Steuergeld für Spekulanten

Der Rettungsplan für Griechenland bedeutet nicht etwa, dass die Bürger Griechenlands einen Cent bekämen, sondern vielmehr, dass wir Steuerzahler den EU-Banken 90 Prozent ihrer hochriskanten Griechenlandgeschäfte zurückzahlen. Etwa ein Drittel unseres Geldes wird zudem Spekulanten bereichern, die Profite machen, weil sie auf den Rettungsplan spekulieren.

Denn die „kurzsichtige und von den Interessen der Finanzindustrie gesteuerte Politik der EU” (© Der Tagesspiegel) hat den Markt für Euro-Staatsanleihen in ein Paradies für Spekulanten verwandelt. Auf Kosten von kleinen Sparern und Steuerzahlern kassieren sie gigantische Gewinne – und das ohne jedes Risiko: Sie kaufen die billigen Staatsanleihen selbst und brauchen nur darauf warten, dass die Euro-Retter mit ihren Käufen die Kurse nach oben treiben.

Wenn wundert’s, wenn der britische Außenminister die Eurozone als „brennendes Haus ohne Ausgang” und als „kollektiven Wahnsinn” bezeichnet?

Kinder brauchen Gefahren

Übertriebenes Sicherheitsdenken führte in der Vergangenheit unter anderem dazu, dass auch Kinderspielplätze immer sicherer gemacht wurden. Rutschen, Schaukeln, Karusselle und Kletterstangen wurden häufig durch immer niedrigere Klettergerüste mit Geländer ersetzt – ein Unfug, wie sich jetzt herausstellt. Denn vor allem die etwas größeren Kinder werden durch zu viele Sicherheitsmaßnahmen davon abgehalten, sich richtig auszutoben. Sie suchen sich entweder gefährlichere Möglichkeiten oder lassen die gesunde Bewegung gleich ganz bleiben, wobei dann auch die emotionale Entwicklung gehemmt wird.

Kritische Wissenschafter kommen nach Studien zu den Schluss, dass Kinder Risiken eingehen müssen. Sie brauchen eine aufregende Auseinandersetzung mit Höhe und Geschwindigkeit, um später Ängste bewältigen zu können. Was der gesunde Hausverstand ohnedies raten würde, sagen nun auch Experten: Dass es das Beste ist, Kinder schon von einem frühen Alter an diesen Herausforderungen auszusetzen.

Natürlich kann es zu Verletzungen kommen, doch die Vorteile überwiegen die Gefahren. Denn solche Kinder sind später weniger ängstlich und entwickeln ein ausgeprägteres Selbstbewusstsein. „Paradoxerweise führt gerade die Angst vor Verletzungen zu ängstlicheren Kindern mit höherer Neigung zu psychischen Erkrankungen”, resümieren Wissenschafter der Universität Trondheim.

Eine Studie der Universität Sydney zeigt: Wenn Kindern solche Möglichkeiten verwehrt werden, hat das nicht nur negative Auswirkungen auf ihre körperliche Gesundheit, sondern auch auf ihre soziale, emotionale und intellektuelle Entwicklung. Es ist also schädlich, wenn es beim Spielen kein Risiko mehr gibt.

Gesuchter Frauentyp: älter und gar nicht schlank!

Frauen, entspannt euch! Nicht weniger als eine Milliarde Internetsuchanfragen haben zwei junge US-Neurowissenschafter im Zeitraum von mehr als zwei Jahren mithilfe eines Computerprogramms ausgewertet. Die Fragestellung „Wer sucht was auf Sexseiten?” brachte Überraschendes hervor: Die meisten Männer suchen nicht nach jungen und schlanken Frauen! Selbst bei jungen Männern ist die Nachfrage nach Webseiteninhalten mit Frauen über 40 außergewöhnlich hoch, und Frauen mit barocken Figuren werden dreimal so häufig gesucht wie schlanke! Vor allem Briten und Tschechen interessieren sich überdurchschnittlich stark für Frauen über 60. Die Untersuchungsergebnisse sind übrigens auch als Buch (in englischer Sprache) erschienen: Ogi Ogas, Sai Gaddam „A Billion Wicked Thoughts”, Penguin, 18,90 Euro.