Was kostet die Bank?

Die EU-Staaten haben mittlerweile bereits um 1,6 Billionen Euro Banken „gerettet“. Aus Steuergeldern. 1.600.000.000.000 Euro! Würden Sie sich diese Summe in jungen Jahren bei 6,5 Prozent Verzinsung leihen (sagen wir vielleicht zum Kauf von 100.000 Inseln in der Karibik und der Südsee, wenn es überhaupt so viele gibt) und bis zum Pensionsantritt alles brav zurückgezahlt haben wollen, dann müssen Sie mit einer monatlichen Rückzahlungsrate von genau 10 Milliarden Euro rechnen – die Bankspesen kosten aber extra.

 

Giftiger Bubble Tea

Das neue Trendgetränk aus Asien enthält unter anderem künstliche Aromen und Zusatzstoffe (die teilweise in Österreich verboten waren, freilich nur bis zum EU-Beitritt; sie stehen im Verdacht, Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsdefizite auszulösen) sowie bis zu 30 Stück Würfelzucker in einem Becher. Außerdem sieht nicht nur giftig aus, sondern ist es auch: Deutsche Wissenschafter haben in den namensgebenden essbaren Kügelchen („Bubbles“) Gifte gefunden – unter anderem Styrol, Acetophenon und bromierte Substanzen in höherer Konzentration. Grenzwerte dafür gibt es nicht, der Einsatz in Lebensmitteln ist grundsätzlich verboten.

 

Couch-Potatoes sterben früh

Chronischer Bewegungsmangel verursacht koronare Herzkrankheit, Diabetes, Brust- und Dickdarmkrebs, er ist zudem für mehr als zehn Prozent der Todesfälle verantwortlich. Dies ist das Ergebnis einer vor kurzem veröffentlichte Studie. Drei von zehn Menschen über 15 Jahren bewegen sich demnach nicht ausreichend, bei den 13-bis 15-Jährigen sind es sogar vier von fünf – wesentlich mehr Sport in der Schule wird empfohlen.

Feuer und Flamme

Technischer Fortschritt und archaische Glut: Dieses Kochbuch bietet beides. Haya Molcho, Wiener Erfolgsgastronomin mit israelischen Wurzeln und Ehefrau des Pantomimen und Körpersprachenexperten Samy Molcho, ist für die Produktion des Buchs mit einem kleinen Team nach Israel gefahren, hat dort lauschige Plätze für Fotos und Gourmet-Geheimtipps recherchiert, die Fotos entstanden ebendort.
Was Haya Molcho immer wichtig war: das gemeinsame Essen. „Kum sitz!“ – diese jiddische Wendung ist typisch für sie, sie bedeutet „Komm her und setz dich“. Entsprechend unkompliziert und großfamilientauglich (Haya und Samy Molcho haben vier Söhne) sind auch die Rezepte in diesem Buch. Und fast alle haben, dem Titel „Feuerküche“ entsprechend, etwas mit Flammen zu tun. Einerseits findet man da diverse Grillvorschläge wie Hühnerkeulen mit Orangen und Bier oder Hühnerflügel mit Dattelsirup, Sojasauce und Chili. Andererseits wird groß geräuchert, etwa eine vorher marinierte Putenbrust; mit rauchigen Aromen spielt Molcho etwa auch bei der Ofenmelanzanisuppe. Und auch bei den Desserts sind Flammen im Spiel: zum Beispiel bei der Creme Catalana mit Datteln. Ein großes Kapitel sind die Kontrapunkte zum Heißen, zum Deftigen, zum Geräucherten: die Beilagen. „Treue Begleiter“ nennt Molcho ihre Salate und diverses Eingelegtes, wie etwa den berühmten israelischen Salat, dessen Zubereitung (Gemüse wie Tomaten, Gurke und Spitzpaprika wird klein gewürfelt und mit vielen frischen Kräutern mariniert) eigentlich keine große Kunst ist, der aber dennoch immer etwas Spezielles ist, durchaus ganz anders als andere Salate. Zu dem besten, was die israelische Küche und die der Nachbarländer hergibt, zählen eingelegte Salzzitronen, auch dafür liefert Molcho ihr Rezept. Einmal gemacht, wird man süchtig und gibt sie klein gehackt fast überall dazu.
Was es übrigens mit dem eingangs angesprochenen technischen Fortschritt auf sich hat? Zu jedem Rezept gibt es einen QR-Code, dank dem man die Einkaufsliste aufs Handy bekommt.
Fazit: Ein sympathisches, sehr zeitgemäß gelayoutetes Kochbuch mit neuen Ideen, das Lust macht, selbst bald nach Israel zu reisen.

Rezepte im PDF Format:
Hühner-Mais-Faschiertes mit Paprika-Dip
Shakshuka mit Melanzani und Ziegenkäse
Labane mit Zucchini, Oliven und Minze


Haya Molcho:
Feuerküche

Amalthea, 191 Seiten
29,95 Euro
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