Die neuen Frauen an der Frauen-Uni

Das Mount Holyoke College im US-Bundesstaat Massachusetts ist eine renommierte Hochschule mit knapp 180-jähriger Geschichte. Um hier aufgenommen zu werden, war bislang vor allem eines notwendig:
Man musste eine Frau sein. Neuerdings ist das anders.

Da sich das College als Vorreiter in Feminismus- und Genderfragen sieht, gehen jetzt auch zusätzlich folgende „Geschlechter“ als Frauen durch:

  • eine als Frau geborene Frau, die sich als Mann bezeichnet
  • eine als Frau geborene Frau, die sich als „anders“ bezeichnet
  • eine als Frau geborene Frau, die sich als „weder noch“ bezeichnet
  • ein als Mann geborener Mann, der sich als Frau bezeichnet
  • ein als Mann geborener Mann, der sich als „anders, mit weiblichem Aspekt“ bezeichnet
  • ein mit beiden Geschlechtsmerkmalen Geborener, der sich als Frau bezeichnet

Nicht aufgenommen werden hingegen Männer, die sich auch als Männer bezeichnen.

Gender-Wahnsinn breitet sich aus

Wer sich bei Facebook einträgt, musste bislang „weiblich“ oder „männlich“ angeben. Damit es politisch korrekt wird, darf man in den USA (und bald auch in Europa) nun aus nicht weniger als 56 weiteren „Geschlechtern“ wählen. Darunter etwa androgyner Mensch, drittes Geschlecht, viertes Geschlecht, weder noch, geschlechtslos, XY-Frau, Butch (aggressiv männliche Frau) oder intersexuell. Noch Fragen?

Wer schläft nackt im Hotelbett?

Ein Buchungsportal hat 25.000 Hotelgäste nach ihren Schlafgewohnheiten befragt: Österreicher und Deutsche schlafen demnach mehrheitlich im Pyjama, Skandinavier in der Unterwäsche, Japaner im Bademantel. Während die meisten Asiaten sich für die Nacht gar nicht umziehen, sind die Franzosen das einzige Volk, das sich am liebsten nackt im Hotelbett räkelt.

In einer Sache ähneln sich aber alle: Fernsehen ist die liebste Beschäftigung im Bett. Das sagen weltweit immerhin 71 Prozent der Befragten. Nummer zwei ist Internetsurfen, bei 49 Prozent.

Dumm sollt ihr werden

Rund 30 Prozent der 15-jährigen Schüler können nicht richtig lesen und schreiben. Die restlichen 70 Prozent werden es auch bald nicht mehr können, da die (österreichische) Unterrichtsministerin – übrigens eine gelernte Hauptschullehrerin – nur noch gegenderte Schulbücher erlauben will. Die sind aber praktisch unlesbar, wie unser Textauszug zeigt: „Eine/r ist Zuhörer/in, der/die andere ist Vorleser/in. Eine/r liest den Abschnitt vor, der/die Zuhörer/in fasst das Gehörte zusammen. Der/die Vorleser/in muss angeben, ob die Zusammenfassung richtig war.“

Das Gendern in Schulbüchern wird von etwa 90 Prozent der Bevölkerung abgelehnt. Das sogenannte Gender Mainstreaming geht von den USA aus und ist auch erklärtes Ziel der EU-Bürokratie, obwohl es jeglicher wissenschaftlichen Grundlage entbehrt, sondern eine frei erfundene Ideologie ist. Die SPÖ-Unterrichtsministerin hat übrigens auch die Literatur im Deutschunterricht weitgehend abgeschafft: Für die Reifeprüfung sind nun literaturgeschichtliche Fragen tabu, die bisher übliche Leseliste von etwa 30 Werken der Weltliteratur ist es ebenso.

Einführung in die Kuchen-Psychologie

Dass wir uns über das, was wir essen, definieren, ist bekannt: Modische Pseudoallergien werden langatmig und dramatisch-leidend beschrieben, um aus profillosen Menschen etwas ganz Einzigartiges zu machen. Anstatt dass wir darauf stolz sind, gesund zu sein, sind wir heute stolz darauf, wenn irgendetwas angeblich nicht stimmt. Das schadet jenen, die tatsächlich innerhalb von einer Minute ein doppelt so dickes und rotes Gesicht bekommen, wenn sie Karotten essen – weil deren Allergien irgendwann nicht mehr ernst genommen werden. Aber auch auf anderen Wegen stellen wir uns durch das, was wir essen, vertragen und mögen oder hassen, dar.

Hardcore-Fleischesser büsten sich mit wilden Innereienorgien, der abgehakte Verzehr von Stierhoden gilt als Eintrittskarte in die Foodie-Oberliga. Die Ausschließlich-bio-Fraktion lebt diese Einstellung – den Verdacht darf man zaghaft äußern – wohl auch nicht allein aus Gründen der eigenen Gesundheit, sondern auch, weil man sich als guter Mensch präsentieren will. Junge Frauen, die sich dünnfingrig an ihren Green-Smoothie-Becher klammern, wollen nicht nur von den enormen Mengen Antioxidantien darin profitieren, sondern auch vom hollywoodesken Image, das die grünen Trendgetränke dank zahlreicher Klatschzeitschriften haben.

Das Motto „Du bist, was du isst“ hat sich die Autorin Alice Mitterand hergenommen und ein ebenso amüsantes wie wahres Buch gemacht, freilich ohne jegliche Anwandlungen von Orthorexie (dem Zwang, gesund zu essen). „Dein Kuchen und du“ (Untertitel: „Sag mir, welchen Kuchen Du liebst, und ich sage Dir, wer Du bist!“) strotzt vor Verbalkalorien. Anhand der Vorlieben für Süßgebäck in vier Kategorien – cremig, weich, knusprig, fruchtig – erstellt Mitterand Persönlichkeitsprofile. Zwei Illustratorinnen vervollständigen das jeweilige Bild, und im Anhang finden sich die Rezepte zu den jeweiligen Kuchen. Wer Crème brulée liebt, dem schreibt Mitterrand sadistische Züge zu: „Als Foltergerät kannst Du wählen zwischen dem Backofengrill, wo Dein Dessert lange leidet, oder dem kleinen Gasbrenner, den Du so gern bedienst, oder sogar dem glühend heißen Eisen, dem Objekt der allergrößten Wonne.“

Cheesecake-Fans sind introvertiert, meint die selbstverständlich hochgradig wissenschaftlich arbeitende Kuchenpsychologin und rät: „Versteck dich nicht hinter Deinen Ponyfransen; Deine Schweigsamkeit und Deine zugeknöpfte Miene machen Dich einzigartig; ein einziges Wort von Dir und jeder schmilzt dahin!“ Wer Madeleines mag, sei eine romantische Natur: „Unter einer Trauerweide träumen und seufzen, einem Schwan dabei zuschauen, wie er anmutig über das dunkle Wasser eines Teiches gleitet, …“ Und wer auf Cupcakes steht, ist Leiden gewohnt: „Deine Füße schmerzen grässlich in den High Heels von Louboutin, aber lieber sterben, als das zuzugeben. Du weißt, wie sehr sie Dir stehen, diese schwarzen Pumps. Sie lassen Deine Waden unverschämt gut aussehen und machen aus Dir die Queen, wo immer Du Menschen mit Deiner Anwesenheit beehrst. Dieser Gedanke allein lässt Dich den Schmerz vergessen, der bis in die Zehen ausstrahlt, die mit Coco Blue von Chanel lackiert sind, dem must have der Saison.“ Und welcher Kuchen sind Sie?

Rezepte im PDF Format:
Die Cremigen
Die Fruchtigen
Die Knusprigen
Die Weichen

Alice Mitterand:
Dein Kuchen und Du

Gerstenberg, 160 Seiten
22,70 Euro


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