Warum Muttermilch gesünder ist

Dass Muttermilch wesentlich gesünder ist als Säuglingsnahrung, die das Risiko von Allergien, Asthma und Autoimmunerkrankungen erhöht, ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen. Aber nun weiß man auch warum: Denn Muttermilch enthält rund 700 Bakterienarten, die offensichtlich für die Entwicklung des Immunsystems so wichtig sind. Diese Vielfalt an Keimen überraschte die Forscher vom Institut für Agrochemie und Nahrungstechnologie im spanischen Valencia, die zudem nachwiesen, dass die Milch von übergewichtigen Müttern sowie von solchen, die sich einem Kaiserschnitt unterziehen, eine deutlich geringere Vielfalt an Mikroorganismen aufweist.

Weltraumstrahlung: zum Vergessen

Kosmische Strahlung kann nicht nur Krebs auslösen, sondern auch zu Demenz führen, wie jüngste Untersuchungen der Nasa gezeigt haben. Dabei wurden Mäuse einer Teilchenstrahlung ausgesetzt, deren Dauer (drei Jahre) der einer Marsreise entsprach (die Nasa plant für das Jahr 2035 eine bemannte Mission zum Roten Planten). Danach litten die Nagetiere an Gedächtnisproblemen, in ihren Gehirnen hatten sich Plaques – die Hauptindiaktoren für Alzheimer – gebildet.

Das Ooooooo des Ministers

Der neue Finanzminister der USA, Jacob Lew, unterschreibt schwungvoll – und fulminant einfach: mit sieben Kringeln. Manchmal auch mit acht. Was nach Ausprobieren eines Kugelschreibers aussieht – aber immerhin noch besser kommt als drei Kreuze oder ein Fingerabdruck –, wird auch auf jeder neu gedruckten Dollarnote abgebildet werden. Bleibt nur die Frage offen: Soll das dann die Glaubwürdigkeit des Dollars erhöhen, oder gar den zukünftigen Wert der angeschlagenen Währung – vielleicht als Spielgeld? – anzeigen?

Ein bisschen kochen, viel dekorieren

Kochbücher von Laien, und geben diese sich noch so erfahren, sind immer mit ein wenig Bauchweh verbunden: Kann man den Rezepten wirklich vertrauen? Haben die Autoren die Rezepte selbst erfunden oder einfach nur Rezepte von Profiköchen abgewandelt? Man wird sich an das Bauchweh gewöhnen müssen, solche Kochbücher werden nämlich immer mehr: Fernsehsternchen backen, Fußballer grillen, Politiker kochen, Quereinsteiger geben Küchentipps.

Solche Laienkochbücher haben aber immer auch ihr Gutes: Zumeist sind die Rezepte einfach und für den normalen Haushalt erprobt, im Gegensatz zu Wälzern von Sterneköchen, die Kaltbindemittel, Halbkugelformen aus Silikon oder westsibirische Kräuter verlangen, die natürlich in jeder Küche parat sind! Solche Zutaten oder Utensilien wird man in Colette Prommers neuem Kochbuch nicht finden. Die österreichische „Radioköchin“, eine Requisiteurin und Stylistin, die das Kochen mittlerweile zu ihrem Beruf gemacht hat und nunmehr auch Catering und Kochkurse anbietet, hat in ihrem Werk ziemlich einfache Rezepte versammelt, die Zutatenlisten sind stets sehr kurz. Etwa bei der Zitronencreme, die nur aus Zucker, Butter, Eier und Zitronensaft besteht. Oder bei den Roastbeefröllchen aus Fleisch, Spargel und Gervais. Wie oft in „Für Gäste kochen“-Büchern werden die Vorspeisen gern im Glas serviert, die Tischdeko ufert bisweilen aus. Ach ja, natürlich ist ihr Regionalität und Saisonalität wichtig. Wem nicht.

Colettes Rezepte sind thematisch gruppiert, darunter etwa Liebe, Party oder Reiseerinnerungen. Die Mischung leidet allerdings ein wenig unter Beliebigkeit, nach dem Motto „Alles, was Colette und ihre Freunde eben gern essen“. Ja, eh schön. Das kann ein gewöhnlicher Waldorfsalat sein, Räucherlachs mit Brombeeren oder ein Clafoutis. Nichts, was man nicht auch woanders finden würde bzw. für das man überhaupt ein Kochbuch braucht. Aber vielleicht haben wir auch schon zu viele Kochbücher gesehen.

Rezepte im PDF Format:
Gefüllte Zwiebeln
Zitronenhuhn Makis
Baiser

Colette Prommer:
Colette kocht. Genießen mit Flair
Löwenzahn Verlag, 240 Seiten
29,90 Euro

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