Die Versuchskaninchen der EU

Seit Jahresbeginn müssen die Griechen Bargeld über 15.000 Euro, Schmuck im Wert von mehr als 30.000 Euro sowie Inhalt und Standort ihrer Bankschließfächer dem Staat melden. Meldepflichten dieser Art sind stets die Vorstufe von Massenenteignungen, das lehrt die Geschichte. Hinweise, dass Enteignungen in der gesamten Eurozone zu erwarten sind, gibt es mittlerweile genug, beispielsweise den Weltwährungsfonds-Vorschlag einer Zwangsabgabe von 10 Prozent aller Bankguthaben. Die Bürger sollen für die Sanierung der Staatshaushalte zahlen.

Die Wirtschaftsleistung in Griechenland schrumpft zwar weiterhin ständig, und auch die Geburtenrate ist dramatisch gesunken. Gewisse Dinge nehmen aber stark zu. Waffenkäufe und Kriminalität etwa. Oder die Zahl an Abtreibungen, sie ist seit Beginn der Krise um 50 Prozent gestiegen, die Staatsschuldenquote um 70 Prozent, die Anzahl der Fehlgeburten um 100 Prozent, die Arbeitslosigkeit um 200 Prozent, die Anzahl der Prostituierten in Athen alleine in drei Jahren um 1.500 Prozent.

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Superreiche Frauen im Vormarsch

Weltweit nimmt Armut zu, gleichzeitig aber auch die Anzahl der „Ultra Rich“, der Superreichen – auch bei den Frauen. Die Zahl der weiblichen Superreichen hat sich in den vergangenen 20 Jahren sogar versechsfacht, gegenwärtig beläuft sie sich auf 145 Dollar-Milliardärinnen, die meisten findet man in Asien.

Während es sich in Europa fast immer um Erbinnen handelt, sind in Asien mehr als die Hälfte lupenreine Selfmade-Milliardärinnen, etwa die Mittvierzigerin Zhou Qunfei, die Gründerin eines chinesischen Touchscreen-Herstellers, die sich aus dem Nichts ein Vermögen von 7,3 Milliarden Dollar erarbeitet hat. In Australien sind nur rund 10 Prozent der Superreichen Frauen, zusammen besitzen sie allerdings mehr als das zweieinhalbfache ihrer männlichen Pendants. Gina Rinehart (Bild) besitzt am meisten: 20,01 Milliarden US-Dollar.

Runde Sache

Die Generation Ikea muss man nicht erst lange von essbaren Bällchen überzeugen – eine Portion Köttbullar, diese Fleischbällchen mit heller Sauce und Preiselbeeren, gehört für die allermeisten Kunden zu einem Besuch im schwedischen Möbelhaus dazu, ebenso wie das Du aus dem Lautsprecher und der obligatorische Teelichternachschubkauf. Für Nicht-Köttbullar-Fans gibt es eine Vielzahl an Argumenten, die für Bällchen sprechen: Sie sind handlich – oder soll man sagen: mundlich? –, sie lassen sich gut vorbereiten, gut verpacken, gut transportieren, gut abzählen, gut einfrieren, gut …

Juliana Pieper hat dem Thema Bällchen nun ein eigenes Kochbuch mit dem Titel „Alles, was rund ist“ gewidmet, das im kleinen Verlag Jacoby Stuart erschienen und außerordentlich entzückend geraten ist. Die Autorin hat das Buch selbst und mit einer großen Portion Humor illustriert: Kleine Knödel finden sich auf den Zeichnungen in unterschiedlichster Weise wieder, etwa als Bauch einer schwangeren Frau, auf einem Bollenhut, diesem charakteristischen Schwarzwaldhut mit roten Bommeln, in den Händen eines Jongleurs oder als Badehauben einer Truppe Aquagymnastik-Damen.

Die Rezepte gliedern sich in die Kapitel Veggieballs, Fishballs, Meatballs und Sweetballs, und am Ende hat die Autorin noch ein Kapitel mit Beilagen angehängt: mit Salaten wie Fenchelsalat mit Orangen und Pekannüssen oder Thailändischem grünen Papayasalat sowie Saucen wie Paprikasalsa oder Limetten-Chili-Sauce. Manche Rezepte wie die Maiskornbällchen mögen simpel klingen, haben es aber in sich: Die Zutatenliste für die Maisbällchen etwa sieht aber neben Maiskörnern auch Butternusskürbis, Couscous, Kreuzkümmel und Thaibasilikum vor. Aus Sizilien – die Autorin hat viele Rezepte von Reisen mitgebracht – stammen frittierte Blumenkohlbällchen beziehungsweise Karfiolbällchen, aus Norwegen die „Fiskekaken“, erraten: Fischbällchen, aus Korea Reisbällchen mit Garnelen, Kimchi, Sesam und Seetang. Weitere Stationen der Reise: Indonesien, Sri Lanka, China, Großbritannien, Italien oder die Türkei. Das zeigt: Bällchen gibt es, ähnlich übrigens wie Teigtaschen, nahezu überall auf der Welt. Die Kugel ist auch in den Küchen der Erde eine Grundform, an der man nicht vorbeikommt.

Rezepte im PDF Format:
Bohnenbällchen mit Krabben und Koriander
Falafel und Buchenweizenbällchen
Malfatti und Ziegenkäsebällchen

Jacoby Stuart, 140 Seiten
19,95 Euro


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