Rauchen ist gesund

Rauchen ist unglaublich gesund – für den Staat! Das besagt zumindest eine vor kurzem veröffentlichte Untersuchung von Wissenschaftern des Karlsruher Instituts für Technologie. Demnach sind die Mehrkosten, die dem Gesundheitssystem durch Rauchen entstehen, wesentlich geringer als die Ersparnis bei Altersrenten und Ruhegehältern. Denn Raucher sterben im Schnitt um fünf Jahre früher.

Eine Modellrechnung zeigt, dass eine absolute „Nichtraucher-Gesellschaft“ in Deutschland für die Allgemeinheit um 36,4 Milliarden Euro pro Jahr teurer wäre als heutige Verhältnisse. Nicht enthalten in dieser Kalkulation sind übrigens jene 376 Milliarden Euro an Tabaksteuern, die deutsche Raucher während ihrer Lebenszeit entrichten.

Bewegung im Freien gegen Kurzsichtigkeit

Kurzsichtigkeit nimmt auf der ganzen Welt in gewaltigen Ausmaßen zu: In Peking etwa sind vier von fünf Teenagern kurzsichtig, in Seoul sogar noch mehr, hierzulande sind es etwa 35 Prozent. Weltweit sind derzeit eineinhalb Milliarden Menschen kurzsichtig, fünf Milliarden werden es, so warnen Experten, in rund 30 Jahren sein.

Vermehrte Bewegung im Freien statt Tablet-Spielen müsste bei Kindern das Myopie-Risiko deutlich senken, das vermutet der gesunde Menschenverstand sogleich, und das zeigen auch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen. Bei mehr als zwei Stunden am Tag gegenüber weniger als einer Stunde im Freien sinkt das Risiko um ein Drittel, fasste vor kurzem etwa ein leitender Wissenschafter der Universitätsaugenklinik in Freiburg zusammen. Ob es die Helligkeit ausmacht, das natürliche Licht, die Bewegung oder gar der Ausblick ins Grüne, darüber gibt jedoch bislang nur Vermutungen.

Schuften für Kuckucks-Kinder

20 Jahre lebte ein Oberösterreicher mit seiner Freundin zusammen, sie gebar ihm vier Kinder. Er arbeitete hart und nahm sogar in der Freizeit Zusatzjobs an, nächtens, und am Wochenende. Bis er dahinter kam, dass keines der Kinder von ihm war. Für die älteste Tochter verlangte der Mann dann 80.000 Euro Ersatz für Unterhaltskosten von der Mutter, da sie ihn bewusst in die Irre geführt hätte. Für das Bezirksgericht Steyr war der Anspruch des armen Mannes rechtens. Auch das Landesgericht Steyr bestätigte das Urteil, der Oberste Gerichtshof hob es hingegen wieder auf. Unter anderem, weil die Frau keine Schuld trifft, nachdem sie selbst „stets von der Vaterschaft des Klägers überzeugt war“ (OHG 8 Ob 125/14m). Na dann!

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Backen wie die Briten

„Besser backen“ heißt ein weiteres Backbuch, das ursprünglich zwar gar nicht aus dem deutschen Sprachraum stammt, aber dennoch Standardwerk-Potenzial besitzt. Und der Name ist Programm. Irgendwie gibt es doch zu denken, dass die besten Bücher über Brot und Gebäck aus Frankreich, den USA oder Großbritannien kommen, von Autoren wie Eric Kayser oder Richard Bertinet. Oder Paul Hollywood, einem der bekanntesten Bäcker Großbritanniens.

Dass Hollywood vor allem auch das britische Brot ehren möchte, dürfte kaum überraschen. Der Cottage Loaf etwa, ein traditionelles Weißbrot mit charakteristisch eingekerbter, zweigeschoßiger Form, wurde früher auf dem Boden des Ofens gebacken, zählt also zur Kategorie „oven bottoms“. Auch zu anderen Broten weiß Paul Hollywood die jeweilige Geschichte zu erzählen: Die Bierhefebrötchen etwa wurden ursprünglich mit dem Schaum als Triebmittel gemacht, der sich auf der Oberfläche von gärendem Bier sammelt. Seiner britischen Heimat erweist der Bäcker und Autor auch mit Broten wie dem sündigen Stilton-Trauben-Fladenbrot oder dem Cheddar-Apfel-Brot Reverenz, ebenso mit seinen Frühstücksbrötchen – Teigröllchen, in die das typische englische Frühstück schon integriert wurde: Speck, Champignons, Tomaten.

Von seiner Zeit auf Zypern stammt Paul Hollywoods Zwiebelbrot mit Koriander, Olivenöl und Oliven, und auf Frankreich-Reisen wurde er zum Sauerteigbrot mit Lavendelhonig und gerösteten Mandeln inspiriert.

Apropos Frankreich: Dass die Franzosen womöglich noch immer die besten Brote der Welt haben, wird auch in diesem Buch wieder einmal deutlich: Raffinesse und Simplizität zeichnen diese Brotbacknation aus. Ficelles („Schnüre“) etwa, sind elegante, dünne Brotstangen, hier in einer Version mit Trüffel. Oder die Fougasse, dieses optisch unverwechselbare flache Brot in Form eines Philodendronblattes, der Teig ähnlich wie jener einer Focaccia.

Dieses Buch ist nicht zuletzt deswegen so anregend, weil Fotos von offenbar staubtrockenem Gesundheitsbrot, wie sie unverständlicherweise in Backbüchern aus dem deutschen Sprachraum so gern gezeigt werden, fehlen. Und Hollywood stattdessen mit Zutaten wie Cheddar, Stilton oder Pekannüssen hantiert. Es ist auch wirklich gut fotografiert, übersichtlich gegliedert und klug kommentiert. Paul Hollywood hat sich in die Hirne der Nachbackenden hineingedacht und merzt potenzielle Fragen mitten im Rezept gleich aus, indem er erklärt, was jetzt schiefgehen könnte, wenn man nicht …

Rezepte im PDF Format:
Bacon Cheddar Brote
Buttrige Shortbread Plätzchen
Zwiebelbrot mit Koriander und Oliven

Paul Hollywood:
Besser backen

Thorbecke, 304 Seiten
24,99 Euro


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