Ständig gute Laune macht krank

Lächeln kann teuer werden, für den Menschen wie für die Gesellschaft. Das hat der Wissenschaftsjournalist Ulrich Schnabel für sein neues Buch „Was kostet ein Lächeln? Von der Macht der Emotionen in unserer Gesellschaft“ recherchiert. Er zeigt dies unter anderem am Beispiel von Flugbegleiterinnen, die gecoacht werden, eine permanente gute Laune nicht nur zu simulieren, sondern auch tatsächlich zu empfinden. Etwa mit der Vorstellung, das Flugzeug sei das eigene Wohnzimmer und die Fluggäste seien Bekannte auf Besuch. Nach dem Flug seien die Stewardessen allerdings völlig fertig. Wer seine Gefühle derart manipuliert, laufe langfristig Gefahr, den Kontakt zu sich selbst zu verlieren. Die damit verbundene Konzentration auf sich selbst hat ihren Preis in der Entsolidarisierung der Gesellschaft. Schnabel warnt vor emotionaler Fernsteuerung im Beruf und durch die allgegenwärtige Werbeindustrie; mit Meditation, Aufmerksamkeit, Mitgefühl und Vernunft kann sie verhindert werden.

Heiße Luft in Paris

In Paris findet derzeit ein Weltklimagipfel der Uno statt, es ist bereits der Zwanzigste. Begonnen hat es 1992 in Rio de Janeiro, das einzige Ergebnis bisher war das Kyoto-Protokoll von 1997, das die Industriestaaten zum Abbau der CO2-Emissionen verpflichten hätte sollen. Daraus wurde nichts – seit damals sind die weltweiten Emissionen an Treibhausgasen um 60 Prozent gestiegen. Hitzewellen, Flutkatastrophen, Gletscherschmelzen und durch ein Zuviel an CO2 versauernde Ozeane nehmen in beängstigenden Ausmaßen zu.

Paris wird daran nichts ändern, die Optik bleibt wie gehabt: schulterklopfende Politiker, selbstgefällige Worte, inhaltsleere Versprechungen. Dabei hängt der Klimawandel mit Flucht, mit Krieg und Frieden zusammen.

Feines Geschenk für Weihnachten

Knapp 2.300 Wellnesshotels gibt es in Deutschland und in Österreich, darunter sind viele, die den Namen gar nicht verdienen. Gleichzeitig ist die Urlaubszeit rar und kostbar. Entscheidend ist daher: Man möchte beim Essen, beim Service und im Wellnessbereich auf der sicheren Seite sein. Und das ist man mit einem Lilien-Hotel. Nur ein Fünftel aller Wellnesshotels wurden mit diesen Lilien ausgezeichnet – vom unabhängigen RELAX Guide. Die Ausgaben 2016 finden Sie um 24,90 Euro im Buchhandel. Diesmal mit dem ausführlichen Schi-Sonderteil „Die 35 besten Wellnesshotels direkt an der Piste“!

Mit Sorgfalt recherchiert, nützlich und interessant zu lesen. Das passende Weihnachtsgeschenk für Ihre Liebsten!



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Keine anderen Probleme

Wieder einmal bewiesen die Grünen Ihr Gespür für die dringlichsten Probleme. Auf einer Bundeskonferenz in Halle forderte man vor wenigen Tagen Extra-Zelte für transsexuelle Flüchtlinge, da diese Diskriminierung und Gewalt fürchten müssten. Gewalt von Asylwerbern, ja gibt es denn das überhaupt? Wie auch immer: Wir finden, dass das Thema gerade in diesem brandgefährlichen Stadium der Weltgeschichte ganz wichtig ist. Obwohl: Dark-Room-Zelte für homosexuelle Flüchtlinge würde man sich schon noch erwarten wollen!

Küchenglück aus dem Osten

Ein Geständnis von Fanseite: Diese Kochbuch-Rezension könnte in eine Liebeserklärung ausarten. Wer wie wir eine Schwäche für die nahöstliche Küche hat, musste lange Jahre lang auf englischsprachige Bücher zurückgreifen. Auf Deutsch war kaum etwas zu bekommen, und wenn, dann eher 10-Euro-Weichspülerbücher à la „Marokkanische Küche leicht gemacht“. Seit ein paar Jahren ist aber etwas in Bewegung gekommen. Auf dem deutschsprachigen Kochbuchmarkt sind sichtbar mehr Bücher zur libanesischen, zur persischen, zur türkischen Küche oder aber Bücher mit eklektizistischen Mischungen aller möglichen dieser Länderküchen aufgetaucht. Das ist einerseits auf mehr Mut zu Übersetzungen zurückzuführen, andererseits aber auf den gestiegenen Stellenwert, den diese Küchen international bekommen, nicht zuletzt dank des Kochsuperstars Yotam Ottolenghi. Hierzulande schlägt sich das in der Restaurantszene freilich noch nicht wirklich nieder.

Einer der besten Autoren einer kreativen, modernen und sehr undogmatischen nahöstlichen Küche ist schon lange Greg Malouf. Der in Australien geborene Sohn libanesischer Eltern lernte unter anderem in Frankreich, Italien und Österreich. Sein jüngstes Buch, das er mit seiner Frau verfasst hat, ist nun zum großen Glück seiner Fans auf Deutsch erschienen: „Orientalisch vegetarisch“ heißt es – mäßig ansprechend. Umso besser ist die Aufmachung: lindgrün mit gelben Flanken und einer goldgeprägten Illustration. Und dann geht es los. Schon das erste Foto, eine verwitterte Holztafel mit Schüsseln voll Couscoussalat, Karotten-Pinienkern-Suppe, Falafeln oder gefüllten Paprika zieht den Leser mit einer ungewöhnlich dunklen, aber dennoch leuchtenden Tiefe in seinen Bann. Ein Licht, genauso wie es Maloufs Küche entspricht: aromatief und dunkel schillernd von warmen Gewürzen, außerdem schon traditionsverbunden, aber stets auch mit einer bunten Frische und der Freiheit, alles zu kombinieren und keinem Dogma zu folgen.

Die Rezepte gliedern sich in Kapitel wie „Pickles & Relishes“, „Frittiertes“, „Getreidegerichte“ oder „Eiscreme“. Und schon das Inhaltsverzeichnis, ungewohnt übersichtlich auf einer Doppelseite dieses recht großformatigen Buchs untergebracht, macht einfach glücklich: Türkische Eier mit Spinat, Chili und Joghurtcreme. Grießbrot mit Anis und Sesam. Zitronige Linsensuppe mit Safranrührei. Haselnuss-Falafel mit Tahin-Creme-fraiche. Honigkarotten mit Datteln, Löwenzahn und marokkanischem Dressing. Bananeneis mit salzigem Dattelkaramell. Buttermilchsorbet mit Lorbeer und Zitrone. Fenchel-Shortbread.

Absolut nicht weit hergeholt, aber trotzdem völlig neuartig – so geht große Küche.

Rezepte im PDF Format:
Guacamole mit Salzzitrone
Quinoa mit Koriander und Kürbis
Tomaten Kichererbsen Curry

Greg & Lucy Malouf:
„Orientalisch vegetarisch“

Dorling Kindersley, 272 Seiten
29,95 Euro


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Bei großen Verdiensten: kein Asyl

Die Bürger dieser Welt haben ihm außerordentlich viel zu verdanken, Frau Merkel ebenso. Hat er doch die weltweiten Abhörpraktiken des US-Geheimdienstes NSA, von dem Merkel ebenso wie Politiker zahlreicher anderer Länder betroffen waren, unter höchsten persönlichen Opfern aufgedeckt. Die Rede ist von Edward Snowden. Obwohl Frau Alle-dürfen-kommen-Merkel „keine Obergrenze für Asylanten“ formuliert, hat sie dem politisch verfolgten und vermutlich mit Todesstrafe bedrohten Snowden kein Asyl gewährt. Dabei gibt es laut offiziellem Politsprech „keine moralische Alternative dazu, Verfolgten Schutz zu gewähren.“

Wie kann Fleisch krank machen?

Fleisch könne Krebs auslösen, davor warnte eine vor wenigen Tagen veröffentlichte, breit angelegte Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO. Was dabei allerdings nicht untersucht wurde, war die Herkunft der Fleischprodukte. Fakt ist: Der Bauer von ehedem kann nicht mehr überleben, längst ist die industrielle Landwirtschaft am Zug: Betriebe mit 15 Millionen Hühnern oder Zehntausenden Schweinen oder Rindern sind heute weit verbreitet, vor allem in Deutschland bilden sich immer mehr konzernähnliche Strukturen heraus. Dass Lebensmittelkonzerne nicht unbedingt zimperlich sind, wenn es um mehr Profit geht, das dokumentieren allerlei ans Licht gekommene Verbrechen, etwa das Verfüttern von Klärschlamm, hinlänglich.

Wir haben uns angesehen, was der Bauer von ehedem niemals gebraucht hat. Nämlich die EU-Regeln zum Thema „Was nun nicht mehr an Zuchttiere verfüttert werden darf“ (EU-Verordnung 767/2009, Anhang III):

1. Kot und Urin
2. Mit Gerbstoffen behandelte Tierhäute
3. Saatgut, das nach der Ernte mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurde
4. Holz und Sägemehl, wenn es mit Holzschutzmitteln behandelt wurde
5. Klärschlamm (aus kommunaler oder industrieller Abwasserreinigung)
6. Verpackungen aus der Lebensmittelindustrie
7. Fester Siedlungsmüll (Hausmüll)

Salopp formuliert: Alles andere geht – übrigens ein Erfolg der Brüsseler Agrarlobbyisten! Wenn das nicht krank macht?

Vom Spa-Hotel direkt auf die Piste!

Schifahren und Wellness: Ein Tag auf der Piste kann wohl kaum gelungener enden als mit einem wohligen Saunagang oder einer entspannenden Massage. Für sein 2016er-Special hat deshalb der kritische Wellnessführer RELAX Guide die besten Hotels für einen perfekten Schiurlaub gekürt und umfassend kommentiert.

Neben der Qualität des Hauses war unser Hauptkriterium, dass man ohne mühsame Wegstrecken vom Schikeller direkt auf die Piste gelangen kann. Die große Hürde „Ski in Ski out“ schafften 35 Hotels. Sie liegen in 21 Schigebieten für jeweils unterschiedliche Ansprüche – familiengeeignete ebenso wie solche für Fortgeschrittene und Könner. Unter den 21 Gebieten finden sich etwa Schladming-Dachstein mit der berühmten FIS-Abfahrt Planai, der Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang mit insgesamt 270 km Pisten sowie Kitzbühel mit der legendären Streif.

Bei der Auswahl war aber natürlich auch die Qualität entscheidend. So wurden nur Häuser berücksichtigt, die über einen entsprechenden Spa-Bereich verfügen und mit zumindest einer Lilie – dem objektiven Gütesiegel der Branche – ausgezeichnet sind. Das ist nicht nur angenehm, wenn man nachmittags erschöpft vom Berg kommt, sondern kann sogar auch den Tag retten, wenn es draußen einmal ganz arg stürmt und schneit.

Maßgeblich waren zudem interessante und schneesichere Schigebiete sowie eine Mischung aus verschiedenen Luxusniveaus der Hotels. Vom Dreisternhaus bis hin zur Fünfstern-superior-Luxusklasse ist für jeden Geldbeutel alles vertreten.

Beide Buchausgaben des RELAX Guide 2016, also sowohl „Deutschland“ als auch „Österreich“, enthalten den „Schi & Spa“-Sonderteil. Er umfasst ausführliche Hotelbeschreibungen – speziell auch im Hinblick auf die Infrastruktur in Sachen Wellness und Wintersport – und Zimmerpreise, zudem bietet er eine Übersicht über das jeweilige Schigebiet – Landkarte inklusive.

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Im Luxushotel: Frühstücksei aus Käfighaltung

Ausgerechnet in den teuren Wohlfühltempeln kommt einem Test des kritischen Wellnesshotelführers RELAX Guide zufolge jedes zweite Ei aus Boden-, wenn nicht gar aus Käfighaltung! Das in einer Branche, die mit Gesundheit und hochqualitativer Küche wirbt.

Für den Test wurden 50 Hotels in Deutschland und Österreich untersucht, davon jeweils acht Fünfstern-superior- und Fünfsternhäuser, 14 Vierstern-superior- und 20 Viersternhotels. Dass viele Hotels selbst bei Eiern sparen, war sogar für die Tester überraschend. Ist doch jedes Ei verpflichtend mit einem Code versehen, der die Art der Haltung, das Herkunftsland und das Ablaufdatum ausweist.

Sogenannte Nuller-Eier, die nachweislich aus Freilandhaltung mit Biofutter stammen, sind in Wellnesshotels generell Mangelware. Selbst unter den Lilien-Hotels wurde nur in jedem siebenten Haus hochwertige Qualität zum Frühstück serviert. Löbliche Ausnahmen waren etwa Schloss Elmau und Bollants im Park in Deutschland sowie das Rogner Bad Blumau, die Wasnerin oder das Feuerberg Mountain Resort in Österreich.

Besonders enttäuschend ist die Situation in Luxushotels: In jedem zweiten Fünfstern-superior-Haus kommt Ihr Frühstücksei aus Boden- oder gar Käfighaltung auf den Tisch! Ausgerechnet in dieser höchsten Luxuskategorie stehen die Chancen auf Eier aus biologischer Freilandhaltung schlecht – gerade einmal 12,5 Prozent! In Viereinhalb-Sterne-Hotels sind sie dagegen fast doppelt so groß.

Süße Kreuzungen

Man kann den Trend eher nüchtern als Hybrid-Food bezeichnen oder aber wie die Kochbuchautorin Victoria Glass den Kinderbuchklassiker „Alice im Wunderland“ bemühen. Darin erklärt der Humpty Dumpty (auf Deutsch der Goggelmoggel) ungewöhnliche Worte so: „Das ist wie eine Schachtel, verstehst du: Zwei Bedeutungen werden dabei zu einem Wort zusammengesteckt.“ Hier ist freilich von kulinarischen Kreuzungen die Rede – einem der Trends der letzten Jahre.

In New York standen Kunden schon in den Morgenstunden vor Dominique Ansels Bäckerei Schlange, um einen Cronut zu ergattern: eine Mischung aus Croissant und Doughnut, sprich: ein Croissant in Doughnut-Form. Oder einen Doughnut aus Croissant-Teig, im Grunde könnte man das Gebilde schließlich auch Dossant nennen oder Doughnat oder… Der Cupcaron von „Baked By Melissa“ stößt ins selbe Horn. Das jüngste Trendgebäck, das von Foodblogs und Lifestyle-Magazinen landauf landab weiterverbreitet wurde, verbindet seinerseits zwei eigene Riesentrends zu einem neuen Gebäckvertreter: den Cupcake und das Macaron. Der Cruffin wiederum ist, erraten, eine Kreuzung zwischen Croissant und Muffin, der Cragel ist ein Croissant-Bagel und der Duffin ein Doughnut-Muffin. Falls Sie jetzt müde vom Mitdenken sind, ist dieses Kochbuch des Monats vermutlich nichts für Sie, falls Sie jetzt wacher sind als zuvor: Es geht noch weiter mit den kalorienreichen Ratespielchen.

Victoria Glass hat mit ihrem Buch „Croissant meets Brezel – Crossover-Backen“ den Trend der Hybridgebäcke gerade noch rechtzeitig aufgegriffen, bevor das Interesse erlahmt. Das Croissant scheint auch hier das wichtigste Ausgangsgebäck zu sein: Das erste Rezept lautet Brezants. Im unserem Sprachraum schnöde als Laugenbrezel bekannt, kombiniert es Brezel und Croissant. Die Florentartes ergeben sich aus Florentinern und Tartes au chocolat: Der Tarteboden besteht also aus karamellisierter Mandelplättchenmasse, die Füllung ist die einer gewöhnlichen Tarte au chocolat. Nicht wirklich leicht zu erraten ist die Identität des Müx. Die Auflösung: Ein Müsli-Schokokaramellriegel. Naja. Schon besser für Rätselfreunde: der Chownie. „Cheesecake meets Brownies“, heißt es in dem Rezept, dass hier übrigens nachzulesen ist. Tiramuffins sind Tiramisu-Muffins und Baylova ist ein Gespann aus bayrischer Creme und dem Baiserdessert Pavlova. Uff.

Rezepte im PDF Format:
Brezants
Chownies
Mounies
Tawnies

Victoria Glass:
Croissant meets Brezel – Crossover-Backen

Edition Fackelträger, 64 Seiten
12,99 Euro


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