Thermalwasser wirkt

Was Wellnessfans und Kurärzte schon immer wussten, ist jetzt wissenschaftlich bewiesen: Thermalwasser wirkt positiv auf Körper und Befindlichkeit. Und es ist in der Lage, Stress signifikant zu reduzieren. Dies besagt eine neue Studie, die vom Landesklinikum St. Pölten zusammen mit der Medizin-Universität Graz durchgeführt wurde.

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Zuwendung vergrößert Gehirn

Liebevolle Zuwendung im Kleinkindstadium vergrößert das Gehirn im Schulalter. Genauer gesagt, den Hippocampus, eine Hirnregion, die für Emotionen und Stressbewältigung wichtig ist. Das fanden Forscher der US-Universität St. Louis heraus. Der beobachtete Effekt zeigt sich übrigens mit jeder Hauptbezugsperson, egal, ob es sich dabei um einen Elternteil oder jemand anderen handelt.

EU finanziert Totalüberwachung aller Bürger

Ein vollständiges Überwachungssystem, das Daten aus verschiedenen Quellen vernetzt. Dazu zählen die Analyse von Blogs, sozialen Netzwerken, Foren und Chats, aber auch die Vorratsdatenspeicherung (Telefonate, Emails, Webzugriffe), Gesichtserkennungsdaten von Videokameras in öffentlichen Räumen sowie von Kameras auf unbemannten Kleinstflugzeugen. Diese Mikro-Drohnen sollen von der Polizei in dichtbesiedelten Gebieten eingesetzt werden.

Was wie ein Horrorszenario aus einer totalitären Zukunftsvision klingt, soll Realität werden, zumindest wenn es nach der EU geht. Diese finanziert seit zweieinhalb Jahren das Überwachungsprojekt Indect. Ziel ist die Bündelung von Hard- und Software verschiedener Überwachungstechnologien. Mit Indect soll es möglich werden, Verbrechen, Gewalt und „abnormales Verhalten“ vorherzusehen. Abnormales Verhalten wird unter anderem so definiert: „Rennen, zu langes Sitzen an einem Ort, Treffen mit vielen Personen, Schreien, Sitzen auf dem Boden im öffentlichen Nahverkehr.“

Amüsant: die britische Küche des Jamie Oliver

Sarah Wiener, die personifizierte Selbstüberschätzung (kennen Sie eigentlich jemanden, der die Frau gut findet? Zweckdienliche Hinweise werden gern entgegengenommen), startete während Dreharbeiten für ihre Sendung in Cornwall den Versuch der Provokation, als sie einen britischen Kochkollegen fragte: „Britische Küche, gibt’s die überhaupt?“ Schon hier zeigt sich, dass Sarah Wiener nicht so viel von Essen versteht, wie sie glaubt: Natürlich gibt es eine britische Küche. Bloß weil wir sie nicht zu unseren Lieblingsküchen zählen, bloß weil sie jahrzehntelang einen schlechten Ruf hatte, heißt das nicht, dass die Rezepte des britischen Königreichs keinen erkennbaren Gesamtcharakter haben.

Vielleicht müsste einfach mal Jamie Oliver ausrücken, um Fernsehköchin Wiener da aufzuklären. Der Fernsehkoch schlechthin hat nämlich jüngst ein Kochbuch herausgebracht, das sich, nach zahllosen Ausflügen in fremde Küchen, endlich der seiner Heimat widmet. „Dieses Buch liegt mir sehr am Herzen“, sagt er. „Allerdings habe ich lange gebraucht, bis ich es endlich geschrieben habe. Ich musste mich jahrelang durch die Küchen der Welt kochen, bevor ich verstand, wie großartig unsere eigene Küchentradition ist.“

Jamie Oliver wuchs in einem Pub auf und kam daher schon früh mit britischer „Wirtshausküche“ in Berührung. Die Leser nimmt er mit auf eine kulinarische Reise durch das Königreich Großbritannien. Erste Station: Frühstück. Und schon hier zeigt sich, dass die britische Küche auch für Wortkundler interessant ist. Die Namen der Gerichte sind mitunter sehr komisch. Was würden Sie hinter Bubble & Squeak vermuten? Was hinter Toad-in-the-Hole (Kröte im Loch)? Ersteres ist eine Art knuspriger Fladen aus flachgedrückten Kartoffeln, Gemüse- und Bratenresten, den man gern als erste Mahlzeit des Tages serviert. Zweiteres ist Yorkshirepudding samt mitgebackenen Würsten – nicht gerade ein Schlankmacher.

Jamie Oliver zeigt mit seinen Rezepten, dass das Gros der britischen Rezepte durchaus deftig ist: Schwarten-Cracker mit Bier, Happy-Fish-Pie, Steak-und-Nierenpudding. Wichtig für ein vollständiges Bild der Insel-Kochtradition sind aber auch die Rezepte aus den ehemaligen Kolonien wie Indien. Empire-Curryhuhn mit Bombay-Kartoffeln ist da etwa das Ergebnis oder Ofengemüse Vindaloo.

Fazit: ein grundsympathisches, auch optisch ausgezeichnet gestaltetes Kochbuch, das eine manchmal skurrile Küche präsentiert, die hierzulande viel zu lange nichts galt.

Rezepte im PDF Format:
Rezepte 1
Rezepte 2
Rezepte 3

Jamie Oliver:
Zu Gast bei Jamie. Die besten Rezepte aus dem Königreich.

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24,95 Euro

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