Darmbakterien und Psyche

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse liefern weitere Hinweise darauf, dass Darmbakterien auf unsere Persönlichkeit Einfluss haben. Tierexperimente der McMaster-Universität in Hamilton in Kanada zeigen Zusammenhänge zwischen Psyche und Darm: Stress führte bei jungen Mäusen mit natürlicher Darmflora zu einer signifikanten Veränderung der Darmflora, gleichzeitig verhielten sie sich ängstlich und depressiv.

Bei jungen Mäusen, die – künstlich keimfrei gemacht – ohne Darmflora lebten, bewirkte Stress hingegen keinerlei Verhaltensänderung. Brachte man nun beide Mäusegruppen zusammen, besiedelten die Darmbakterien auch die zuvor keimfreien Mäuse, die sich nach wenigen Wochen dann ebenfalls ängstlich und depressiv verhielten.

Das gibt Mord und Totschlag

Die Migrationswelle hat ihren Höhepunkt noch lange nicht erreicht. 200.000 sollen noch heuer in die EU drängen, bis 2050 rechnen Experten mit 950 Millionen Migranten allein aus Afrika und dem Nahen Osten. Dazu ein paar Zitate aus der Vergangenheit:

„Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden. Als Mittel gegen die Überalterung kommt Zuwanderung nicht in Frage. Die Zuwanderung von Menschen aus dem Osten Anatoliens oder aus Schwarzafrika löst das Problem nicht. Es schafft nur ein zusätzliches dickes Problem“ – Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt, 2005.

„Wir sind kein Einwanderungsland! Wir können es nach unserer Größe und wir können es wegen unserer dichten Besiedlung nicht sein“ – Bundesaußenminister Hans Dietrich Genscher, 1984.

„In unserer Mitte arbeiten fast 2,5 Millionen Menschen anderer Nationen. Es ist aber notwendig geworden, dass wir sehr sorgsam überlegen, wo die Aufnahmefähigkeit unserer Gesellschaft erschöpft ist und wo soziale Vernunft und Verantwortung Halt gebieten“ – Bundeskanzler Willy Brandt, 1973.

„Es ist ein Fehler gewesen, so viele Ausländer ins Land zu holen. Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag!“ – Bundeskanzler Helmut Schmidt, 1981.

Genderwahn: Lila Pinguine

Die Lehrer öffentlicher Schulen in Lincoln, Nebraska, wurden vor wenigen Monaten angehalten, ihre Schüler künftig nicht mehr mit Mädchen und Buben oder Damen und Herren anzusprechen, damit diese Bezeichnungen die „anerzogenen“ Geschlechterrollen nicht vertiefen könnten. Vielmehr sei eine geschlechtsneutrale Anrede zu verwenden: „Lila Pinguine“ zum Beispiel.

In den schriftlichen Anweisungen ist weiters davon die Rede, dass Kinder darin unterstützt werden sollen, ihr Geschlecht selbst zu definieren. Lehrer, die es dennoch „nötig“ fänden, darauf hinzuweisen, dass Geschlechter überhaupt existieren, müssen diese fortan als „männlich“, „weiblich“, „beides“ oder „keines“ anführen.

Nach der – übrigens frei erfundenen – Gender-Ideologie gibt es nicht zwei Geschlechter, sondern mindestens 16, die zudem nur anerzogen und damit frei wählbar wären. Gender Mainstreaming ist finanziell gut ausgestattet und wird weltweit aus Steuermilliarden bezahlt. An deutschsprachigen Universitäten gibt es bereits 223 Lehrstühle dafür, nur 10 sind mit Männern besetzt.

Strafe für Foto von Polizeiauto

Auf einem Behindertenparkplatz in Alicante parkte ein Polizeiauto, eine Spanierin fotografierte es und postete das Foto auf Facebook. 48 Stunden später erhielt die Frau einen Strafbescheid über 800 Euro – das Fotografieren von Polizeieinsätzen ist in Spanien neuerdings verboten. Und zwar als Teil eines strengen Anti-Demonstrationsgesetzes, das zwar „Gesetz zur Sicherheit der Bürger“ heißt, tatsächlich aber eine ungeheuerliche Einschränkung der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit bedeutet. Beispielsweise sind Proteste vor Behörden und Regierungssitzen verboten (man soll wohl im Keller demonstrieren!) und werden mit Strafen von bis zu 600.000 Euro sanktioniert.

Süße Nummer eins der Welt

Das nennt man Timing. Oder eher Glück. Da erscheint im vergleichsweise kleinen Gerstenberg-Verlag das erste Kochbuch aus dem katalanischen Restaurant El Celler de Can Roca auf Deutsch. Jordi Roca, der jüngste der drei Roca-Brüder, darf darin als Patissier einiges zeigen, was unmöglich zuhause nachzumachen ist, aber auch einiges, das die große weite Welt der Spitzenpatisserie auf Normalverbraucherressourcen herunterbricht. Und quasi zeitgleich mit der Lancierung des Kochbuchs wird das Restaurant der Rocas in Girona nahe Barcelona erneut zur Nummer eins der Welt gekürt: auf der 50-best-Liste, die von der zum Nestlé-Konzern gehörenden Mineralwassermarke San Pellegrino gesponsert wird und die nach immer wieder kritisierten Kriterien nun mit diversen Wahlmännern zustandekommt. Das elBulli des legendären Ferran Adrià galt aufgrund eben dieser Liste lange als bestes Restaurant der Welt, ebenso das Noma in Kopenhagen, das in den letzten Jahre weltweit Maßstäbe in Sachen Küchenstilistik setzte – Stichwort Regionaldogma: mit Ameisen und nassem Moos auf dem Teller!

Bei den Rocas hingegen, nach 2013 nun wieder an der Spitze der doch sehr einflussreichen 50-best-Liste, ist alles erlaubt. Zutaten aus Südamerika genauso wie Gewürze aus dem Iran, Zitate aus der Welt der Parfums genauso wie aus der Literatur oder dem Fußball. Für Lionel Messi – vom FC Barcelona, ein Dress hängt übrigens in der Küche des Celler de Can Roca – hat Jordi Roca eine Hommage kreiert, den Guerlain-Duft Shalimar hat er ebenso zum Dessert gemacht wie ein Parfum von Caroline Herrera, um nur zwei Beispiele zu nennen, die zeigen: Es geht im Celler del Can Roca alles andere als verbissen zu.

In diesem Buch gibt es, wie bei absoluten Spitzenköchen üblich, natürlich auch Rezepte, die für Nicht-Patissiers in weiter Ferne sind. Aber auch erstaunlich viele, die sich in besseren Durchschnittsküchen nachkochen lassen. Etwa eine Terrine aus Pinienkernmilch, die zwar viele der nicht ganz billigen Kerne braucht, in der Zubereitung aber wenig abverlangt. Oder eine Süßholzcreme mit Erbsen – Süßholz führt mittlerweile jeder Gewürzhändler. Für Rocas grasgrünes Gurkensorbet braucht es nur Gurken, Gelatine, Zucker, Honig und Wodka, und auch die Mispeln in Honigaspik sind keine allzu große Kunst, machen aber Eindruck – und Freude!

Rezepte im PDF Format:
Gurkensorbet
Mispeln in Honig Aspik
Terrine aus Pininenkernmilch

Jordi Roca:
Desserts. Über 80 süße Rezepte aus dem Celler de Can Roca

Gerstenberg, 248 Seiten
34 Euro


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