Für Geniesser einfach traumhaft

Gmachl

Vor den Toren der Mozart-Stadt: Ein renommiertes Hotel verwandelte sich vor kurzem in ein regelrechtes Genussdorf – Gmachl Genussdorf. Der Fokus liegt auf Köstlichem aus der Region – Bier aus der hauseigenen Brauerei und Fleisch sowie Wurstwaren aus der eigenen Metzgerei inklusive.

Sagt Ihnen das Wort Zwickeltage etwas? Es ist eine andere Bezeichnung für Fenstertage, davon gibt es heuer sechs (zumindest in Österreich). Es gibt aber auch die „Zwickltage“. Und davon gibt es sogar jeden Mittwoch einen – in einem wunderbaren Wohlfühlhotel an der Salzburger Stadtgrenze. Das Gmachl Genussdorf im beschaulichen Zentrum von Bergheim, vom aktuellen RELAX Guide erstmals mit vier (von maximal vier) Lilien ausgezeichnet, kann nämlich mit einer hauseigenen Brauerei aufwarten. Und an Brautagen mit einem wohlig-malzigen Signature-Duft. Das Hausbier: ein untergäriges, unfiltriertes Bier. Ein klassisches Zwickl somit, das es hier in zwei Varianten gibt, als helles und als dunkles. An besagten Zwickltagen lädt „Franz der Brauer“ (der eigentlich anders heißt, aber davon später) die Gäste des Gmachl Genussdorf an seinen Arbeitsplatz, um sie in das Brauhandwerk einzuweihen und mit ihnen direkt neben den glänzenden Kupferkesseln diverse Biere zu verkosten. Auf dem Programm stehen in erster Linie die eigenen Spezialitäten, eingeschenkt wird aber auch eine sorgfältig kuratierte Auswahl an handwerklich hergestellten Gastbieren aus Kleinbrauereien.

Der echte Name des Gmachl-Braumeisters – Hans Seidl – könnte übrigens nicht besser erfunden worden sein: Seidl bezeichnet auf gut Österreichisch ein kleines Bier (0,3 l). Hans Seidl, pensionierter Braumeister aus Murau, bietet auch Braukurse an, jeden ersten Dienstag im Monat. In diesem kulinarisch ungewöhnlich vielfältigen Hotel ist es kein Wunder, dass die kleine Erlebnisbrauerei einen prominenten Platz bekommen hat; man sieht die glänzenden Kupferkessel durch eine Glasscheibe gleich beim Hereinkommen. Und Franz Gmachl jun. – er vertritt bereits die achte Generation! – ist stolz darauf, dass das hauseigene Zwickl so gut ankommt, dass man die Kapazitäten der Tanks schon nach kurzer Zeit vergrößern musste.

Dorfladen

Das Gmachl Genussdorf ist schließlich nicht nur bei den Hausgästen beliebt. Mit dem „Dorfladen“, wo es von feinen Pralinen bis hin zu hausgemachten Marmeladen nur Köstlichkeiten gibt, mit der eigenen, liebevoll bestückten Metzgerei „Franz der Metzger“, mit einem ausgezeichneten À-la-carte-Restaurant sowie dem Wirtshaus „Franz der Wirt“ ist das Hotel zu einem regelrechten Gästemagneten in der Region geworden. Im Wirtshaus serviert man unkomplizierte Hausmannskost wie Schweinsschopf im Reindl oder Kaspressknödel. Aus der Metzgerei kommt unter anderem der „unglaublich gute“ (O-Ton der RELAX-Guide-Tester) Leberkäse, den man beim Frühstücksbuffet findet, die sensationelle Kalbsleber (gebacken) ebenso. Und die Hausgäste erleben im modern-heimeligen Halbpensionsrestaurant den Genuss einer Küche, die tradierte Salzburger Elemente wie Topfen-Nidei mit Stammbaum-Zutaten wie Wollschweinschinken oder Flugentenbrust mit leichter Hand zu verbinden weiß. Dass auf der Speisekarte angeführt wird, von welchen umliegenden Betrieben die Produkte stammen, fügt sich ins Bild eines Hauses, das sich seit Generationen der Region verpflichtet fühlt.

Gmachl

Gesamtpakets Gmachl Genussdorf

Die kulinarische Vielfalt bildet freilich nur einen Teil des Gesamtpakets Gmachl Genussdorf, ist doch das Haus vor allem auch ein außergewöhnliches Wellnesshotel. Der neueste Bereich des dreiteiligen Spa ist nur Erwachsenen zugänglich. Auf dem Dach gelegen, finden sich hier unter anderem eine Panoramasauna sowie ein Infinity-Außenpool von 14 Metern Länge. Mit einem spektakulären Ausblick, der seinesgleichen sucht: auf die Salzburger Bergwelt und direkt auf die Festung Hohensalzburg, die abends beleuchtet ist. Im großzügig angelegten Garten-Spa mit seinem idyllischen Naturbadeteich, mit Außenruhepavillons in luftiger Holzbauweise sowie einer Saunalandschaft mit Zirbensauna heißt das Motto Erholung im Grünen. Erholung steht auch bei den neuerlichen Ausbauten des Gmachl Genussdorf im Fokus: den sechs Natur-Spa-Suiten, bis zu 70 Quadratmeter groß, die mit eigener Biosauna, Whirlpool und Infrarotkabine aufwarten können. Für leiblichen Genuss auf andere Art.

Gmachl

Gmachl


Mehr: Gmachl Genussdorf, Fon +43 (0)662-452124-0, www.gmachl.at und RELAX Guide – Gmachl Genussdorf
Fotos: Gmachl Genussdorf

Das Bad als Oase für den Rückzug

Holter Bad

Ein österreichischer Bäderausstatter erweitert sein Sortiment um eine Austria-Edition. Drei Linien, von zeitlos-modern über neoalpin bis hin zur kontemporären Interpretation von kaiserlichem Flair: traumhafte „Alles aus einer Hand“-Lösungen in Heimat-Qualität!

Immer mehr Kunden fragen nach Produkten aus Österreich“, sagen Jasmin Holter-Hofer und Michael Holter, die Chefs des renommierten Welser Bäderausstatters. Holter ist ein Familienbetrieb, und das bereits in der fünften Generation. Sein Credo: „Ein Bad ist wie eine Insel für den Urlaub vom Alltag.“ Holter bietet mit einem breiten, internationalen Sortiment alles für Bäder – bis hin zu Accessoires. Alles aus einer Hand! Für höchst individuelle Wünsche und Raumlösungen.

Holter Bad
Holter Bad

Austria-Edition

Es war dieses Feedback von Kunden, allerdings auch die persönliche und firmengeschichtliche Verbundenheit mit der Heimat, die Holter zu Neuem inspirierte. „Mit Verbundenheit meinen wir natürlich nicht nur Emotionen, Lebensstil und Kultur. Es geht doch schließlich um die Wertschöpfung im eigenen Land, um Arbeitsplätze und damit um die Lebensqualität in der Region“, resümieren die Geschäftsführer. Jedenfalls folgten der Idee auch Taten: die Austria-Edition! Es handelt sich dabei um drei brandneue Badkollektionen mit starkem Österreichbezug, und das gleich dreifach: Zum einen enthalten sie ausschließlich Produkte von heimischen Herstellern – darunter etwa Artweger, Kludi oder Laufen –, zum anderen zeigen sie sich mit traditionsverwobener Ästhetik. Und last but not least bietet man Qualität made in Austria – Hygiene auf höchstem Niveau inklusive!

Die drei neuen Badkollektionen heißen „Bad Vöslau“, „Bad Ischl“ und „Bad Gastein“. Während „Bad Vöslau“ eine einnehmend geradlinige, nahezu puristische Formensprache verfolgt, setzt „Bad Gastein“ auf heimelige Modernität in ausgesprochen hochwertiger Anmutung: Alpenchalet plus einer Prise Urban Touch. Die dritte Kollektion, „Bad Ischl“, spielt hingegen gekonnt mit der guten alten Zeit der Monarchie. Das Ergebnis: mit runden, weichen Formen eine kontemporäre Version von kaiserlichem Flair. In insgesamt acht „Mein Holter-Bad“-Ausstellungen kann man in Ruhe sämtliche Materialien und Produkte „begreifen“ und auswählen. Holter plant, der örtliche Installateur tätigt als Holter-Partner den Umbau und verrechnet mit dem Kunden.

Holter Bad
Holter Bad

Wunderbar praktisch

Den bewährten Online-Badplaner von der Holter-Webseite – mit ihm kann man sein gewünschtes Bad bis ins kleinste Detail selbst planen und in 3D-Ansichten von allen Seiten betrachten – gibt es ab sofort auch als Gratis-App in App Store und Google Play Store.


Mehr: www.meinholterbad.at, www.holter.at und www.meinholterbad.at/online-badplaner.php

Fotos: Fritz Holter GmbH Wels

Frischer Wind im Bayerwald

Reischlhof

Nirgendwo in Deutschland wurde in der jüngsten Vergangenheit mehr in Spa-Hotels investiert als im Bayerischen Wald. Das Hotel Reischlhof in der Nähe von Passau hat sich sogar fast komplett neu aufgestellt. Das Ergebnis: urbaner Chic – und viel Augenmerk auf Qualität!

Wir sind im Bayerischen Wald, ganz nah an der Grenze zu Österreich, rund 35 km von der Drei-Flüsse-Stadt Passau entfernt. Vor weniger als 10 Jahren stand hier noch ein kleiner, ländlicher Betrieb mit 30 Zimmern und einem bescheidenen Spa. In der Zwischenzeit wurde kräftig investiert. Und es kam zu einem fast kometenhaften Aufstieg. Heute sprechen wir von einem Top-Wellnesshotel, das im aktuellen RELAX Guide mit drei Lilien und 18 Punkten prämiert wurde. Die Rede ist vom Reischlhof. Einem sauber geführten und sympathischen Familienbetrieb, der solitär inmitten von Wiesen und Feldern liegt. Im Vorjahr hatte das Hotel für eine großangelegte Modernisierung und Erweiterung vier Monate lang geschlossen. Das klingt zunächst bedeutungslos, ist aber dennoch höchst erwähnenswert. Weil es heutzutage längst nicht mehr selbstverständlich ist. Im Gegenteil: Man kann kaum glauben, wie viele Hoteliers den Gästen jede Menge Baulärm in ihrem Urlaub und damit in der wertvollsten Zeit zumuten. Allein die Schließung des Reischlhofs zeigt also bestens, welcher Geist in diesem Haus herrscht!

Reischlhof
Reischlhof

Nun, nach der Fertigstellung, ist es jedenfalls kaum wiederzuerkennen: Ein neuer Eingangsbereich mit Wasserfall, eine großzügige Lobby, eine lauschige Piazza und eine Bar gehören zu den Erweiterungen, all das mit ultramodischer, fast urbaner Anmutung. Auch neue Zimmer gibt es, manche sogar mit Whirlpool, Sauna und riesigen Terrassen, weiters auch eine Tiefgarage – kostenlos für alle.

Das Spa erfreute schon bislang mit zahlreichen attraktiven Genussbereichen, unter anderem mit einem sehr großen, bis spätabends geöffneten Solewhirlpool auf dem Dach. Doch jetzt gibt es zusätzlich einen großen Innenpool und einen 20 m langen, auch im Winter nutzbaren Außenpool! Dazu kommt ein ganz besonders Wohlfühl-Feature, das man in anderen Spa-Hotels oft vermisst, nämlich Indoor-Ruheliegen in ausreichender Zahl: Nicht weniger als 19 kleinteilige Ruheräume gibt es mittlerweile im Reischlhof, der so auf mehr Ruheliegen als Gästebetten stolz sein kann.

Was sich nicht geändert hat im Reischlhof?

„Meine Einstellung“, antwortet der Hausherr Hermann Reischl wie aus der Pistole geschossen, „zu Gästen, Mitarbeitern und Lieferanten. Sie ist unser Erfolgsgeheimnis.“ Es ist die anderswo so häufig anzutreffende Fixierung auf die Rendite, die er kritisiert: „Wenn man überall spart und nur auf das finanzielle Ergebnis schielt, dann löst das einen Teufelskreis aus. In anderen Hotels wundert man sich etwa, dass man keine guten Mitarbeiter mehr bekommt, und Gäste klagen über Qualitätsmängel bei den Küchenzutaten.“ Nicht so im Reischlhof: Die Mitarbeiter – alle kommen übrigens aus der Region – verdienen überdurchschnittlich, und beim Einkauf achtet der Gastgeber auf beste regionale Lieferanten. All das kostet freilich etwas mehr, aber alle sind zufrieden, auch die Gäste. Reischl: „Wenn Mitarbeiter gut bezahlt werden, dann spürt das auch der Gast.“

Das hauseigene Credo zeigt sich in vielen Details, etwa auch hier: Servicemitarbeiter oder Stubenmädchen, die mit einem Gast plaudern, werden anderswo zumeist ermahnt, sie sollten doch „mit der Arbeit weitertun“. Aber gerade der freundliche Umgang mit den Gästen, sagt Reischl, sei doch ein Teil der Arbeit. Der Erfolg gibt ihm recht: Das Hotel ist äußerst beliebt und frohlockt über eine 95-prozentige Auslastung. Obwohl es keine Schnäppchenangebote und keine Rabatte gibt und auch der Preis ein bisschen höher als anderswo im Bayerwald ist! Wer ko, der ko! So heißt es auf gut Bayerisch.

Reischlhof
Reischlhof


Mehr: Reischlhof, Fon +49-(0)8592-9390-140, www.reischlhof.de und RELAX Guide – Reischlhof
Fotos: Reischlhof

Grenzerfahrungen in der Natur

Guglwald

Im Böhmerwald: Guglwald, ein Hotel zum Verlieben. Romantisch-verträumt, mit feiner Küche und wunderbaren Mitarbeitern. Fast alle kommen aus der Region – so wie die Küchenzutaten. Selbst die Erdäpfel stammen vom eigenen Acker. Regionalität at its best!

Es zählt zu den charismatischsten und mystischsten Kulturlandschaften Österreichs: das Mühlviertel. Manche seiner zahlreichen Kraftplätze waren schon den Kelten bekannt, wie Steinkreisfunde belegen. Eine Kulturlandschaft, das ist ein Landstrich, dem die Menschen innig verbunden sind, aber auch eine Landschaft, die durch bestimmte Formen von Gewerbe geprägt ist. Im Mühlviertel sind es vor allem Mühlen und Webereien, die seit Jahrhunderten die Region mitbestimmen. Mit dem Weberhandwerk einher gehen auch der Flachsanbau sowie das aus den Samen gewonnene Leinöl, das man hier gern mit Erdäpfeln paart, deren Anbau im Mühlviertel ebenfalls Tradition hat.

Und so verwundert es nicht, dass das Guglwald, ein mit drei RELAX-Lilien ausgezeichnetes Hotel an der Grenze zu Böhmen, seit kurzem sogar einen eigenen Erdäpfelacker hat. Auch sonst bezieht man in diesem familiengeführten Traditionsbetrieb die Stärken der Region so weit wie nur möglich in allen Bereichen mit ein. Da sind etwa die gut gelaunten Mitarbeiter, die fast alle aus der unmittelbaren Umgebung stammen und mit ihrem Dialekt und ihrer Herzlichkeit auf der zwischenmenschlichen Ebene für ein Wohlfühlklima sorgen. Da sind die regionalen und biologischen Zutaten in der Küche des Guglwald – der RELAX Guide hat für diese die Note „Sehr gut“ parat: Am reichhaltigen Frühstücksbuffet stößt man unter anderem auf sorgfältig gemischte Tees aus dem hauseigenen Heilkräutergarten, der von „Kräuterhexe“ Loisi gehütet wird, Marmeladen sind selbst gekocht, Milchprodukte kommen aus dem Umland.

Guglwald

Und da sind die Kneippeinheiten, zu denen die Guglwald-Physiotherapeutin Josefa Walch die Gäste lädt: Im erfrischend kühlen Hausbach, der Steinernen Mühl, watet man vor dem Frühstück umher, um den Kreislauf anzuregen – welch idyllisches Morgenerwachen! Mit Josefa, sie ist übrigens auch diplomierte Waldluft-Bademeisterin, kann man zudem Wanderungen zu Kraftplätzen unternehmen. Etwa zur Waldkapelle Maria Rast, die auf einer ehemaligen keltischen Kultstätte gelegen ist. Auch Yoga ist Teil dieser Wanderungen.

Guglwald
Guglwald

Die Ausflugsziele rund um das Wellnesshotel Guglwald werden von den hier arbeitenden und lebenden Menschen persönlich empfohlen. Hier, im Norden Österreichs, wird klar, dass sich eine Kulturlandschaft nicht von Staatsgrenzen einschränken lässt: Die Laufstrecken und Wanderwege nahe dem Hotel führen natürlich auch über die Grenze nach Böhmen. Das Hafenstädtchen Lipno am Moldaustausee, Tschechiens größtem See, ist nur wenige Kilometer entfernt und lässt sich vom Guglwald aus auch erradeln. Mit Seilpark, Rodelbahn sowie einem Bike-Parcours lockt dort der Active Park, und auch die Altstadt von Lipno ist erkundenswert. Besonders zu empfehlen: der Baumwipfelpfad, der in atemberaubender Höhe endlose Weitblicke über den Böhmerwald gewährt – im Sommer sogar bei Nacht, wenn die Geräuschkulisse der Natur eine gänzlich andere ist als untertags und auch unsere eigenen Sinne geschärft sind.

Apropos Geräuschkulisse

Das Hotel liegt ruhig auf einer Anhöhe des ohnehin schon ruhigen oberen Mühlviertels. Im Guglwald vermag sich Tiefenentspannung einzustellen. Dafür sorgen der Naturbadeteich und die Liegewiese, auf der man jedes Zeitgefühl vergessend dem Treiben der Libellen zusehen kann, der Park mit einem Teehaus und dem Kräutergarten, die sechs Saunen oder das „Solebergwerk“, ein Warmluftbad zum genussvollen Inhalieren. Eine besondere Kompetenz des Hauses sind die Treatments, die – und das ist längst nicht selbstverständlich – nur von bestens ausgebildeten Mitarbeitern durchgeführt werden. Manche der Zimmer, in denen Naturmaterialien wie Steine, Birkenstämme oder Leder übrigens eine große Rolle spielen, haben gar eine eigene Sauna – und eine Dachterrasse. Und so lässt sich auch in den eigenen vier Wänden auf Zeit stets die Kraft der Region spüren.

Guglwald


Mehr: Guglwald, Fon +43-(0)7219-7007, www.guglwald.at und RELAX Guide – Guglwald
Fotos: Alexander Kaiser/Lichtlinen.at, Guglwald

Für Gesundheit ganz oben

Lanserhof Lans

Der Lanserhof Lans gilt als Europas führendes Gesundheitshotel. Jetzt hat sich das Detox-Hotel selbst einer Verjüngungskur unterzogen. Neu sind luxuriöse Zimmer und ein Spa mit großen Salzwasserpools. Fazit: Entgiften und Entschlacken gelingt nirgendwo schöner!

Lans ist ein Dörfchen in der Nähe von Innsbruck, es zählt kaum tausend Einwohner. Vor 40 Jahren gab es hier ein bescheidenes Kurhotel namens Lanserhof. Aber niemand hätte wohl geahnt, dass eines Tages russische Oligarchen, deutsche Milliardärinnen und betuchte Klientel aus aller Welt hier nach körperlicher und seelischer Gesundheit suchen würden. Schon damals freilich setzte man auf die Thesen eines Mannes, dessen Vornamen immer und überall abgekürzt werden: F. X. Mayr. Mayr war Arzt, er hielt den Darm für den Schlüssel zur Gesundheit. Deshalb, so lehrte er, müsse man mit Entgiftungskuren für die Sanierung des Darms und dessen Flora sorgen. Mayr – übrigens der Sohn eines Fleischhauers – und seine Kur sind heute populärer denn je, auch wenn die Diät längst nicht mehr aus Milch und Semmeln besteht.

Lanserhof Lans
Lanserhof Lans

Das Lans Med Concept

Entgiftung, modisch Detox genannt, steht immer noch im Zentrum im Lanserhof, die schlichte Mayrkuranstalt von ehedem avancierte allerdings längst zu Europas führendem Gesundheitshotel, das Naturheilkunde mit modernster Medizin verbindet. Maßgeblichen Anteil daran hatte der Einstieg von Investoren, deren Mittel zur Entwicklung eines medizinisch fundierten Programms der Spitzenklasse eingesetzt wurden: Das Lans Med Concept war geboren. Wissenschaftlich basiert kann es dem Gast einen einfachen Weg zu mehr Gesundheit und Wohlgefühl und damit zu einem entspannteren Leben zeigen.

Voraussetzung dafür sind eine aufwendige Infrastruktur, ein kompetentes medizinisches Team und ein Ambiente, das auch die Vorstellungen anspruchsvoller Gäste trifft. Der Lanserhof hat hier alle seine „Hausaufgaben“ gewissenhaft erledigt. Allein 10 Ärzte kümmern sich um die Hotelgäste, dazu ein Team von Mitarbeitern, von denen manche seit 25 Jahren im Haus sind.

Im Mittelpunkt des Lans Med Concepts steht die Entgiftung, Entschlackung und Entsäuerung des Körpers – um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Dazu gehören umfangreiche medizinische Diagnostik ebenso wie Ernährungsberatung, Burnout-Prävention, Schmerztherapie, medizinische Kosmetik, Bewegungstraining und Energiemedizin.

So erfolgreich ist das Konzept, dass vor wenigen Jahren ein ambulanter Ableger in Hamburg – das Lans Medicum – und ein zweiter Lanserhof am Tegernsee eröffnet werden konnten. Aber es geht weiter: Im Vorjahr erwarb man das Grayshott Health Spa in Surrey, eines der führenden Gesundheitshotels von England. Es soll zur ersten Detox-Adresse Englands werden. Und 2020 wird ein Lanserhof auf der Insel Sylt folgen.

Und das Stammhaus in Lans, Tirol? Es hat sich vor kurzem selbst einer 25 Millionen Euro schweren Verjüngungskur unterzogen: Die neuen Zimmer mit ihren großflächigen Fenstern und Balkonen bieten einen großartigen Ausblick in die Bergwelt, manche Zimmer verfügen sogar über eigene begrünte Dachterrassen. Das Spa wurde gewaltig vergrößert und verfügt nun unter anderem über einen großen Außenpool mit Salzwasser. Ebenso neu: eine Kältekammer zur Ganzkörperbehandlung bei minus 110 Grad!

Geblieben sind der nahezu sakrale Charme des Therapiezentrums, aber auch die Charakteristik des Ambientes der öffentlichen Räume: hell und fabelhaft auf Sinne wie Gemüt wirkend – nur noch schöner und luxuriöser.

Lanserhof Lans

Mehr: Lanserhof Lans, Fon +43-(0)512-38666-0, www.lanserhof.com und RELAX Guide – Lanserhof Lans
Fotos: Alexander Haiden

Auf dem Weg zu Glückshormonen

Edelweiss Naturhotel Wagrain

Unser Tipp: vier feine Lilien-Hotels zum Thema

Wandern baut Stresshormone ab, gleichzeitig sorgen frische Luft und die Farben der Natur für die Ausschüttung von Glückshormonen – Wandern wirkt. Und immer mehr Menschen verbinden es mit Wellness.

Der Daberer – das Biohotel

Dellach im Gailtal, Kärnten

3 Lilien 17 Punkte

Ein entzückender kleiner Familienbetrieb am Waldrand, von hier gelangt man in ein weitmaschiges Netz an Trails – rund 330 km sollen es sein, in allen erdenklichen Schwierigkeitsgraden. Sie führen zu stillen Bergseen, geheimnisvollen Klammen und tosenden Wasserfällen, aber auch in ein Dorado für Käseliebhaber, denn auf vielen Almen wird noch Käse gemacht! Trinkflaschen, Rucksäcke, Regenschutz, Stöcke und Karten erhält man leihweise gratis, pro Woche gibt es drei geführte Wanderungen, mittwochs sogar mit waidkundlichem Schwerpunkt – mit der lustigen Jägerin Sigrid, einem „Urgestein“ mit 30-jähriger Daberer-Dienstzeit. Die Küche ist streng biologisch ausgerichtet und setzt auf regionale Lieferanten, zu den weiteren Highlights zählen die hohe Qualität des Frühstücksbuffets, großartige Weine (mit fairen Preisen) und wunderbar freundliche Mitarbeiter. Dazu Aussicht, Aussicht, Aussicht!

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Daberer

Edelweiss Naturhotel Wagrain

Wagrain, Salzburg

2 Lilien 15 Punkte

Ein auf 1.200 m wunderschön gelegenes, familiengeführtes Haus, es befindet sich unmittelbar in der sogenannten Salzburger Sportwelt, deren Name im Winter übrigens geläufiger ist: Ski amadé. Direkt ab der Hoteltüre beginnen Rundwanderwege, Höhenwanderwege und herrliche Waldspaziergänge. Stöcke, Rucksäcke und Ferngläser gibt es zur Gratisleihe, dreimal wöchentlich bietet man geführte Wanderungen, der Wander-Guide heißt Adam, er ist Sohn des Hauses – und ganz nebenbei Skicross-Sportler im Nationalteam. Charakteristisch für dieses Hotel sind unter anderem der traumhafte Ausblick aus vielen Räumen – natürlich auch von der Restaurantterrasse –, ausgezeichnete Massagen, eine herzhaft-feine Küche mit regionaler und biologischer Orientierung und saubere Zimmer mit Vollholzmöbeln und Balkon. Das Spa bietet unter anderem einen Naturbadeteich und zwei Innenpools (einer ist den Erwachsenen vorbehalten), es wird übrigens verantwortungsvoll mit Erdwärme betrieben.

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Edelweiss Naturhotel Wagrain ****

Juffing

Thiersee, Tirol

3 Lilien 17 Punkte

Klein, fein und zudem mit so etwas wie einer bodenständigen Aura des Besonderen umgeben erlebt man dieses Hotel. Es liegt mitten in einem 30-Häuser-Dörfchen hoch im Thierseetal, zwischen den bayerischen Voralpen mit dem mächtigen Hinteren Sonnwendjoch und dem Aussichtskamm der östlichen Brandenberger Alpen. Die Zahl an Wanderwegen ist beträchtlich, sie reicht von der gemütlichen Rundwanderung auf stillen Waldwegen bis hin zur etwas anspruchsvolleren Gipfeltour. Rund um eine bezaubernde Bergkulisse finden sich jedenfalls Wege und Steige für jeden Geschmack, bewirtschaftete Hütten und Berggasthöfe laden immer wieder zur Einkehr ein. Stöcke, Rucksäcke, Karten und Jause sind im Zimmerpreis inkludiert. Besondere Freude macht einem dieses Hotel mit seiner Küche – biologisch, mit vielen Zutaten aus der Region –, mit dem ruhevollen Umfeld und dem angenehmen Spa. Wäre da noch die charmante, stets präsente Gastgeberin, Frau Juffinger. Ihr Lieblingsplatz ist übrigens ein kleiner, türkisgrüner See, der auf keiner Karte eingezeichnet ist. Sie verrät ihn allerdings nur denen, die dort ernsthaft meditieren wollen!

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Juffing

Meerlust

Zingst, Mecklenburg-Vorpommern

2 Lilien 15 Punkte

Eigentlich verrät alleine schon der Name eine ganze Menge über dieses Hotel, er macht einfach Lust aufs Meer. Es handelt sich jedenfalls um einen gut geführten Familienbetrieb mit wohltuendem Zufluchtscharakter, er liegt in der Nähe der Zingster Seebrücke. Zum Strand gelangt man hier über eine wenig befahrene Straße, dann noch über die Düne, und schon steht man in feinem, weißem Sand, in dem man insgesamt wohl an die 70 km am Wellensaum der Ostsee entlangwandern kann, fast bis Rostock! Der Ort liegt mitten im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, der durch seine Wintersonne sowie durch seine wundersame Flora und Fauna von sich reden macht. Rotwild kann man hier häufig sehen, zudem Seeadler und Kraniche – um nur einige Arten zu nennen. Erwähnenswert in diesem Haus sind – freilich nur unter anderem – die feine Tischkultur, das herrliche Kuchen- und Tortenbuffet am Nachmittag sowie die überdurchschnittlich vielen Mitarbeiter. Außerdem höchst bedeutsame Kleinigkeiten: der gute Kaffee – eine absolute Rarität in dieser Region – und der engagierte Verzicht auf Mikrowellenherde. Bravo!

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Meerlust

Unser Tipp: vier Top-Hotels für Wandern & Spa in verschiedensten Regionen – für jeden Geschmack!

Der Daberer Biohotel ****s – Dellach im Gailtal, Kärnten
+43-(0)4718-590, www.biohotel-daberer.at

Edelweiss Naturhotel **** – Wagrain, Salzburg
+43-(0)6413-8447, www.mein-edelweiss.at

Juffing ****s – Thiersee, Tirol
+43-(0)5376-5585-0, www.juffing.at

Meerlust ****s – Ostseeheilbad Zingst, Mecklenburg-Vorpommern
+49-(0)38232-885-0, www.hotelmeerlust.de


Fotos: Der Daberer, Edelweiss Naturhotel, Juffing, Meerlust

Titelbild: Edelweiss Naturhotel Wagrain

Wellness mit Kids

Seehotel am Neuklostersee

Selbst mit Kindern kann ein Spa-Urlaub so richtig entspannend werden

Vorausgesetzt, man findet das geeignete Hotel: für Kids mit vielen guten Möglichkeiten zur Beschäftigung, auch an der frischen Luft. Aber für die Eltern muss es auch passen – Spa in angenehmer Größe inklusive! Tipps aus unserer Redaktion: vier überprüfte Lilien-Hotels, die all das können!

Seehotel am Neuklostersee

Nakenstorf, Mecklenburg-Vorpommern

2 Lilien 15 Punkte

Ein entzückendes Mini-Resort direkt am See, es präsentiert sich als höchst niveauvoller Platz für alltagsabgewandtes Relaxen. Auf knapp drei Hektar findet man hier einen weitgehend naturbelassenen Garten mit allerlei Blumen, Obstbäumen, mit Ruheplätzen im Schilf, Hängematten am Ufer, freilaufenden Schafen sowie erquickend vielstimmigem Vogelgesang. Auf Kids warten Pippi-Langstrumpf-Anmutung, ein geheimnisvoller Turm, in dem es allerlei zu entdecken gibt, und generell ein ebenso inspirierendes wie spannendes Umfeld, vor allem für etwas größere Abenteurer und Naturforscher. Kinderbetreuung gibt es auf Anfrage und gegen Aufpreis. Das Spa bietet Innenpool, drei Saunen und wunderbare Massagen. Weitere Freuden für die Eltern: die ausgezeichnete Küche mit regionaler und biologischer Ausrichtung, die gute Weinkarte mit fairen Preisen sowie die selbstgemachten Liköre. Fabelhafte Restaurantterrasse mit Morgensonne, zum Frühstück gibt es eine kleine Auswahl in hervorragender Qualität. In der Hotelbar darf geraucht werden, sie ist zumindest bis Mitternacht geöffnet – mitunter auch viel länger.

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Seehotel am Neuklostersee

Das Rieser

Pertisau, Tirol

2 Lilien 16 Punkte

Ein außergewöhnlich freundliches Haus mittlerer Größe, es liegt nur wenige Gehminuten vom Achenseeufer entfernt. Zu den besonderen Kennzeichen zählen ein Ambiente heimeliger Ländlichkeit und viele neue Zimmer – sogenannte Lofts und Turmsuiten – sowie ein feines Spa mit Innen- und Außenpool, mit breitem Aktivprogramm und den Highlights sehr guter Massagen und eines wunderbar großen Naturbadeteichs. Tennisplätze indoor und outdoor befinden sich gleich neben dem Hotel, Familien stehen in der Bergwelt um den Achensee zudem zahlreiche Sportmöglichkeiten offen, darunter Bogenschießen, Mountainbiken, Klettern, Golfen und Segeln sowie Schifahren und Langlaufen (200 km Loipen) im Winter. Eine externe Kinderbetreuung ist während der Sommerferien inkludiert – montags bis freitags jeweils sechs Stunden. Auch Teenies werden im Sommer extern betreut, der Fokus liegt naturgemäß auf Action und Spaß. Im Winter sind Schikurse für Kids aller Altersstufen im Hotel buchbar, die Schischule ist knapp 350 m entfernt. Die Küche ist sehr gut, Raucher haben neben der Bar ein eigenes „Platzl“.

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Das Rieser

Brennseehof Familien-Sport-Hotel

Feld am See, Kärnten

1 Lilie 14 Punkte

Schön und ruhig am See gelegenes „Familien-Sporthotel“, ganzjährig stehen rund 10 verschiedene Sportarten für Kids und Eltern zur Auswahl. Man wohnt entweder im Haupthaus oder – preisgünstiger – in einer von drei kleinen Dependancen, die ein paar Schritte entfernt liegen, etwa die Hälfte der Zimmer ist mit einem separaten Kinderzimmer buchbar. Kindern offeriert das legere und sympathische Hotel unter anderem Ballspielhalle, Kinderhaus und Softplay-Anlage, im Freien weiters Bobbycar-Strecke, Plätze für Fußball, Beachvolleyball und Basketball – um nur einiges zu nennen! Im Sommer kann man aus vielen Rad- und Wanderwegen wählen, im Winter kommt man in 15 Minuten mit dem hauseigenen Shuttle ins nahe Bad Kleinkirchheim – 100 km Abfahrten, 26 Liftanlagen und künstliche Beschneiung für fast alle Pisten. Kinderbetreuung ist im Preis inkludiert, sie erfolgt saisonabhängig in zwei bis vier unterschiedlichen Altersgruppen. Die Kleinen können schon um 17.45 Uhr essen – das kommt dem Sandmännchen sehr entgegen –, die Hotelbar ist hingegen bis 23 Uhr geöffnet, bei Bedarf auch etwas länger.

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Brennseehof Familien-Sport-Hotel ****s

Paradiso

Bad Schallerbach, Oberösterreich

2 Lilien 16 Punkte

Inmitten einer weitläufigen Parkanlage gelegenes, großes Thermenhotel der Eurothermen-Resorts. Es verfügt über einen sehr großzügigen Wellnessbereich, bietet aber auch einen direkten Gratiszugang zur öffentlichen Therme. Dort finden Erwachsene ein feines Sauna-„Bergdorf“ und eine imposante „Südsee-Therme“, Kids hingegen ein nahezu riesenhaftes Areal mit zahlreichen Attraktionen. Das Herzstück dort ist – zumindest aus der Sicht der Kleinen – die „Piratenwelt“ mit 200 Wasserspielgeräten, fünf großen Themenrutschen und der „ultimativen Piratendusche“. Im angrenzenden Park warten während der warmen Jahreszeit ein Waldspielplatz mit Hängebrücken und Baumschaukeln, ein Irrgarten und ein Kinderbauernhof: mit Heustadl zum Hüpfen, mit Traktor-Parcours und Kleintierzoo – zum Füttern und Streicheln. Die Betreuung für Kinder ab drei Jahren ist kos­tenlos, gegen Aufpreis wird auch ein persönlicher Babysitter organisiert. 10- bis 13-Jährigen steht der Teenclub (u. a. mit Playstation, Xbox 360, Kino und Internetstationen) offen. Die Hotelbar mit Terrasse und stimmungsvoller Zigarrenlounge hat bis Mitternacht geöffnet.

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Paradiso

Unser Tipp: vier Top-Hotels für Wellness mit den Kids. Jedes ist anders – für jeden Geschmack!

Brennseehof ****s – Feld am See, Kärnten
+43-(0)4246-2495, brennseehof.com

Das Rieser ****s – Pertisau am Achensee, Tirol
+43-(0)5243-5251, hotel-rieser.com

Paradiso ****s – Bad Schallerbach, Oberösterreich
+43-(0)7249-440-720, eurothermen.at

Seehotel Neuklostersee **** – Nakenstorf, Mecklenburg-Vorpommern
+49-(0)38422-457-0, seehotel-neuklostersee.de


Fotos: Hauke Dressler, Nalbach Architekten Berlin

Das Bett zählt nicht allein

Kann ein Urlaub wie ein Roman sein? Voller Zauber, unwirklich schön? Einen Versuch wäre es doch wert.
Hier erhalten Sie jedenfalls zweckdienliche Hinweise der Redaktion: zu fünf außergewöhnlichen Hotels mit einer großen Prise Luxus.


1. Die Bacardi-Traumwelt: Raffles Seychelles

Hideaways
RafflesFotos: Raffles Seychelles

Mitten im Indischen Ozean liegt ein Archipel aus 115 wunderschönen Inseln: die Seychellen. Hier gedeihen die größten Kokosnüsse der Welt. Wenn man sie auf den bis zu 30 Meter hohen Palmen wachsen lässt, werden sie unglaubliche 20 Kilo schwer. Und die Seychellen sind die Heimat der legendären Doppelnuss, der erotischen Coco de Mer. Unter Werbefilmern gelten die grünen Inseln schlechthin als Bacardi-Land, weil die makellosen, paradiesischen Strände der Seychellen immer wieder als Kulisse für Werbespots dienen, darunter auch für Bacardi, obwohl das Rum-Label eigentlich aus der Karibik – ursprünglich Kuba, heute Bermudas – kommt.

An einer kristallklaren Bucht auf der Insel Praslin liegt das fünf Hektar große Raffles Resort. Der nahe Traumstrand mit dem seltsamen Namen Anse Lazio gilt mit seinem weißen Sand, seinen sanften Granitfelsen und dem grünen Regenwald als einer der schönsten Strände der Welt. Von der Hauptinsel Mahé schwebt man per Flieger ein und kann sich dann im größten Spa der Seychellen (1.234 m2) von dem 15-Minuten-Flug erholen. Tja, das Leben ist schon etwas anstrengend. Einzelvilla ab rund 1.000 Euro pro Nacht – Essen und Trinken kommen hinzu.

www.raffles.com


2. Versailles trifft Massai: der unglaubliche Prunk der Ngorongoro Crater Lodge

Crater LodgeFotos: And Beyond Ngorongoro Crater Lodge

Am Rand der Serengeti in Tansania liegt auf einem Vulkanberg der berühmte Ngorongoro-Krater, der übrigens im 19. Jahrhundert von dem österreichischen Forschungsreisenden Oscar Baumann erstmals erkundet wurde. Der fruchtbare Krater mit einem Durchmesser von rund 20 Kilometern ist ein Paradies für Tiere. Man findet hier Zebras, Büffel, Elefanten, Fluss­pferde, Löwen, Leoparden, Hyänen – rund 25.000 Großsäuger, insgesamt die höchste Raubtierdichte Afrikas. Hoch oben am Kraterrand auf 2.300 m Seehöhe thront eine Luxuslodge, die aus einem Roman von Jules Verne stammen könnte. Brokatsofas, vergoldete Bilderrahmen, Kristallluster und Perserteppiche mischen sich hier mit prächtigen offenen Kaminen, grasbewachsenen Dächern und Zimmerdecken aus geflochtenen Bananenblättern.

Die Traum-Lodge hat nur 30 Suiten, und jeder Gast erfreut sich an der Eilfertigkeit eines eigenen Butlers. Während der Butler auf der Terrasse very british den Fünfuhrtee aus feinen Silberkännchen gießt, genießt man einen atemberaubenden Ausblick auf den 600 m tiefen Krater. Und natürlich auch auf seine faszinierende Tierwelt. Fazit: Es handelt sich um Afrika wie im Kino, nur ohne Robert Redford. Suiten ab 1.300 Euro plus Verpflegung.

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3. Garten Eden mit jeder Menge Personal: das Four Seasons Bora Bora

Four Seasons Bora BoraFotos: Four Seasons Bora Bora

Es heißt, Bora Bora sei die schönste Insel überhaupt. Für Tony Wheeler jedenfalls, den Gründer von Lonely Planet, des größten Reisebuchverlags der Welt, ist das Südsee-Eiland definitiv der schönste Platz auf Erden. Die berühmte, wunderbar blaue und sehr seichte Lagune ist dreimal so groß wie die Insel selbst. Und das intakte Riff, das sich nur an einer einzigen Stelle öffnet, schützt ein einzigartiges Biotop vor der Wildheit des Ozeans, in dem über 700 Meeresspezies ihre Heimat gefunden haben.

Genau hier, am Fuße des Mount Otemanu, findet man das jüngste Hotel der Trauminsel: das Four Seasons Bora Bora. Es bietet State-of-the-Art-Luxus in diesem zu Französisch-Polynesien gehörenden Inselparadies. Dazu zählen natürlich Overwater-Villas mit höchstem Komfort, wofür mittlerweile auch ein privater Pool auf der Terrasse geradezu verpflichtend geworden ist. Und natürlich auch Flatscreen-Fernseher, Internet und all das, was man gar nicht braucht, wenn in der Dämmerung über der Lagune von Bora Bora der Mond aufgeht. Sobald es dunkel wird, erstrahlen unter den Villen Unterwasserscheinwerfer, die auf Fische wie Magneten wirken. Dann hat man vom „Wohnzimmer“ aus einen Ausblick in die Unterwasserwelt – durch ein Fenster am Boden, fast wie Kapitän Nemo. Villen ab rund 1.200 Euro.

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4. Gesamtkunstwerk aus Raum und Zeit: das Amanpuri, das erste aller Aman-Resorts

Amanpuri PhuketFoto: Amanresorts International

Am besten, wir erzählen von einem heute alten Mann, der so etwas wie der Steve Jobs der Luxushotellerie ist. Er hat sie tatsächlich neu erfunden mit Häusern, die wegen ihrer Lage, ihrer Architektur, ihres Service einzigartig sind und die mit mittlerweile 31 Hotels weltweit nur einen winzigen Nischenmarkt bedienen: eine magische Welt für die Reichen und Schönen. Adrian Zecha wurde in eine sehr wohlhabende indonesische Familie hineingeboren, die Mutter hingegen hatte böhmische Wurzeln. Als junger Mann lebte er in New York und war Journalist beim Time Magazine. Mit 28 brachte er sein erstes eigenes Blatt auf den Markt, das noch heute bestehende Asia Magazine. 1972 hängte Zecha dann den Journalismus an den Nagel und gründete die Hotelkette Regent und später die Rafael Hotel Group; beide verkaufte er wieder (an Four Seasons und Mandarin Oriental). 1988 schließlich wollte er etwas ganz anderes machen und stieß mit seinem Konzept bei den Banken auf Granit: keine Zimmer, nur Villen und davon nur wenige ohne dichte Verbauung, Ultra-Luxus definiert durch Natur, Lage, Architektur. So entstand mithilfe von alternativen Financiers das erste aller Aman-Hotels, in Phuket, Thailand, mit dem Namen Amanpuri.

Die vom renommierten Hotelarchitekten Ed Tuttle entworfenen, edlen Villas – alle mit feinstem Teakholz und privaten Pools – liegen wie Schwalbennester inmitten einer ehemaligen Kokosplantage. Von den meisten hat man einen Traumblick auf die Andaman-See, und der Strand ist wie aus einem Bilderbuch. Aus dem Spa möchte man freiwillig gar nicht mehr rausgehen. Für Adrian Zecha war Amanpuri „der Versuch, einen Zipfel des Himmels auf die Erde zu bringen“. Das Experiment scheint sehr gelungen. Villen ab rund 1.200 Euro pro Nacht, in der Regenzeit geht es etwas günstiger – ab rund 835 Euro. Verpflegung extra.

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5. Wo das Leben wie eine leichte Brise ist: der Four Seasons Ocean Club auf den Bahamas

Oceans Club BahamasFoto: Four Seasons Hotels

Fast nirgendwo auf der Welt ist das Meer so magisch schön wie rund um die Bahamas, dieses Archipel mit 700 Eilanden und 2.400 Korallenriffen. Das Wasser schimmert türkis-blau, ein Mittel zwischen dem Grün Floridas und dem tiefen Blau des nahen Atlantischen Ozeans. Die Farbe kommt von den seichten Gewässern, dem weißen Sand am Meeresgrund und der Sonne, die zusammen eine wundersame türkis-blaue Paradies­anmutung zaubern. Die spanischen Eroberer ließ das kalt, sie waren nur an anderen Schätzen interessiert und nannten die Gegend einfach Baja Mar – flaches Meer.

Natürlich gibt es hier auch wunderbare Hotels, aber das unvergleichlichste ist der Ocean Club auf Paradise Island, einst das Domizil eines schwedischen Großindustriellen, der hier 1939 mit seiner Jacht ankerte und sich ein fürstliches Refugium baute. Seit 1962 ist der Ocean Club ein Hotel, das zahllose anspruchsvolle Gäste aus aller Welt anzog. Aus gutem Grund: ein acht Kilometer langer weißer Sandstrand, eine Romantik verheißende Kolonialarchitektur, unaufdringliche Eleganz, fünf Restaurants und ein Hauch von Bond. Ja, auch James Bond stieg hier ab. Im ersten Film mit Daniel Craig, „Casino Royale“, fuhr 007 mit seinem Aston Martin DB 5 vor dem Ocean Club vor und landete noch in derselben Nacht im Bett einer Gangsterbraut.

Auch der Ocean Club mit seinen niedrigen Häusern und Villas, die vom Strand und von einem von Versailles inspirierten Garten umgeben sind, legt sich in ein neues Bett. Der langjährige Betreiber One & Only wird gerade von Four Seasons abgelöst. Die Immobilie selbst gehört dem amerikanischen Milliardär Leonard Blavatnik, dessen Firma Access Industries eine Reihe von Edelhotels besitzt, darunter auch das legendäre Grand-Hôtel du Cap-Ferrat. Blavatnik war übrigens mit 21 Jahren mittellos aus der Sowjetunion in die USA eingewandert. Für manche Menschen scheint das Leben eben leicht wie eine Brise. Für die Gäste des Ocean Club auf jeden Fall. DZ ab rund 850 Euro.

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Wellness im Burgenland

Burgenland Tourismus

Bei Wellness im Burgenland ist Loslassen angesagt

Die eindrucksvolle, vielfältige pannonische Naturkulisse hilft Ihnen dabei – mit der Weite des Neusiedler Sees ebenso wie mit sanftwelligen Hügellandschaften:

Erkunden Sie den grenzüberschreitenden Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel mit seinen mehr als 300 Vogelarten oder einen der sechs Naturparks mit Raritäten aus Fauna und Flora. Werden Sie in der pannonischen Natur beim Golfen, Paddeln, Reiten und Radfahren aktiv und entdecken Sie anschließend die kulinarische Vielfalt. Im Burgenland reifen an 300 Sonnentagen im Jahr internationale Spitzenweine. Die Schmankerl-Reise lässt sich mit Kulturgenuss verbinden. Etwa bei den Seefestspielen Mörbisch, der Oper im Steinbruch St. Margarethen oder einem der klassischen Konzerte. Willkommen im Land der Sonne!

Destination Burgenland

Burgenland Tourismus

Twitter-Präsenz kann man kaufen

200 Millionen gefakter Twitter-Follower hat die US-Firma Devumi verkauft und damit einen siebenstelligen Dollar-Betrag verdient, so das Ergebnis einer Recherche der New York Times.

Die Social-Media-Marketingfirma soll Millionen von computergenerierten Fake-Profilen angelegt und an Politiker, Promis und Unternehmer verkauft haben – von Südamerika bis nach China. Sogar ein Vorstandsmitglied von Twitter besitzt selbst gekaufte Follower von Devumi.

Devumis Webseite wirbt mit „Erhöhen Sie Ihre Präsenz, Glaubwürdigkeit und Sichtbarkeit in Social Media“ und listet das Angebot auf: Die Fake-Einflussnahme auf Seiten wie Youtube, Pinterest, LinkedIn und anderen ist gar nicht teuer. So kosten etwa 30.000 Likes 2.000 Dollar, 1.000 Dislikes 130 Dollar und 5 Millionen Youtube-Views 21.999 Dollar. Ein Schnäppchen. Alles „absolut sicher“ und mit „100 Prozent Geld-zurück-Garantie“ (Werbung).