Aletes dreiste Werbelüge

„Babygerecht“ sind die Kekse von Alete, zumindest laut Werbung.

Dabei enthalten sie 25 Prozent Zucker. Zwar erlaubt es die EU, selbst einen Zuckergehalt von bis zu 34 Prozent noch als empfehlenswert für Säuglinge zu bewerben, dies steht allerdings in krassem Gegensatz zur Warnung von Medizinern: Babynahrung darf überhaupt kein Zucker zugesetzt werden.

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hat Alete deshalb mit dem „Goldenen Windbeutel“ für die dreistete Werbelüge ausgezeichnet. Alete wurde aufgefordert, das Produkt vom Markt zu nehmen, es grenze an „Körperverletzung durch Irreführung“.

Nominiert für die Negativpreis war übrigens auch eine Ochsenschwanzsuppe ohne Ochsenschwanz. Das erinnert irgendwie an Kalbsleberpastete: Laut Gesetz genügen dafür ganze fünf Prozent Kalbsleber. Der große Rest ist Fett und Schweinefleisch!

Depressionsneigung bei Veganern

Pflanzliche Ernährung senkt das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall.
Aber wie wirkt sie sich auf die Psyche aus?

Mit dieser Frage beschäftigte sich eine vor kurzem veröffentlichte Studie der Universität Bristol. Ausgewertet wurden die Daten von knapp 10.000 Männern, wobei zwischen vegan (rein pflanzlich, keine Milchprodukte, keine Eier) und vegetarisch unterschieden wurde. Knapp vier Prozent waren Vegetarier oder Veganer. Sie zeigten eine erhöhte Neigung zu Depressionen, vor allem dann, wenn sie sich vegan ernährten.

Als mögliche Ursache wird Eisenmangel oder ein Mangel an Vitamin B-12 vermutet, beide Mangelerscheinungen sind mit allgemeiner Müdigkeit und Konzentrationsschwäche verbunden. Freilich lässt die Untersuchung auch den Umkehrschluss zu: Männer mit einer Neigung zu Depressionen haben einfach weniger Lust auf Fleisch.

Den Hinterbliebenen Freude schenken

Happy End, die Bestattungsmesse in Hamburg, zeigte vor kurzem neue Trends im Bestattungsgewerbe. Schockfrosten etwa. Allen voran aber: das Baumgrab. Dabei lässt man seine Asche in einer kompostierbaren Urne zwischen den Wurzeln eines Baumes bestatten. Das erfordert keinen Grabstein, keine Pflege, und der Tote wächst mit der Zeit in Richtung Himmel – symbolisch zumindest.

Viele weitere Möglichkeiten der Bestattung waren zu sehen. Hier eine kleine Auswahl, wie man seinen Hinterbliebenen Freude schenken oder sich als Toter zumindest nützlich machen kann:

  • als Erinnerungsdiamant: aus Asche, ab 4.500 Euro (Firma Algordanza). Wird mit einem Druck von 1.600 Tonnen aus einem halben Kilo Krematoriumsasche erzeugt. Das Ergebnis ist für alle tröstlich, denn so wird jeder etwas Besonderes: ein Juwel von einem Menschen!
  • als Düngemittel: Dieses Verfahren kommt aus den USA und heißt Resomation. Dabei wird der Leichnam in einer starken Lauge aufgelöst. Es entsteht eine braune Flüssigkeit aus Zucker und Mineralien, die man etwa als Dünger verwenden kann.
  • als Humus-Granulat: Aus Schweden kommt die sogenannte Promession, das Schockfrosten bei minus 200 Grad. Aus dem Leichnam wird so eine Art Öko-Granulat, das in der Erde innerhalb weniger Monate vollständig zu Kompost wird. Im Gegensatz zur Erdbestattung soll dabei kein Treibhausgas freigesetzt werden.
  • als Vinylplatte: Der Verstorbene wird damit gleichsam Musik. Asche wird in Vinylplatten verpresst, die britische Firma And Vinyly verlangt für das Basispaket (30 Platten) ab etwa 2.200 Euro. Werblicher O-Ton: „Das perfekte Grab für Vinylplattenliebhaber!“ Zum gleichen Preis übrigens auch für Haustierasche erhältlich.

Restaurants mogeln beim Fisch

Häufig wird in Restaurants falscher, viel billigerer Fisch serviert.

Das hat eine Recherche der „Verbraucherfalle“-Redaktion des ARD ergeben. In acht von 14 bundesweit getesteten Gaststätten erhielten die Tester deutlich billigeren Fisch. Obwohl auf der Karte der Meeresfisch Seezunge stand, kam zweimal Zanderfilet und sechs Mal der minderwertige Süßwasserfisch Pangasius auf den Teller. Pangasius kostet im Einkauf nur ein Vierzehntel von Seezunge.

Wer derart über den Tisch gezogen wird, muss natürlich nicht zahlen. Voraussetzung ist aber die sofortige Reklamation. Zuerst aufessen und erst danach reklamieren funktioniert allerdings nicht!