ASMR: Das gute Gefühl, das niemand erklären kann

Sanftes Wispern, die Geräusche, die beim Putzen schwarzer Herrenschuhe entstehen, das leise Schnipseln beim Friseur, das kaum hörbare Rascheln, wenn der Kamm durchs Haar gleitet – das und vieles andere ist Gegenstand von ASMR.

Es handelt sich um die Abkürzung von Autonomous Sensory Meridian Response, einem angenehmen Kribbeln im Hinterkopf, das sich bis in die Wirbelsäule und in die Gliedmaßen fortsetzen kann – und auch Kopforgasmus genannt wird. Das Phänomen ist zwar wissenschaftlich gänzlich unerforscht, doch auf Youtube sind Millionen von Videos darüber zu sehen, die wiederum teilweise mit gigantischen Klickraten nachgefragt werden – alleine der „Chicken Eating Sound“ aus Japan wurde knapp sieben Millionen Mal aufgerufen.

Die Geräusch-Videos dauern nicht selten bis zu 10 Stunden, die Themen sind etwa Seifenschnitzen, Flüstern, das Knistern von Papier beim Auspacken von Geschenken sowie das Küssen oder gar Ablecken des Mikrofons. Aber egal, was gezeigt wird: Es geht nicht um das Bild, sondern nur um die Geräusche.

Und nur ganz bestimmte Geräusche lösen das Gefühl, das bislang niemand erklären kann, aus. Am besten sind raschelnde, schabende, kratzende und schmatzende Geräusche. Stimmen und Tierlaute funktionieren hingegen grundsätzlich gar nicht.

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Wo die meisten Superreichen wohnen

New York war bislang die Stadt mit der Höchsten Dichte an sogenannten UHNWI („Ultra high-net-worth individuals“), an Menschen mit einem Nettovermögen von mehr als 30 Millionen Dollar. Aber nun hat Honkong dem Big Apple den Rang abgelaufen, wohnen doch hier neuerdings 10.010 Superreiche, in New York sind es hingegen nur mehr 8.865. Dies sagt eine Studie der Datenagentur Wealth-X.

Den dritten Platz belegt Tokio mit 6.785 Superreichen, gefolgt von Paris (3.959) und London (3.830). Aus Deutschland schaffte es keine Stadt in die Top Ten der Welt.

Im Länder-Ranking belegten die USA mit weitem Abstand den ersten Platz (rund 80.000 Superreiche), gefolgt von Japan (rund 18.000), China (rund 17.000), Deutschland (rund 15.000), Frankreich (rund 10.000) und schließlich Großbritannien (rund 9.000) auf Platz sechs. Die Zahl der Superreichen ist im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf 256.000 gestiegen, der Frauenanteil beträgt 14 Prozent.

Der neue RELAX Guide 2019 kommt!

In 10 Tagen ist sie im Handel: die Fundgrube für Ausgepowerte. Der neue RELAX Guide, der unbestechliche Spa-Scout. In den Ausgaben 2019 Österreich und 2019 Deutschland, jeweils mit allen Wellnesshotels des Landes. Alle wurden bewertet, die besten – „Lilien-Hotels“ – ausführlich kommentiert.

Neu sind insgesamt 60 Hotels, ebenso neu ist der reich bebilderte Sonderteil „Südtirol Top 25“: Die besten Hotels in allen Kategorien. Verschiedenartigste Häuser, kleine und kleinste Hideaways ebenso wie große Mainstream-Hotels, familiengeeignete ebenso wie solche, die für Ruhesuchende konzipiert sind. Herausgeber Christian Werner: „Hotels mit aufreizend modischem Ambiente wurden genauso ausgewählt wie naturnahe und bodenständige. Zudem lag der Fokus auf einer angemessenen Vielfalt an Regionen, Höhen- und Naturlagen. Anspruchsvolle Urlauber finden im Buch-Extra daher das passende Hotel für jeden Geschmack.“

Gerichtsurteil: SM ist (fast) wie Wellness

Muss der Vermieter einer Ferienwohnung mit Sado-Maso-Studio den normalen (19 Prozent) oder den ermäßigten (7 Prozent, für Beherbergung) Steuersatz für seine Umsätze bezahlen? Nur den ermäßigten, urteilte das Finanzgericht Niedersachsen. Denn „im Ergebnis“, so das Gericht, sei im SM-Studio „kein entscheidungserheblicher Unterschied zu klassischen Wellnessangeboten (z. B. Whirlpool, Sauna, Massage) festzustellen.“

Bislang hatte der Vermieter nur den ermäßigten Steuersatz für Beherbergung verrechnet, das Finanzamt beharrte bei einer Betriebsprüfung aber auf 19 Prozent. Weil: Nicht um die Beherbergung, sondern um die Ausübung bestimmter sexueller Praktiken ginge es doch dabei.
Der Vermieter klagte das Finanzamt: Schließlich stünde der überwiegende Teil der Wohnung für Beherbergung zur Verfügung. Zudem hätten Studien belegt, dass der durchschnittliche Geschlechtsverkehr nur etwa 15 Minuten dauere. Seine Gäste hätten also genügend Zeit, die anderen Räume zu nutzen. Das Finanzgericht gab dem Kläger recht. Nur für die Fläche des SM-Studios sei der erhöhte Mehrwertsteuersatz abzuführen, da es sich dabei um „Leistungen, die das körperliche, geistige oder seelische Wohlbefinden steigern (‚Wellnessangebote‘) als nicht unmittelbar der Vermietung dienende Leistungen“ handle.

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Bürokratie-Spaß in Schweden

Marie Palmgren, eine Frau aus einer Stockholmer Vorstadt, erhielt ein Paket von ihrer Freundin aus Großbritannien. Genau genommen war es ein Geschenk an ihren Hund Chaya, und so war das Paket auch adressiert: an Chaya Palmgren.

An der Poststelle wollte man ihr das Paket aber nicht ausfolgen, man bestand auf einen Ausweis – aber für den Hund! Also ging die Frau wieder nach Hause, um einen Nachweis zu suchen, der Chaya als ihren Hund bestätigte. Damit kehrte sie zurück zur Poststelle. Doch nun beharrte die amtseifrige Kassierin mit todernster Miene zusätzlich auf einer Unterschrift – des Hundes! Vorschrift ist Vorschrift! Nur: Wie soll das nur gehen? Das wusste sie freilich selbst nicht.

Nach eingehender Beratung mit der Filialleitung und einem längeren Telefonat mit der vorgesetzten Postdienststelle erschien sie mit einem Stempelkissen, und Chaya musste mit einem Pfotenabdruck „unterschreiben“. Freilich auf der Straße, denn Hunde waren in der Poststelle nicht erlaubt. Endlich durfte das Päckchen – es handelte sich um ein Spielzeug für Chaya – mitgenommen werden. Auf dem Weg zum Auto bekam Marie Palmgren starke Schmerzen im Brustkrob – vor lauter Lachen. Am meisten über die bedeutungsvolle Ernsthaftigkeit der Poststellenmitarbeiter.