Erfolgsstory Massentourismus

Der weltweite Tourismus wächst stark – und viel schneller als der Rest der Weltwirtschaft. Im Vorjahr wurde mit 1,14 Milliarden Menschen ein neuer Rekord erreicht, und schon in 15 Jahren, so schätzen Experten, werde sich die Zahl der Touristen weltweit nahezu verdoppelt haben.

Dass unser Planet dadurch noch weiter verheert wird, dass etwa Venedig dank der alljährlichen 1.500 gigantischen Kreuzfahrtschiffe die höchste Lungenkrebsrate Italiens aufweist (jeder einzelne Mega-Cruiser erzeugt so viel Abgase wie 40.000 Autos), darüber wird freilich nicht gesprochen. Schließlich geht es um Arbeitsplätze und Profite. Und hier präsentiert sich der Massentourismus als Erfolgsstory. Kleines Beispiel: Thailands Prostitutionsbranche erwirtschaftet alljährlich 27 Milliarden Dollar, das ist immerhin mehr als ein Siebtel des Thai-Bruttoinlandsprodukts.

Das 20.000-Betten-Hotel

In Saudi Arabien entsteht das größte Hotel der Welt: 1,4 Millionen Quadratmeter Fläche, 48 Stockwerke, vier Hubschrauberlandeplätze, mehr als 70 Restaurants, 20.000 Betten. Dreieinhalb Milliarden Dollar sind als Baukosten veranschlagt – mal sehen, was die Endabrechnung sagt!

Das Haus soll im nächsten Jahr als Abraj Kudai eröffnen, es ist eines von rund 140 zurzeit in Bau befindlichen Hotelprojekten, mit dem der Golfstaat den Tourismus ankurbeln will, um vom gegenwärtig schwächelnden Ölgeschäft unabhängiger zu werden.

Ob die Rechnung aufgeht, sei dahingestellt: Alkohol ist streng verboten, Ausländerinnen erhalten bei der Einreise einen bodenlangen schwarzen Umhang, und generell müssen Reisende mit mittelalterlichen Verhältnissen rechnen. Darunter etwa das Autofahrverbot für Frauen, die Mutawwa, die Religionspolizei (sie wacht darüber, dass sich Frauen in der Öffentlichkeit sittlich verhalten und verhüllen), unfaire Strafprozesse, öffentlich zelebrierte Verstümmelungen und Hinrichtungen mit dem Säbel, Letzteres gilt bei verschiedensten Delikten, etwa bei „Hexerei“.

Fahrtaktik trainieren für High Safety

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Von Blintzen und Knishes

Mit dem internationalen Siegeszug der Pastrami in den letzten Jahren – man denke etwa an das hippe und so gar nicht vegan fettig duftende Berliner Lokal Mogg & Melzer in der ehemaligen jüdischen Mädchenschule – ist auch das Interesse für jüdische Kochkultur gestiegen. Korrekt muss man natürlich schreiben: jüdische Kochkulturen, denn Schmelztiegel ist in diesem Fall nur ein Hilfswort. Interessant ist jedenfalls, dass die jüdische Küche klar definierte „Signature Dishes“ hat – und das trotz ihrer Vielfältigkeit zwischen osteuropäischem Erbe, amerikanischer Weiterentwicklung (oder Rückschritt, je nach Gutdünken und Sympathieausmaß für Amerika) desselben und israelisch-orientalischen Einflüssen.

Signature Dishes wie die schon erwähnte Pastrami als Füllung des berühmten Reuben-Sandwich aus Katz‘ Delicatessen in New York, die jiddische Hühnerleber, Gefilte Fisch natürlich oder diverses Gebäck mit einmaligen Namen wie Blintzen oder Knishes.

Zahlreiche Bücher haben sich schon des überaus breiten Spektrums der jüdischen Kochkulturen angenommen, Claudia Rodens Werk „Das Buch der Jüdischen Küche“ (auf Deutsch im kleinen Wiener Mandelbaum Verlag erschienen) darf darunter als das beste, profundeste und gültigste gelten. Nun hat die Magazinjournalistin Annabelle Schachmes ein weiteres und auch nicht gerade schmales Buch herausgebracht, das sich der jüdischen Küche widmet, mit eigenen Fotos.

Im Vorwort schreibt die französische Schriftstellerin Amanda Sthers: „Jüdische Küche … Als Annabelle mir von ihrem Projekt erzählte, wäre ich fast vom Stuhl gefallen. Es gibt nämlich ungefähr so viel verschiedene jüdische Küchen, wie es Juden gibt! Judaismus ist eine Religion und keine Region. Dann aber ist mir langsam klar geworden, dass sie nicht nur in ihrer eigenen Familiengeschichte, sondern auch in der Geschichte des jüdischen Volkes etwas suchte.“

Gefunden und als Text und Fotos zusammengetragen hat die Autorin Schachmes nicht nur jüdische Institutionen wie die „Free Soup Kitchen“ oder Knish-Bakerys, sie hat privaten Köchen ebenso über die Schulter geschaut wie Bagelbäckern, hat israelische Marktszenen ebenso dokumentiert wie orthodoxe Männer, die im Großstadttrubel ihr Sandwich verzehren.

Die Rezepte nun haben ihre Wurzeln ebenso in Tunesien wie in Polen, im Irak ebenso wie in Russland, und darunter sind selbst für die, die mit jüdischer Küche schon etwas vertraut sind, noch zahlreiche Neuigkeiten. Zimmes etwa, ein aschkenasisches Gericht aus Karotten, frischem Obst und Trockenfrüchten, das gern zu Rosch ha-Schana, zum jüdischen Neujahr, serviert wird. Oder Mufleta, sephardische Brotfladen, oft mit Honig kombiniert. Schon bekannter sind Piroschki, russische Teigtaschen, die man mit Lachs und Frischkäse ebenso füllen kann wie mit Ente und Apfel oder Mohn und Frischkäse. Banatages sind fleischgefüllte dicke Kartoffelkroketten, wahlweise mit Huhn oder Rind, und unter Jachnun versteht man eine in einer Dose dampfgegarte Blätterteigrolle, eine jemenitische Sabbat-Spezialität. Fazit: Horizont erweiternd!

Rezepte im PDF Format:
Gefüllte Auberginen
Knisches
Lammtajine mit Zwetschken

Annabelle Schachmes:
Die Jüdische Küche

Südwest Verlag, 284 Seiten
29,99 Euro


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Benzin aus Treibhausgas und Sonnenlicht

Weltweit steigt der Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO²) weiterhin an. Eine amerikanische Forschergruppe an der University of Illinois bei Chicago zeigt nun, dass man das Treibhausgas recyceln könnte, also der Atmosphäre entziehen, um daraus mit Hilfe von Solarstrom sogenanntes Synthesegas zu erzeugen. Aus diesem lassen sich dann wiederum etwa Ethanol, Methangas oder auch Benzin und Diesel herstellen. Der Wirkungsgrad der Anlage der Forscher ist allerdings noch gering – es liegt an den Solarzellen, die nur einen Wirkungsgrad von sechs Prozent erreichen.

Heilsamer Wald

Wandern im Wald wirkt erholsam und stimmungsaufhellend, das ist allgemein bekannt. Dass es aber zudem das Immunsystem stärkt und demnach auch der Vorbeugung von Krebserkrankungen dient, das wurde vor kurzem wissenschaftlich nachgewiesen. Es sind die bioaktiven Substanzen, die der Wald offeriert und die der Wanderer über Haut und Atmung aufnimmt. Diese Stoffe schaffen es, die körpereigenen Killerzellen zu aktivieren – jene Zellen, die Krebszellen erkennen und vernichten.

Bereits ein einziger Tag in einem Waldgebiet erhöht die Anzahl dieser Killerzellen um nahezu 40 Prozent. Übrigens: Der RELAX Guide widmet das Extra seiner 2017er-Ausgabe, sie erscheint Mitte Oktober, dem Thema Wellness und Wandern – im Wald, natürlich.

Fahrtaktik-Training für höchste Sicherheit

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Alle drei Minuten ein Einbruch

Die Zahl der Einbrüche steigt dramatisch an, knapp 170.000 sind es jährlich in Deutschland, etwa so viele wie in den frühen 1990er Jahren nach der Öffnung der Ostgrenzen. Am stärksten betroffen ist sind der Raum um Hamburg und Bremen sowie Nordrhein-Westfalen – mit etwa 700 Fällen pro 100.000 Einwohnern.

Nur in den seltensten Fällen müssen Einbrecher mit Verhaftung rechnen, die Aufklärungsquote liegt bei 15 Prozent, und selbst wenn ein Tatverdächtiger verhaftet wird, kommt er fast immer ohne Strafe davon – die Verurteilungsrate beträgt gerade mal 2,6 Prozent. Mehr als die Hälfte der (wenigen) Verurteilten sind Ausländer.

Von Auberginen bis Zatar

Der Orient ist nicht nur in den Weltpolitik-Schlagzeilen das Thema der Zehnerjahre dieses Jahrhunderts. Sondern auch auf dem Kochbuch-Markt. Nach „der italienischen Küche“, was für schlichte Gemüter alles subsummiert, was irgendwo Tomaten und Basilikum enthält, und „der asiatischen“, was freilich noch hundertmal absurder ist, sind es heute die Küchen des Orients und dessen kulturellen Ausläufern wie Georgien, die für eine Flut an Neuerscheinungen sorgen (wenn wir die Veganmafia mal außen vor lassen).

Die Bücher nennen sich „Abrahams Küche“, „Rosenwasser und Granatapfelkerne“, „Persiana“ – oder schlicht „Orient köstlich vegetarisch“. Letzteres hat die in London lebende libanesische Kochbuchautorin Salma Hage verfasst, erschienen ist es bei Phaidon, was immer für Qualität bürgt.
Die Rezepte sind überaus übersichtlich sortiert, jeweils auf einer Doppelseite samt Foto, der libanesische Schwerpunkt ist trotz des thematisch weitreichenden Titels nicht zu übersehen.

Salma Hage erzählt im Vorwort launig von Zwiebeln, die sie und ihre Geschwister den Hühnern statt Eiern unterjubelten, da sie das Lijeh ihrer Großmutter – eine Art Omelett mit weißen Zucchini – so liebten. Von dünnem Fladenbrot, das innerhalb weniger Sekunden an den Innenwänden eines Lehmofens gebacken wird. Und von libanesischen Taxifahrern, die am Land in den Fünfzigerjahren statt vier Personen gleich zwanzig kutschierten, auf dem Dach liegend, im Kofferraum kauernd, aus den Fenstern hängend. Danach stellt sie Zutaten wie Halva, Laban, Rosenwasser oder Freekeh vor, die in den folgenden Rezeptkapiteln zum Einsatz kommen.

Etwa für Blutorangensaft mit Granatapfel und Rosenwasser, gleichermaßen simpel wie gewitzt-verführerisch. Das gleiche gilt für viele andere Getränke, die man am liebsten sofort zubereiten würde: Libanesischen Kaffee mit Orangenblütenwasser, Dattel-Tahini-Smoothie mit Zimt oder Kardamomtee mit Milch. Auch bei den Dips und den Meze möchte man nicht lange mit dem Nachkochen warten. Ein Klassiker ist natürlich Baba Ganoush, gehacktes geschmortes Auberginenfruchtfleisch mit Sesampaste, Olivenöl, Knoblauch und Granatapfelkernen, ein weiterer Zatar, eine Gewürzmischung, die auf Fladenbrot gereicht wird.

Bei Mandelhummus und Kürbishummus kommen außer Kichererbsen noch Butternusskürbis und Mandelmehl zum Einsatz, den Grillkäse Halloumi (der in der Pfanne immer so schön quietscht) kombiniert Hage mit Sumach und Minze, und auch für Falafel hat sie einige abgewandelte Varianten parat. Fleisch fehlt bei so deftigen Gerichten wie Paprika mit Quinoa-Kichererbsen-Füllung oder Rote-Linsen-Röllchen nicht wirklich – während ein veganes orientalisches Kochbuch sich vor allem bei Dips und Desserts gewaltig einschränken müsste: Denn was wäre der Orient ohne Labneh und Reispudding?

Rezepte im PDF Format:
Baba Ganoush
Rote-Bete-Salat mit Laban und Minze
Schwarzkohl mit Bulgur

Salma Hage:
Orient köstlich vegetarisch

Phaidon, 272 Seiten
29,95 Euro


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