Daten von 500 Millionen Hotelgästen

Die Datenbank von Marriott, der weltgrößten Hotelgruppe mit 6.700 Hotels und 29 Marken, darunter Sheraton, Westin und Ritz-Carlton, wurde vor kurzem gehackt. Rund 500 Millionen Gäste dürften davon betroffen sein, von einem Großteil wurden besonders sensible Daten gestohlen, nämlich Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Reisepassnummer, Geburtsdatum, Daten von Hotelaufenthalten sowie Kreditkartennummern. Damit ist es den Hackern möglich, falsche Identitäten zu schaffen.

Der Hackerangriff auf Marriott ist einer der größten der Geschichte, auf dem ersten Platz steht jedoch nach wie vor Yahoo, bei dem Daten von drei Milliarden Kunden gestohlen wurden. Das jüngste Datenleck von Facebook – private Fotos von 7 Millionen Nutzern – nimmt sich dagegen noch ziemlich klein aus.

Der Aktienkurs von Marriott brach nach dem Bekanntwerden des Hackerangriffs um 12 Prozent ein.

Mit Scham zur Bahn

Zuerst Plogging, dann Plalking (beim Joggen bzw. Spazierengehen Müll aufsammeln) – die Schweden verstehen es, Umweltschutz zu einem Trend zu machen. Jetzt ist Flygskam dran. Zusammengesetzt aus den Worten Flug und Schande ist es mit „Flugscham“ gleichzusetzen. Es geht also darum, sich wegen seiner Flugreisen zu schämen. Mit dem #jagstannarpåmarken kann man sich dazu bekennen: „Ich bleibe am Boden.“

Selbst Politiker loben plötzlich die Vorzüge einer Dienstreise per Bahn. Und der ehemalige Biathlet und Olympiasieger Björn Ferry wollte als TV-Kommentator für die nächste Wintersportsaison gar nur zur Verfügung stehen, wenn er die Strecken zwischen seinen Einsätzen – insgesamt 13.000 Kilometer – mit der Bahn statt mit dem Flugzeug zurücklegen kann.

Das Vielfliegerland Schweden scheint sich zu verändern: Von Jänner bis September 2018 gab es bei Inlandflügen bereits einen dreiprozentigen Rückgang. Und Flygskam kam flugs auf die Liste für das Wort des Jahres.

Neuer Trend im ältesten Gewerbe

Diana ist 1,64 Meter groß, hat dunkles Haar, und sie ist ein Star: im Dortmunder Bordoll, einem Bordell, das neuerdings auch Sexpuppen anbietet – 15 mit unterschiedlichsten Körpermaßen und Hautfarben stehen zur Auswahl, alle haben ein metallenes Skelett sowie eine Vagina aus Silikon.

Die Nachfrage ist groß, und demnächst soll es Modelle geben, die, mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, wie Roboter agieren. Sie könnten noch stärker nachgefragt werden, das legt zumindest die deutsche Studie Homo digitals nahe: Fast jeder dritte Deutsche und jeder vierte Franzose könnte sich vorstellen, mit einem Sexroboter ins Bett zu gehen.

Während das Bordoll Deutschlands erstes Etablissment dieser Art ist, gehören die leblosen Silikonhüllen in Wien, Paris und Barcelona schon länger zum Angebot von Freudenhäusern, in Japan sind sie zum privaten Gebrauch sogar ziemlich verbreitet. Jedenfalls so sehr, dass Demographieexperten den starken Bevölkerungsrückgang in Japan bereits teilweise mit dem skurrilen Intimleben in Verbindung bringen: Gebiete mit negativen Geburtenraten korrelieren mit jenen, in denen besonders viele dieser Puppen verkauft wurden. Kanako Amano, ein Experte des NLI Forschungsinstitutes in Tokio: „Der Bevölkerungsrückgang ist Japans größtes Problem. Wir sind eine vom Aussterben bedrohte Art.“

„Dinner for One“ erstmals in Großbritannien

In vielen europäischen Ländern läuft das Zweipersonenstück „Dinner for One“ an jedem Silvesterabend im Fernsehen, und zwar seit Jahrzehnten als Dauererfolg. Doch in Großbritannien, seinem Heimatland – und dem der Darsteller –, blieb der 1962 vom NDR verfilmte Sketch-Klassiker unbekannt, bis vor kurzem: Zur Jahreswende kam er erstmals ins Fernsehen.

Es ist die Geschichte des armen Butlers James, der den vier Geburtstagsgästen von Miss Sophie – Mr Pomeroy, Mr Winterbottom, Sir Toby und Admiral von Schneyder – ein viergängiges Menü aufzutragen hat. Allerdings sind alle Gäste bereits verschieden, daher muss James zu jedem Gang viermal mit Miss Sophie anstoßen, weshalb er seinen Dienst allmählich in schwer trunkenem Zustand verrichten muss. Zum Hindernis wird dabei der Schädel eines Tigerfells, das im Esszimmer zwischen Tisch und Anrichte platziert ist.

„Dinner for One“ hält übrigens seit 1988 den Guiness-Rekord für das am häufigsten wiederholte Fernsehprogramm.

20 Jahre im Weltall

Die internationale Raumstation ISS, die in 400 km Entfernung alle 90 Minuten die Erde umrundet, ist im November 20 Jahre alt geworden.

1998 wurde das erste russische Modul ins All geschossen, seither ist die ISS immer weiter gewachsen, mittlerweile ist sie bereits so groß wie ein Fußballfeld – die ausladenden Sonnenkollektoren allerdings eingerechnet. Eine Wohlfühlherberge ist sie allerdings nicht: Das Essen kommt aus der Tube, die Möglichkeit zur Körperpflege ist begrenzt, das Ambiente höchst gewöhnungsbedürftig. Der Ausblick freilich ist konkurrenzlos schön.

Die ISS ist übrigens live mitzuverfolgen.

Mehr

Wie der Darm auf Fertigprodukte reagiert

Emulgatoren sind gut – für die Nahrungsmittelindustrie. Ohne sie gäbe es keine Fertigsauce, keine Mayonnaise, kein Softeis und vieles andere aus der Fabrik.

Emulgatoren könnten allerdings krank machen, das vermuten Forscher der Georgia State University in Atlanta, die die Auswirkungen zweier üblicher Emulgatoren (Polysorbat 80, E433 und Carboxymethylcellulose, E466) auf die Darmflora von Mäusen untersucht haben. Fazit: Die schützende Schleimschicht des Darms wurde dünner, Entzündungen erheblich häufiger, bei Tieren, die bereits Krebs hatten, wurde der Krebs regelrecht angefeuert. Zudem hatten die Tiere mehr Appetit und wurden übergewichtig.

Die gesundheitlichen Folgen von Zusatzstoffen wurden bislang stets im „Mausmodell“ untersucht. Mediziner verweisen aber auf die weltweite Zunahme von entzündlichen Darmerkrankungen und auf die Summe von Konservierungs- und Farbstoffen, die neben den Emulgatoren in Fertigprodukten enthalten sind.

Mehr erfahren:

Nature Website Cancer Research Website

Wellness und Wintersport

Von der Piste in die Sauna: Die Kombination von Wellness und Wintersport ist in Österreich längst zum Renner geworden. „Das ist kein Wunder, wohl nirgendwo anders kann man einen schönen, aber anstrengenden Skitag angenehmer ausklingen lassen als in einem feinen Spa“, unterstreicht der Herausgeber des kritischen Wellnesshotelführers „RELAX Guide“, Christian Werner. Die zehn besten hat nun seine Redaktion ausgewählt.

Ein guter Wellnessbereich hat auch im Wintersporturlaub viele Vorteile. Ist das Wetter zu schlecht zum Skifahren, kann man stattdessen im wohlig-warmen Pool schwimmen oder sich eine Massage gönnen. Außerdem braucht auch der sportlichste Bergfex einmal eine Pause vom anstrengenden Treiben auf der Piste. „Vor allem in Österreich gibt es wirklich erstklassige Häuser, die Wellness und Wintersport traumhaft miteinander verbunden haben“, schwärmt Werner.

Ausgewählte Spitzenhäuser für Wellness und Wintersport:

NESSLERHOF ****s

Salzburg – Geheimtipp für Saunafreunde

3 Lilien 18 Punkte

Nur raus aus der Tür des Nesslerhofs und schon steht man inmitten des wunderschönen Salzbgurger Skigebiets amadé. Das Haus besteht aus zwei miteinander verbundenen Logiergebäuden und einer kleinen Dependance, die über einen unterirdischen Gang zu erreichen ist. Das sehr feine Spa bietet unter anderem einen zwölf Meter langen Innenpool und einen 15 Meter langen, auch im Winter nutzbaren Außenpool. Für Saunafans stehen acht Saunen, edle Ruheräume und ein schöner Außenbereich bereit. Auch die Massagen sind sehr gut. Das Restaurant hat einen schönen Wintergarten und eine sehr guter Küche.

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NESSLERHOF ****s

JAGDHOF NEUSTIFT *****

Tirol – Wellness im Winterwunderland

3 Lilien 17 Punkte

Das Stubaital in Tirol verwandelt sich im Winter in ein verschneites Wunderland – inklusive vier Skigebieten, perfekt gespurten Loipen, geräumten Winter-Wanderwegen, Rodelbahnen und Eislaufplätzen. Und mittendrin liegt der luxuriöse Familienbetrieb Jagdhof Neustift. Das Ambiente verströmt wunderbar gemütlichen wie edelrustikalen Old Style. Das Spa bietet einen auch im Winter nutzbaren, zwölf Meter langen Außenpool, einen FKK-Außenbereich mit Tauchbecken, ein edel gestaltetes Ruhe-Chalet und eine Liegewiese mit hochwertigen Ruheliegen in einem weitläufigen Garten, der mit einer wunderbaren Bergkulisse begeistert. Die Massagen sind sehr gut, die insgesamt vier Saunen schließen nach großzügigen Öffnungszeiten um 20 Uhr.

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JAGDHOF NEUSTIFT *****

TUXERHOF ALPIN SPA ****s

Tirol – Mit den Skiern vor die Hoteltüre

2 Lilien 15 Punkte

Mit den Skiern bis vor die Hoteltüre: Der Tuxerhof Alpin Spa beim Hintertuxer Gletscher in Tirol ist wie gemacht für Wintersportler. In fünf Skigebieten in der unmittelbaren Umgebung stehen gleich 196 Kilometer an Pistenvergnügen bereit. Das Haus selbst besitzt eine wunderbare alpenländliche Atmosphäre. Das Highlight des auf drei Ebenen verteilten Spas ist ein 14 Meter langer, auch im Winter nutzbarer Außenpool auf dem Dach. In sechs Saunen mit großzügigen Öffnungszeiten können sich durchgefrorene Skifahrer wieder aufwärmen. Das Haus verfügt zudem über einen sehr feinen Weinkeller.

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TUXERHOF ALPIN SPA ****s

GRIDLON ****

Tirol – Skigebiet Arlberg in nächster Nähe

2 Lilien 15 Punkte

Das Tiroler Hotel Gridlon liegt in unmittelbarer Nähe des weltbekannten Skigebiets Arlberg mit seinen wunderbaren Pisten zum Skifahren, Snowboarden, Langlaufen und Winterwandern. Die Ski müssen auch nicht geschleppt werden: Im Winter steht ein hoteleigener Ski-Shuttle-Bus zu den Liften bereit. Das Haus ist selbst ebenso heimelig wie stilvoll und hochwertig. Der Wellnessbereich wurde vor kurzem grundlegend modernisiert und präsentiert sich nun in gefälliger Geradlinigkeit, der Außenpool ist auch im Winter nutzbar und – ebenso wie der Innenpool – zwölf Meter lang. Zu empfehlen sind die sehr guten Massagen. Den Gaumen erfreuen ein wunderbares Käsebuffet sowie die umfangreiche Weinkarte.

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GRIDLON ****

ALPENHOF FLACHAU ****s

Salzburg – Mitten im Skigebiet amadé

1 Lilie 14 Punkte

Mitten im Skigebiet der Salzburger Sportwelt & Ski amadé in der Flachau lädt der Alpenhof Flachau zum Winterurlaub samt feinem Wellness ein. Das Gebiet punktet mit 860 Kilometern bestens präparierter Pisten zum Skifahren, Langlaufen, Schneewandern oder Rodeln. Das angenehme, familiengeführte Wintersporthotel bietet zudem ein stilvoll puristisch gestaltetes Spa samt Innenpool und einem sieben Meter langen, ganzjährig nutzbaren Außenpool sowie sehr guten Massagen, die drei Saunen schließen um 20 Uhr. Zum Skilift sind es zehn Gehminuten, es hält aber auch ein Ski-Bus vor dem Haus.

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ALPENHOF FLACHAU ****s

EDELWEISS NATURHOTEL WAGRAIN ****

Salzburg – Besonders für Familien geeignet

2 Lilien 15 Punkte

Vom kinderfreundlichen Familienbetrieb Edelweiss Naturhotel Wagrain auf einer Alm in 1.200 m Seehöhe gelangt man direkt auf die Piste der Skiwelt amadé. Unmittelbar vor der Türe liegen die Mittelstation zur Achter-Gondelbahn und für die Kleinen Wagraini’s Winterwelt mit Kinderskischule. Das zur Gänze mit Erdwärme betriebene Spa punktet mit zwei Innenpools – einer ist eigens für Familien – sowie ausgezeichneten Massagen, die insgesamt vier Saunen schließen um 19:30. Erfreulich für das Auge ist ein wunderschöner Ausblick aus vielen Räumen, den Gaumen verwöhnt die sehr gute Küche mit vorwiegend biologischen Zutaten.

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EDELWEISS NATURHOTEL WAGRAIN ****

SCHÖNE AUSSICHT ****s

Tirol – Nomen est omen

2 Lilien 14 Punkte

Nomen est omen: Das Wintersporthotel Schöne Aussicht besticht mit einer großartigen Lage auf 2.090 m Seehöhe mitten im Tiroler Schigebiet Sölden. 140 Kilometer an Abfahrten warten darauf, hinuntergesaust zu werden. Das Spa ist klein, aber gut durchdacht angelegt und schlechthin wunderbar. Zu den Highlights zählen eine Panoramasauna und ein warmes, elf Meter langes Freibecken, Von beiden Locations aus hat man einen kaum zu überbietenden Ausblick auf die Piste. Sehr gute Massagen, die insgesamt vier Saunen schließen um 19.30 Uhr. Die Zigarrenlounge verwöhnt mit einer unglaublichen Auswahl an Puros.

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SCHÖNE AUSSICHT ****s

POST LERMOOS ****s

Tirol – Der Berg ruft

3 Lilien 17 Punkte

Der Berg ruft: Vom Wellnesshotel Post Lermoos in Tirol hat man nicht nur einen atemberaubenden Blick auf die Zugspitze, unweit finden sich gleich sieben Skigebiete mit 214 Pistenkilometern sowie ein 110 Kilometer langes Erlebnisparadies für Langläufer. Für blutige Anfänger finden sich ebenso Strecken wie für lang gediente Profis. Das Spa des feinen Traditionsbetriebs gibt sich ebenso alpenländisch-elegant wie gemütlich – samt offenem Kamin in Hallenbad und Ruheraum. Weiters erfreuen hier unter anderem zwei auch im Winter nutzbare Außenpools (neun und zehn Meter lang), die sehr guten Massagen sowie das haustypische Traumpanorama. Die insgesamt sieben Saunen schließen nach großzügigen Öffnungszeiten um 20 Uhr. Wer mal etwas ganz anderes erleben möchte: Es gibt ein großes hoteleigenes Jagdrevier.

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POST LERMOOS ****s

PANORAMAHOTEL OBERJOCH ****s

Bayern – Im höchsten Bergdorf Deutschlands

2 Lilien 14 Punkte

Auch in Bayern kann ein Wintersporturlaub perfekt mit Wellness kombiniert werden – etwa im Panoramahotel Oberjoch mitten im höchsten Bergdorf Deutschlands auf 1.200 m Seehöhe. Die Talstation der Bergbahn ist nur 250 Meter entfernt, was im Winter für direkten Anschluss an 32 Pistenkilometer sorgt. Neben den regulären Zimmern gibt es 14 wunderschöne Chalets mit luxuriöser Ausstattung und Größe. So wohnt man mit eigener Sauna, Weinklimaschrank, Kaffeemaschine, einer eigenen Rezeption sowie einem privaten Zugang zum Spa. Der große Wellnessbereich ist angenehm gestaltet und bietet feine Ruhezonen, im Freien erfreuen Saunahütte, ein knapp elf Meter langer, auch im Winter nutzbarer Außenpool, die insgesamt vier Saunen schließen (außer am Mittwoch) erst um 22 Uhr.

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PANORAMAHOTEL OBERJOCH ****s

ENZIAN SÖLDEN ****s

Tirol – Optimale Lage auf 2.090 Metern

2 Lilien 15 Punkte

Optimaler als das Enzian Sölden in Tirol kann ein Wintersporthotel gar nicht liegen – nämlich auf 2.090 m Seehöhe direkt an der Piste. Somit hat man 144 Pistenkilometer in allen Schwierigkeitsgraden quasi vor der Haustür. Das Spa ist für ein Skihotel wunderbar geraten, es bietet unter anderem zwei getrennte, aber nahezu gleiche Saunabereiche (textil und nackt) und einen elf Meter langen Infinity-Außenpool. Hinzu kommen gute Massagen, ein luxuriöser Panoramablick auf Pisten und Berge sowie die äußerst großzügigen Öffnungszeiten (20 Uhr) der insgesamt sieben Saunen. Für Eltern nicht ganz unwichtig: Täglich werden acht Stunden Kinderbetreuung angeboten.

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ENZIAN SÖLDEN ****s

KAISERHOF ELLMAU *****s

Tirol – Solitäre Lage an der Skipiste

2 Lilien 15 Punkte

Mit einem Traumpanorama in solitärer Lage direkt an der Skipiste lässt der familiengeführte Kaiserhof Ellmau auch die Herzen anspruchsvoller Wintersportler höher schlagen. Inmitten der Skiwelt Wilder Kaiser – Brixental mit 284 Pistenkilometern und 90 Liften herrschen perfekte Bedingungen für Skifahrer und Snowboarder. Der Wellnessbereich bietet wunderbare Ruhezonen mit einem luxuriösen Ausblick auf die umliegende Bergwelt und zum Aufwärmen ein Hallenbad und drei Saunen – sie schließen um 19 Uhr. Ein besonderer Gaumenschmaus ist die ausgezeichnete Küche des Hausherrn mit feiner Weinkarte.

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KAISERHOF ELLMAU *****s

Vier Jahre Gefängnis für ein Plastiksackerl

In Europa beginnt man die Schäden, den Plastik in der Umwelt anrichtet, zu diskutieren. In Afrika dagegen herrschen bereits teilweise strenge Verbote. In Ruanda etwa sind Produktion, Verkauf und Import von Plastiksäcken schon seit 10 Jahren verboten.

In Kenia stehen auf den Verkauf derselben rund 40.000 Euro Strafe oder bis zu vier Jahren Gefängnis. Der Anlass für die radikale Maßnahme war eine Dürre, in deren Folge die Kühe die überall umherliegenden Plastiksäcke fraßen und massenweise verendeten – mit bis zu 30 kg Plastik im Magen. Weiterer Beweggrund: Die mit Plastik vermüllten Strände schaden dem Tourismus, von dem viele Menschen in Kenia leben.

Der Sinn derartiger Gesetze steht freilich in den Sternen: Weltweit steigt die Plastikproduktion, und der Anteil der Sackerl ist geradezu verschwindend gering. Bislang wurden etwa 9 Milliarden Tonnen Kunststoff erzeugt, der größte Teil landete in der Umwelt.

Pazifikstaat verbietet Sonnencreme

Die Sonnencreme gehört zum Urlaub am Meer, zukünftig allerdings nicht mehr im Inselstaat Palau. Dort wird sie nämlich ab 1. Jänner 2020 verboten.

Denn Sonnencremes sind Chemikaliencocktails, speziell solche mit Stoffen wie Octinoxat, Octocrylen oder Oxybenzon gelten als gefährlich – für Korallen. Weltweit gelangen nach Schätzungen jedes Jahr etwa 14.000 Tonnen Sonnencreme ins Meer. Palau will den Import und den Verkauf von korallenschädigenden Produkten mit umgerechnet 900 Euro bestrafen, Badende werden zwar nicht belangt, sie müssen aber damit rechnen, dass ihnen die Cremes abgenommen werden. Hawai will ab 2021 ein derartiges Verbot einführen.

Die Inselgruppe Palau liegt zwischen Japan und Australien, sie besteht aus 350 Inseln, hat aber nur etwa 20.000 Einwohner – und jährlich rund 100.000 Touristen.