Pornodarstellerinnen sind glücklicher

US-Pornodarstellerinnen geht es laut einer Untersuchung von Psychologen der Shippensburg-Universität in Pennsylvania psychisch und physisch gut. Sie haben mehr Spass an Sex, mehr (private) Sexpartner (durchschnittlich 75) und sind glücklicher als andere Frauen. Außerdem schlafen sie besser und besitzen ein höheres Maß an Spiritualität. Das US-Pornogeschäft beläuft sich jährlich auf 14 Milliarden Dollar.

Schwul nach Medikament

Den Pharmagiganten Glaxo-Smith-Kline hatte der 52-jährige Franzose Didier Jambart geklagt, weil der nach der Einnahme des ihm verschriebenen Parkinson-Medikaments („Requip“) süchtig wurde: nach Glücksspiel und gleichgeschlechtlichem Sex. Durch die Tabletten mutierte der vormals brave Familienvater Jambart zu einem Besessenen, der Intimfotos von sich ins Netz stellte, um homosexuelle Exzesse anzubahnen – Vergewaltigung inklusive. Um das Glücksspiel zu finanzieren, verkaufte er unter anderem das Spielzeug seiner Kinder.

Als er nach zwei Jahren – und acht Selbstmordversuchen – das Medikament absetzte, wurde sein Verhalten schnell wieder völlig normal. Nach einem sieben Jahre langen Prozess sprach nun ein Berufungsgericht in Rennes Jambart in der Vorwoche 200.000 Euro Schadenersatz zu.

Feines Weihnachtsgeschenk für (fast) alle

Wellnessurlaub ist schön, das Angebot unüberschaubar. Und der neue RELAX Guide 2013 ist das passende Weihnachtsgeschenk für Ihre Liebsten: alle Wellnesshotels kritisch getestet und bewertet, mit Sonderteil Istrien (Slowenien und Kroatien). In den Ausgaben Österreich (1.029 Hotels) und Deutschland (1.341 Hotels). Um 24,90 Euro im Buchhandel und bei amazon.de

» Jetzt RELAX Guide 2013 bestellen

Die Unholdsvermutung

Zwei Journalisten der britischen Sunday Times haben 60 EU-Parlamentarier „getestet“, und zwar auf Bestechlichkeit. Genauer: Einflussnahme auf die Gesetzgebung gegen hohes Honorar. Nur drei wollten das Geschäft machen: ein Slowene, ein Rumäne und – ein Österreicher. Der heißt Strasser Ernst, bezeichnet „Österreich als ein Land der Trinker“ und trägt das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik.

Süßes aus dem Dreiländereck

Ländergrenzen sind kulinarisch immer hochinteressant. Wenn eine Landesküche Merkmale einer anderen annimmt, entstehen mitunter kuriose, immer aber spannende Gerichte. In Südtirol etwa ist das so, wo die jahrhundertealte Bergküche, die überhaupt nicht italienisch, sondern mit Knödeln und Speck durchaus alpin-rustikal anmutet, sich im 20. Jahrhundert mit der mediterranen Küche zusammentat. Einerseits dank der Arbeiter, die Mussolini aus Neapel und dem restlichen Süden Italiens nach Norden schickte – sie brachten etwa Tomatengerichte mit –, andererseits dank der Touristen aus Nord- und Westeuropa, die typisch italienische Küche forderten, sobald sie im Urlaub die Landesgrenzen nach Italien überschritten hatten und in Südtirol angekommen waren.

Eine ähnlich spannende Regions-Küche, die sich heute sogar über drei Länder erstreckt, ist jene aus Kärnten, dem Friaul und Slowenien. Hier stoßen sogar drei Kulturen aufeinander: die germanische, die slawische und die romanische. Journalist Werner Ringhofer und Koch Willi Tschemernjak haben für ihr Kochbuch „Süße Küche“ diese Region nun näher untersucht. Herausgekommen ist ein sehr empfehlenswertes Kochbuch, das wirklich eine Bereicherung für jene Kochbuchregale ist, die bisher nur mit flott dahergeschriebenen Büchern von deutschen TV-Rockstarköchen bestückt sind, in denen die x-te halbwitzige Abwandlung von Chili con Carne zu finden ist.

In einem Glossar lernt man Begriffe wie Grantn (Preiselbeeren), Hetschepetsch (Hagebutten), Woaz (Weizen) oder Blattlan (Laibchen) – allein diese Wörter machen schon Lust aufs Weiterblättern. Es folgen süße Rezepte, die mitunter gar nicht so süß sind (den berühmten Kärntner Reindling isst man zu Ostern mit Beinschinken!), geordnet nach Ländern. Aus Kärnten stammen etwa die gefüllten Dörrzwetschken- bzw. Kletzennudeln mit Zitronenmelissenbutter und Mohn, Walnusskipferl oder „Hadnstraubn“ mit Schwarzbeersauce, ein frittiertes Gebäck aus Buchweizenmehl (Hadnmehl). Aus dem Friaul haben die Autoren Rezepte wie Gebackene Ricottatorte, Befana-Pinze oder Polenta-Mohn-Nocken zusammengetragen. Im Slowenien-Kapitel finden sich etwa ein Grammel-Nuss-Strudel, Grießstrukl in Butterbröseln oder eine Mandelpotize.

Fazit: Ein wichtiges und empfehlenswertes Kochbuch, das zwar keinen Schönheitswettbewerb gewinnen wird, aber sich in übersichtlicher Form des kulinarischen Erbes einer Dreiländerregion annimmt und zahlreiche unbekannte Rezepte liefert.

Rezepte im PDF Format:
Befana-Pinze
Germnocken
Panforte Weinachtskuchen
Walnussschmarren

Willi Tschemernjak und Werner Ringhofer:
Süße Küche. Die 100 besten Rezepte aus Kärnten, Friaul & Slowenien

Pichler Verlag, 189 Seiten
24,99 Euro

Bei Amazon bestellen