Teurer Wein schmeckt besser

Das Gehirn manipuliert unsere Geschmacksempfindungen: Die neurowissenschaftliche US-Fachzeitschrift Neuron berichtete von einer Untersuchung, bei der die Testpersonen herausfinden sollten, ob sie Pepsi oder Coca-Cola den Vorzug geben. Im Blindtest spielten naturgemäß die Geschmacksnerven eine besondere Rolle, hier war Pepsi die bevorzugte Marke. Beim Test mit offengelegten Labels wurde hingegen Coca-Cola favorisiert. Dabei fanden die Forscher, dass jene Hirnregion („medialer präfrontaler Cortex“) besonders aktiviert wurde, die für das Selbstbild einer Person zuständig ist. Das Gehirn beeinflusste demnach die Entscheidung, freilich unbewusst.

Nicht nur über die werblichen Images, sondern auch über die Preise manipuliert das Gehirn unsere Geschmacksempfindung, wie eine Studie der Stanford University zeigte: 20 Weinexperten legten sich dafür in einen Kernspintomografen und testeten vermeintlich fünf verschiedene Weine, wobei ihnen stets gezeigt wurde, welchen Wein sie tranken und was dieser kostete. Allerdings wurden ihnen tatsächlich nur drei Weine präsentiert und zwei davon zweimal ausgeschenkt – allerdings mit unterschiedlichen Preisangaben.

Bei der Untersuchung der Hirnaktivität fanden die Forscher Erstaunliches: Allein der Preis des Weines reichte aus, um die Aktivitäten im präfrontalen Cortex und damit das Geschmacksurteil zu verändern. Denn die Testpersonen stuften die vermeintlich teureren Weine als besser ein, obwohl sie teilweise mit den billigen absolut identisch waren.

Anmerkung zum Welt-Herz-Tag

Bluthochdruck („arterielle Hypertonie“) ist eine häufig unterschätzte Gefahr, in Mitteleuropa sterben mehr Menschen als an Krebs und Aids zusammen an den Folgen, alleine in Österreich sind das rund 35.000 Tote pro Jahr. Jeder Zweite über 50 hat zu hohen Blutdruck, diese Todesfälle wären jedoch, so der Wiener Internist Bruno Watschinger, durch eine konsequente Blutdruckkontrolle verhinderbar.

Freilich: Moderater Alkoholkonsum, Verzicht aufs Rauchen und täglich mindestens 30 min Bewegung gehören ebenso dazu wie eine ausgewogene Ernährung.

Welt-Herz-TagKonsequente Blutdruckkontrolle rettet Leben. Sie kann auch selbst durchgeführt werden.

Der Blutdruck lässt sich mit Heimgeräten auch ganz einfach selbst überprüfen. Es gibt Handgelenk- und Oberarmmessgeräte, wobei letztere nach Meinung von Experten genauere Ergebnisse erzielen. Wichtig ist jedoch, dass man ein klinisch zertifiziertes Gerät wählt. Zu den besten zählen übrigens jene des deutschen Herstellers boso (Stiftung-Warentest-Testsieger bei Oberarmgeräten). Sie sind nur in Apotheken oder Sanitätsfachgeschäften erhältlich – optimale Beratung inklusive!

boso Website

Wohlstand durch Selbstbeherrschung

Welche Faktoren in der Kindheit führen später beim Erwachsenen zu hohem Einkommen? Forscher der Temple University im US-Bundesstaat Pennsylvania haben es untersucht, an 2.500 Personen.

Das Ergebnis überrascht nicht, zunächst jedenfalls: Je besser die Schulen sind, umso höher ist später das Einkommen. Weiters entscheidend sind Wohnort und Geschlecht, doch schon als viertwichtigster Faktor kommt die Selbstbeherrschung ins Spiel, und zwar noch vor Alter, ethnischer Herkunft und Körpergröße.

Je ausgeprägter die Selbstbeherrschung in jungen Jahren, desto größer sind im Schnitt die Erfolgschancen im späteren Leben. Im Kern hat das der US-Psychologe Walter Mischel bereits in den 1960er Jahren herausgefunden, er gelangte damit sogar zu Weltrum – mit seinem Marshmallow-Test: Ein Vorschulkind sitzt in einem Raum, vor ihm ein Marshmallow. Ein zweiter ist in Sichtweite. Die Aufgabe: warten. Schafft es das, dann darf es später beide Marshmallows essen.

Der Marshmallow-Test misst also die Fähigkeit, auf eine Belohnung zu warten oder Impulse zu unterdrücken, wenn damit längerfristig größere Ziele erreichbar sind. Wer das schafft, den beschrieb Mischel als „willensstark“.

Unsere Redaktion empfiehlt

Soeben getestet: drei ganz unterschiedliche Resorts auf den Malediven. Hier der dritte Teil als kleiner Vorgeschmack auf unseren ausführlichen Beitrag im nächsten RELAX Magazin.

Robinson Club Noonu

Robinson Club Noonu

Ein nahezu brandneues Resort, es liegt auf einer nur 500 m langen und etwa ebenso breiten Insel. Alle Zimmer – unter anderem 60 Overwater Villas – bieten Meerblick, rund zwei Drittel auch einen kleinen Privatpool. Highlights sind geschmackvoll arrangierte Zimmer, die gute Küche (mit riesiger Auswahl, auch einheimische Gerichte findet man, sogar beim Frühstück!) sowie das nahe Hausriff zum Tauchen und Schnorcheln.

Weiters: super Betreuung und viele Aktivitäten für Kids. Die Crew ist durchwegs freundlich und bestens gelaunt, Adam, der rührige Hoteldirektor, zeigt vor, wie das geht – mit Verve. Übrigens: Robinson Club bedeutet Animation ohne Ende, wer das allerdings nicht will, bleibt erstaunlich respektvoll unbehelligt.

Großer PoolDer große Pool, dahinter das Restaurant mit Ausblick (links). Die Zimmer: hell, großzügig – auch eine Außendusche gibt es (rechts).

Eingang zum SpaStimmungsvoll: der Eingang zum Spa (links). Liebevolle Aufmerksamkeit und gute Massagen – das Spa im Noonu (rechts).

Im Noonu-Atoll, 90 Flugminuten nördlich von Male.

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