gong, Tai Chi, Pilates und Yoga, die insgesamt acht Saunen schließen um 20 Uhr.

Ein weiteres Highlight: Der große Lipizzanerreitstall. Der Wellnessbereich ist außerordentlich weitläufig, unter anderem bietet er sechs Pools, zwei Whirlpools, großartige Fitnesszonen, Liegewiese, ein Ladys-Spa und ein Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin. Sehr gute bis ausgezeichnete Küche mit biologischer Ausrichtung, vieles kommt aus der eigenen Landwirtschaft.

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Posthotel Achenkirch *****

Der Steirerhof *****

Steiermark – Unschlagbares Aktivprogramm

4 Lilien 20 Punkte

Der Steirerhof in der Steiermark bietet ein beinahe unschlagbar breites Aktivprogramm: von Nordic- oder Smovey-Walking am Morgen über Wassergymnastik, Schwimmtraining, geführten Radtouren bis hin zu Yoga und Bogenschießen. Auch hoteleigene Tennissandplätze sind täglich geöffnet.

Der Wellnessbereich bietet Thermalwasser und ganz allgemein eine erquickende Fülle an Einrichtungen, unter anderem sieben Pools mit Temperaturen zwischen 20 und 38 Grad und insgesamt 800 m2 Wasserfläche, das längste Außenbecken misst knapp 23 Meter. Noch mehr Genuss verheißen der feine FKK-Außenbereich mit Saunen und Naturpool, großzügige Ruhezonen sowie ein sorgsam abgeschottetes Ladys-Spa. Die insgesamt fünf Saunen schließen nach großzügigen Öffnungszeiten um 21 Uhr. Grandioses Frühstücksbuffet, sehr gute Küche mit biologischer Ausrichtung und vegetarischen Varianten. Ungeeignet für Kinder!

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Der Steirerhof *****

Reiters Supreme *****

Burgenland – Perfekt für Tennisfans

4 Lilien 20 Punkte

Tennisfans sei das Reiters Supreme im Burgenland ans Herz gelegt. Die Sport Arena des Hauses verfügt über zwei Tennis-Hallenplätze, zwei Tennis-Sandplätze (samt Trainer für alle Altersgruppen) und eine Boulderhalle. Gleichzeitig liegt das Haus an einem 27-Loch-Golfplatz.

Der Thermal-Wellnessbereich erfreut unter anderem mit neun unterschiedlich temperierten Pools (Sole, Süßwasser, mineralisiertes Thermalwasser), mit einem Ladys-Bereich und feinen Rückzugsoasen innen und außen. Täglich wird auch ein umfangreiches Aktivprogramm angeboten, die insgesamt fünf Saunen schließen zwischen 19 und 22 Uhr. Fabelhafte Restaurantterrassen, die Küche ist ausgezeichnet. Sie bezieht ihre Zutaten übrigens von den hauseigenen Bauernhöfen oder von zahlreichen Kleinbetrieben aus der Umgebung. Kinder unter 16 Jahren werden nicht als Gäste akzeptiert.

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Reiters Supreme *****

Gmachl Genussdorf ****s

Salzburg – Sport und Natur

4 Lilien 19 Punkte

Das Salzburger Wellnesshotel Gmachl bietet eine wunderbare Kombination aus Natur und Sportangebot. Läufer finden rund um das Haus etwa ein schier endloses Netz an Laufstrecken. Die mächtige Bergwelt lädt zu Wanderungen und Mountainbike-Touren ein. Den richtigen Abschlag findet man auf den Golfplätzen in unmittelbarer Nähe und an den hauseigenen Tennisplätzen unterrichtet auf Wunsch ein eigener Trainer.

Das Spa ist auf drei auseinanderliegende Zonen aufgeteilt, eine ist Erwachsenen vorbehalten und geradezu sensationell. Sie liegt im vierten Stock auf dem Dach und gewährt dadurch einen herrlichen Ausblick auf die Festung Hohensalzburg – direkt aus einem auch im Winter nutzbaren Infinity-Außenpool von 14 Meter Länge. Weiters gibt es ein romantisches Solebecken, wunderbar angenehme Behandlungsräume und sehr gute Massagen, eine Wohltat ist auch der große Garten mit Außensauna, Liegewiese, Schwimmteich und Wasserfall, die insgesamt acht Saunen schließen um 20 Uhr, jene im Dach-Spa um 22 Uhr. Sehr gute bis ausgezeichnete Küche.

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Gmachl Genussdorf ****s

Wasnerin G’sund & Natur ****s

Steiermark – Für Körper und Geist

3 Lilien 18 Punkte

Im steirisches Haus Wasnerin G’sund & Natur werden sowohl Körper als auch Geist trainiert – ist es doch eine Art Literatur-plus-Yoga-Hotel. In der Bibliothek und Kaminlounge finden demnach auch regelmäßig Lesungen namhafter österreichischer und deutscher Schriftsteller statt. Täglich gibt es ein Aktivprogramm mit Yoga-Schwerpunkt, die insgesamt drei Saunen schließen um 20 Uhr. Im Angebot stehen übrigens auch drei- bis fünftägige Yoga-Packages sowie ärztlich begleitete Detox-Kuren.

Das Spa ist ausnahmslos Hotelgästen vorbehalten und bietet zudem gute Treatments. Sehr gute Küche mit veganen Varianten.

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Wasnerin G’sund & Natur ****s

Die Post ****s

Kärnten – Wanderungen aller Art

2 Lilien 16 Punkte

Wandern ist eine Wohltat für Körper und Psyche – ganz besonders in einer so traumhaften Umgebung wie dem Millstätter See in Kärnten. Und eben dort hat sich das Haus Die Post auf Wandern spezialisiert: Angeboten werden unter anderem auch exotische Touren wie Sonnenaufgangswanderung, Vollmondwandern, Meditatives Wandern, Barfußwandern oder Kneippwanderung. Es gibt aber auch Angebote für Golfer und Tennisspieler.

Das Spa ist inwendig nicht allzu groß, zu den Highlights zählen FKK-Solepool, Ladys-Spa, ein knapp 16 Meter langer, auch im Winter nutzbarer Außenpool sowie hervorragende Treatments in ansprechenden Räumen, die insgesamt vier Saunen schließen um 20 Uhr. Gute bis sehr gute Küche.

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Die Post ****s

Reiterhof Natur- & Aktiv-Resort ****s

Tirol – Paragleiten beim Achensee

2 Lilien 16 Punkte

Das Reiterhof Natur- & Aktivresort liegt ein paar Kilometer vom Tiroler Achensee entfernt auf einer kleinen Anhöhe am Waldrand. Doch nicht nur die Landschaft, sondern auch das Aktivprogramm kann sich sehen lassen: Von geführten Wanderungen und Radtouren über Klettern, diversen Wassersportarten sowie Yoga bis hin zu Paragleiten.

Das Spa bietet einen im Winter nutzbaren Außenpool, den großen Therapiebereich der Mercure Recreation (ebendort: Massagen in Best-ever-Qualität), einen kleinen Schwimmteich und großartige Möglichkeiten zum Saunieren. Die insgesamt fünf Saunen schließen um 19 Uhr. Schöne Terrasse, sehr gute Küche. Ungeeignet für Kinder.

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Reiterhof Natur- & Aktiv-Resort ****s

Brennseehof Familien-Sport-Hotel ****s

Kärnten – Perfekt für Familien

1 Lilien 14 Punkte

Wer gerne mit dem Nachwuchs Sport betreibt, der ist im Familien-Sport-Hotel Brennseehof in Kärnten goldrichtig. Ganzjährig stehen rund zehn verschiedene Sportarten wie diverse Wassersportarten, Biken oder Tennis für Kinder und Eltern zur Auswahl – in schöner und ruhiger Lage am See. Ab der Hoteltür gibt es feine Laufstrecken, Leihfahrräder sind gratis. Zudem erfreuen die großzügig angelegten Outdoor-Spielbereiche, eine Ballspielhalle sowie ein Kinderhaus mit täglich neun bis zwölf Stunden Betreuung.

Im Spa gibt es einen ausreichend großen Außenbereich mit Sauna, Sonnendeck sowie einer knapp ein halbes Hektar großen Liegewiese an einem flachen Badestrand, die insgesamt fünf Saunen schließen zwischen 20 und 21 Uhr. Die Küche favorisiert regionale Bauernprodukte und Gemüse aus dem eigenen Garten.

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Brennseehof Familien-Sport-Hotel ****s

Schlosspark Mauerbach ****s

Niederösterreich – Sporteln im Wienerwald

2 Lilien 14 Punkte

Schön gelegen, schön anzusehen: Das Schloss Mauerbach in Niederösterreich ist ein modernes Hotel inmitten eines fünf Hektar großen, historischen Parks. Wem der Sinn nach Bewegung steht, der nutzt die Lauf- und Walkingwege im Park und in der Umgebung oder die zahlreichen Mountainbike-Routen im Wienerwald. Im Haus gibt es unter anderem Yogastunden und Aquagymnastik.

Das Spa erfreut etwa mit einem 14 Meter langen, auch im Winter nutzbaren Außenpool, einem schönen Außenbereich und einem elf Meter langen Innenpool. Die Massagen sind gut, die insgesamt fünf Saunen schließen nach großzügigen Öffnungszeiten um 22 Uhr. Fabelhafte Restaurantterrasse mit Morgensonne, gute Küche. Ungeeignet für Kinder.

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Schlosspark Mauerbach ****s

Ebners Waldhof am See ****s

Salzburg – Wandern, Laufen und Biken beim Fuschlsee

1 Lilie 14 Punkte

Inmitten der Salzburger Fuschlseeregion mit ihren Bergen, Hügeln und Almen lädt der Ebeners Waldhof am See zum Wandern, Laufen und Mountainbiken ein. Der Fuschlsee direkt vor der Türe sorgt (im Sommer) für eine herrliche Erfrischung. Im Hotel gibt es wiederum eine Sporthalle mit Volleyball und Hockey.

Der weitläufige Wellnessbereich besteht aus einem alten und einem neuen Teil und bietet unter anderem sechs Pools und Ruhezonen mit feinem Ausblick auf den See, die vier Saunen schließen um 20 Uhr. Fabelhafte Restaurantterrassen, gute Küche. Betreuung von Kindern ab drei Jahren.

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Ebners Waldhof am See ****s

Italiens Polizei strafte heuer empfindlich

Polizia molto arrabbiata! Große Hitze, aber auch schikanöse Geldstrafen waren Kennzeichen dieses Sommers, zumindest in Italien.

So wurde etwa eine junge Kanadierin, die sich im Bikini in den Giardini Papadopoli am Canale Grande gesonnt hatte, mit 250 Euro bestraft, ein Österreicher, der am Strand Barcola bei Triest eine Hängematte zwischen zwei Pinien gespannt hatte, mit 300 Euro. Für ungebührliches Planschen im Trevi-Brunnen musste ein spanischer Tourist gleich 500 Euro berappen, er war nämlich dabei zum Spass als römischer Zenturion verkleidet. In Rom ist es nämlich seit einem Jahr verboten, sich in antike Kostüme zu werfen und dazu ein Plastikschwert zu schwingen – das hätte man freilich wissen müssen.

Ein Paar aus Berlin, das auf der Rialto-Brücke in Venedig Kaffee auf einem Campingkocher gebrüht hatte, wurde mit insgesamt 950 Euro belegt, zudem musste es die Stadt unverzüglich verlassen. Auch Heidi Klum und Tom Kaulitz wurden nach ihrer Hochzeit auf einer Yacht vor der Insel Capri gezwungen, tief in die Tasche zu greifen: 6.000 Euro wegen Schwimmens in der Blauen Grotte auf der Nordseite der Insel – ist ja schließlich verboten!

Teufelsküche

Wundern Sie sich auch manchmal über absurd erscheinende Lebensmittelpreise? Wie kann es sein, dass ein Kilo Putenkeulen beim Diskonter nur 3,30 Euro kostet? Wie viele Cent davon bleiben dem Bauern? Und wie viele Cent davon gehen in das Futter für die Aufzucht? Kann es sich bei einem solchen Fleisch noch um ein Nahrungsmittel im eigentlichen Sinn handeln? Also um etwas, das uns nährt – und nicht nur satt macht?

Peter Gnaiger ist Journalist bei den Salzburger Nachrichten, in der er auch die gleichnamige Kolumne „Teufelsküche“ schreibt – Gastronomie und Lebensmittelproduktion sind seine Domäne. Ihm geht es dabei um ein Stück Lebenskunst, um das gute alte Handwerk, das von immer weniger Bauern, Fischern, Metzgern, Käsern und Köchen hochgehalten wird. Gnaiger wirft kritische Blicke in Gastroküchen, in denen ungelernte Mitarbeiter fabrikmäßig Vorgefertigtes aus der Verpackung reißen und aufwärmen. Er geht dubiosen Machenschaften auf den Grund, entlarvt die kleinen Tricks ach so großer Köche und bringt so manches werbliche Lügengebäude zum Einsturz.

Mit bissigem Humor entzaubert Gnaiger in seinem neuen Buch die Hochglanzwelt der kulinarischen Blender und Glasperlenspieler. Es zeigt eine kalte Welt, in der immer mehr Köche nicht einmal mehr Selbstdarsteller sind, sondern nur noch Requisiteure der Gourmet- und Lebensmittelindustrie. Empfehlenswert!

Peter S. Gnaiger: Teufelsküche, Wieser Verlag, 21 Euro.